Blutdrucksenker

Bei Patienten, die unter einem zu hohen Blutdruck leiden, lässt sich häufig schon durch eine Veränderung des Lebensstils eine große Verbesserung herbeiführen. Wer das Rauchen aufgibt, den Alkoholkonsum auf ein Mindestmaß beschränkt, sich gesund und fettarm ernährt und regelmäßig Sport treibt, kann damit seine Blutdruckwerte meist schon deutlich senken. Auch die Vermeidung von Stress kann sich positiv auf den Blutdruck auswirken.

Blutdrucksenkende Medikamente

In vielen Fällen reicht jedoch ein gesünderer Lebensstil kurzfristig nicht aus, um den Blutdruck in einen gesunden Bereich von etwa 120/80 mmHg zu bringen. Da ein dauerhaft zu hoher Blutdruck weitreichende gesundheitliche Risiken birgt, ist es in diesem Falle zu empfehlen, sich durch Absprache mit dem Arzt in medikamentöse Therapie zu begeben.

Bei den blutdrucksenkenden Medikamenten werden verschiedene Gruppen unterschieden:

  • Diuretika: Bei dieser Medikamentengruppe handelt es sich um Wirkstoffe, die zu einer Entwässerung des Körpers führen. Eine andere Bezeichnung dafür lautet aus diesem Grund auch Wassertabletten. Durch die vermehrte Ausscheidung von Flüssigkeit geht das Volumen in den Gefäßen zurück und der Blutdruck sinkt. Allerdings kann beim Einsatz von Diuretika ein erhöhtes Thrombose-Risiko bestehen. Auch Austrocknung und Salzmangel zählen zu den möglichen Nebenwirkungen.
  • Betablocker: Hier wird die Wirkung auf den Bluthochdruck über das vegetative Nervensystem, insbesondere den Sympathikus, erreicht. Dabei handelt es sich um das Nervensystem, das für Energie und Leistungsfähigkeit im aktiven Wachzustand zuständig ist. Betablocker verhindern das Andocken von Stresshormonen wie Adrenalin oder Noradrenalin an den Zellwänden. Im Normalfall lösen diese Hormone die Ausschüttung von Renin an, welches zum Ansteigen des Blutdrucks führt. Diese Reaktion wird über Betablocker also verhindert.
  • Kalzium-Antagonisten: Diese Medikamentengruppe wirkt auf die Kalzium-Kanäle in den Zellwänden und vermindert dadurch den Einstrom von Kalzium in die Zelle. Der Einstrom von Kalzium bewirkt eine Muskelkontraktion, die zu einer Gefäßverengung und höherem Druck in den Gefäßen führt. Bei Einsatz von Kalzium-Antagonisten hingegen wird das Herz entlastet, da über die genannten Mechanismen Schlagkraft und Schlagfrequenz gesenkt werden. Zudem bewirken sie eine Weitstellung der Gefäße, welche den Blutfluss erleichtert.
  • ACE-Hemmer: Diese Wirkstoffe hemmen das sogenannte Angiotensin-Converting-Enzym. Dieses Enzym ist für die Bildung von Angiotensin-II verantwortlich, einem Hormon mit gefäßverengender Wirkung. Durch die ACE-Hemmer bleiben die Gefäße also geweitet und in der Folge sinkt der Blutdruck.
  • AT1-Rezeptor-Antagonisten: Diese Medikamentengruppe wirkt auf dasselbe System wie die ACE-Hemmer, allerdings an einer anderen Stelle. Statt die Produktion von Angiotensin-II zu verhindern, blocken diese Medikamente die Angiotensin-II-Rezeptoren an der Zelle. Das Hormon kann damit seine Wirkung nicht mehr ausüben. Aufgrund des veränderten Wirkmechanismus sind AT1-Rezeptor-Antagonisten oft besser verträglich als ACE-Hemmer.

Welche Blutdrucksenker im Einzelfall geeignet sind, kann individuell mit dem Arzt geklärt werden. Mehr zu blutdrucksenkenden Medikamenten finden Sie hier.

Gibt es natürliche Blutdrucksenker?

Eine Möglichkeit, den Blutdruck natürlich zu senken, besteht in der Vermeidung von Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol und ungesunder Ernährung. Auch regelmäßige Bewegung kann den Blutdruck deutlich senken.

Zudem werden eine Reihe von Lebensmitteln zur natürlichen Senkung des Blutdrucks empfohlen. Deren tatsächliche Wirksamkeit ist allerdings oft nicht eindeutig nachgewiesen. Den folgenden Nahrungsmitteln wird eine Wirkung ähnlich der von ACE-hemmenden Medikamenten nachgesagt:

  • Kartoffeln und Reis
  • Erbsen
  • Buchweizen
  • Brokkoli
  • Spinat
  • Erdnüsse
  • Sojabohnen
  • Knoblauch
  • Bei der Verdauung dieser Lebensmittel werden sogenannte Peptide gebildet, die eine blutdrucksenkende Wirkung haben können.

    Desweiteren werden verschiedene Teesorten angeboten, die zu einer natürlichen Senkung des Blutdrucks verhelfen sollen. Dazu gehören:

    • Hibiskustee Die blutdrucksenkende Wirkung des schmackhaften Früchtetees konnte in einer Studie belegt werden.
    • Grüner Tee: Grüner Tee ist für seine gesundheitsfördernde Wirkung bekannt. Da er voller Antioxidantien steckt sagt man ihm eine Reihe von positiven Eigenschaften nach, zu der auch das Senken des Blutdrucks gehört.
    • Misteltee: Auch dem Misteltee wird eine geradezu wundersame Wirkung auf die Gesundheit zugeschrieben. Wer empfindlich auf Koffein reagiert, kann deshalb statt auf grünen Tee auf Misteltee zurückgreifen.
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