Behandlung bei Diabetes

Diabetes ist eine ernste Erkrankung – wird sie nicht schnellstmöglich behandelt, können schwere Folgen entstehen. Beim Typ 1 Diabetes liegt die Behandlung immer in der Gabe von Insulin, welches vom Patienten selbst gespritzt werden muss und dass lebenslang. Beim Typ 2 Diabetes hilft in erster Linie ein Gewichtsverlust, sowie Sport, Diät und gewisse Medikamente.

Wie kann man Diabetes behandeln?

Bei Diabetes hängt die Behandlung immer vom Typ der Erkrankung ab.

Die Behandlung von Diabetes Typ 1 besteht immer aus einer Insulintherapie. Bei dieser Art von Diabetes besteht ein absoluter Insulinmangel, der lebensgefährlich ist und daher schnellstmöglich behandelt werden muss. Neben dem Spritzen von Insulin werden Typ 1 Diabetiker auch auf die Ernährung achten sowie regelmäßig Sport treiben.

Beim Diabetes Typ 2 liegt die Behandlung meist in einer Gewichtsreduktion und einer Umstellung der Ess- und Bewegungsgewohnheiten. Im Anfangsstadium kann die Erkrankung dadurch so gut wie rückgängig gemacht werden. Jedoch wird der Diabetes Typ 2 oft erst entdeckt, wenn schon Spätfolgen, wie z.B. Augen oder Nierenschäden vorliegen. In diesem Fall ist die Erkrankung so weit fortgeschritten, dass Tabletten oder sogar Insulin verordnet werden müssen, um eine weitere Verschlechterung zu vermeiden.

Welche Medikamente gegen Diabetes gibt es?

Das bekannteste der Diabetes Medikamente ist mit Sicherheit Insulin. Das Hormon wird inzwischen synthetisch hergestellt und wird für alle Typ 1 Diabetiker vom Arzt verordnet, denn durch den absoluten Insulinmangel bei dieser Erkrankung muss es lebenslang gespritzt werden. Auch beim Typ 2 Diabetes kann Insulin erforderlich werden, allerdings nur in Fällen, in denen die Krankheit schon stark fortgeschritten ist und auch Diabetes Tabletten wie z.B. Metformin allein nicht mehr helfen.

Ist die Erkrankung so weit fortgeschritten, dass Sport und Diät allein nicht mehr helfen, wird der Diabetes Typ 2 mit Medikamenten behandelt. Erst wenn die Behandlung des Diabetes mit Tabletten nicht die gewünschten Ergebnisse liefert, wird in der Regel zu Insulin gegriffen.

Für die Therapie des Typ 2 Diabetes mit Tabletten muss zwischen drei Umständen unterschieden werden:

  • Die Körperzellen sind nicht empfindlich genug für Insulin
  • Die Bauchspeicheldrüse schüttet zu wenig Insulin aus
  • Der Blutzucker ist nach einer Mahlzeit zu hoch

Reagieren die Körperzellen nicht mehr oder nur unzureichend auf Insulin, bleibt der Zucker im Blut und häuft sich dort an. Hier besteht die Therapie darin, die Körperzellen für Insulin empfindlicher zu machen. Medikamente mit diesem Wirkmechanismus sind Metformin und die Gruppe der Insulin-Sensitizer. Diese Medikamente gegen Diabetes werden nach den Hauptmahlzeiten eingenommen.

Im normalen Stoffwechsel setzt die Bauchspeicheldrüse Insulin frei. Produziert sie eine nicht mehr ausreichende Menge an Insulin, können Sulfonylharnstoffe und Prandiale Glukoseregulatoren die Ausschüttung fördern. Sulfonylharnstoffe werden einmal täglich morgens vor dem Frühstück eingenommen. Sie haben den Nachteil, dass sie die Insulinausschüttung kontinuierlich über den ganzen Tag anregen. Prandiale Glukoseregulatoren wirken extrem kurz, nämlich nur für den Zeitraum der Mahlzeit. Beide Diabetes Medikamente haben jedoch den Nachteil, dass sie zu Unterzuckerungen führen können.

Bei Gesunden sowie bei Diabetikern klettert der Blutzucker nach dem Essen auf einen Spitzenwert. Um diese Blutzuckerspitze abzubauen, braucht der Körper kurzfristig einen hohen Insulinschub. Damit diese Spitzen erst gar nicht entstehen, verzögert man mit Medikamenten die Aufnahme von Glukose über den Darm ins Blut. Allerdings haben sie ohne einen diabetesgerechten Diätplan keinen ausreichenden Effekt.

Was ist ein Diabetes Pen?

Ein Diabetes Pen ist ein Spritzwerkzeug in Form eines dicken Kugelschreibers, das zur einfachen Injektion einer voreingestellten Menge von Insulin dient. Insulin Pens lassen sich einfacher transportieren und unauffälliger anwenden, als Insulin aus einer konventionellen Injektionsspritze.

Was ist eine Insulinpumpe?

Wer an Typ 1 Diabetes leidet, braucht Insulin und das rund um die Uhr. Eine Insulinpumpe ist dafür die beste und modernste Behandlungsmethode. Bei der Insulinpumpe handelt es sich um ein kleines, relativ leichtes Gerät, dass wie die Bauchspeicheldrüse rund um die Uhr kleine Mengen Insulin abgibt, um den Grundbedarf des Körpers zu decken. Das zu den Mahlzeiten zusätzlich benötigte Insulin ruft der Pumpenträger per Knopfdruck ab. Über einen dünnen Schlauch und eine Stahl- oder Teflonkanüle, die im Unterhautfettgewebe – meist am Bauch – liegt, gelangt es in den Körper.

Die Insulinpumpe ist die modernste Behandlungsmethode für den Typ 1 Diabetes, jedoch erfordert sie viel Verantwortung und technisches Know-How. Da sie nur kurzwirksames Insulin abgibt, kann der Diabetes bei einer Fehlfunktion sehr schnell in eine gefährliche Ketoazidose entgleisen. Um dem vorzubeugen, muss der Diabetiker mindestens viermal am Tag den Zucker messen, sowie zahlreiche Schulungen besuchen.

Für die Behandlung des Typ 2 Diabetes ist die Insulinpumpe nicht geeignet, da die Pumpe nur einen absoluten Insulinmangel behandeln kann, wie er beim Typ 1 der Fall ist.

Gibt es eine Operation gegen Diabetes?

Nein, Diabetes kann nicht mit einer Operation behandelt werden. Die einzige Behandlungsmöglichkeit für den Typ 1 Diabetes ist die lebenslange Gabe von Insulin. Die Krankheit ist nicht heilbar.

Der Typ 2 Diabetes ist strenggenommen zwar auch nicht heilbar, kann jedoch durch Gewichtsverlust und eine radikale Umstellung der Lebensweise des Betroffenen theoretisch umgekehrt werden. Ist der Patient extrem fettleibig kann eine Operation, die vorübergehend den Magen verkleinert bei der Behandlung des Diabetes allerdings helfen.

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