Diabetes Test

Diabetes ist eine ernste, lebenslange Stoffwechselerkrankung bei der die Bauchspeicheldrüse entweder gar kein oder nicht ausreichend Insulin produziert und der Blutzucker somit gefährlich ansteigt. Bleibt der Blutzucker dauerhaft hoch, kann der ganze Körper Schaden davon nehmen, weshalb eine frühzeitige Erkennung des Diabetes die besten Behandlungsaussichten hat.

Wie wird ein Diabetes Test durchgeführt?

Für den Diabetes Test beim Arzt wird dem Patienten nüchtern Blut abgenommen, um den Blutzucker zu messen. Gleichzeitig wird meist auch der Langzeitzuckerwert HbA1c gemessen, um den Durchschnittswert des Blutzuckers in den letzten 8 bis 12 Wochen festzustellen.

Wer lieber selbst herausfinden möchte, ob er eventuell an Diabetes leidet, kann zuhause einen Diabetes Urintest durchführen. Die Diabetes Teststreifen für den Urintest sind in der Apotheke erhältlich. Für den Diabetes Test zuhause muss man lediglich etwas Urin in einem Becher abfangen und den Teststreifen für zwei Minuten im Urin belassen. Hat sich die Farbe des Teststreifens verändert, liegt ein Diabetes vor. Allerdings sind die Teststreifen nicht so zuverlässig wie ein Bluttest , weshalb bei jedem Verdacht auf Diabetes idealerweise so früh wie möglich ein Arzt aufgesucht werden sollte.

Wie funktioniert ein Diabetes Schnelltest?

Ein Diabetes Selbsttest kann mit Urinteststreifen aus der Apotheke durchgeführt werden. Man muss den Teststreifen für zwei Minuten im Urin belassen und dann die Verfärbung auf dem Teststreifen mit einer Farbskala vergleichen. Bei einer starken Verfärbung kann man davon ausgehen, dass ein Diabetes vorliegt und man sollte schnellstmöglichst zum Arzt, da eventuell eine Therapie mit Insulin begonnen werden muss.

Dieser Diabetes Schnelltest ist zwar unkompliziert und einfach durchzuführen, aber leider nicht immer ganz akkurat. Fällt das Ergebnis negativ aus, aber man fühlt sich trotzdem unwohl, sollte man unbedingt den Arzt aufsuchen.

Wie erfolgt die Diabetes Diagnose bzw. wie kann man Diabetes erkennen?

An langfristig erhöhten Blutzuckerwerten kann man fast immer einen Diabetes erkennen. Um den Typ des Diabetes festzustellen, wird der Arzt in der Regel noch weitere Blutuntersuchungen durchführen.

Beim Typ 2 Diabetes sind meist noch andere Werte nicht im Idealbereich: Neben den Blutzuckerwerten sind oft noch die Blutfettwerte erhöht, da die hohen Blutzuckerwerte bei dieser Art von Diabetes meist auf eine ungesunde Lebensweise zurückgehen, die sich auch in den Blutfettwerten niederschlägt. Liegen normale Zuckerwerte vor, wird der Arzt bei bestehendem Übergewicht den Blutzuckerwert weiterhin regelmäßig kontrollieren lassen.

Ob die Blutzuckerwerte normal oder zu hoch sind, kann über zwei Verfahren ermittelt werden: Durch die Nüchternplasmaglukose (Nüchternblutzucker) oder durch den oralen Glukosetoleranz Test, bei dem erst der Nüchternblutzucker bestimmt wird und er den Patienten danach 75g Glukose, gelöst in 250-300ml Wasser, innerhalb von 5 Minuten trinken lässt. Zwei Stunden danach werden die Zuckerwerte im Blut erneut gemessen. Ist der Blutzucker zu hoch, ist ein Diabetes sehr wahrscheinlich und es sollte eine Behandlung eingeleitet werden.

Kennt man seine Blutzuckerwerte, kann man mit folgenden Tabellen selbst ablesen, was diese bedeuten.

Die folgende Blutzuckertabelle bezieht sich auf den Nüchternblutzucker (Nüchtern-Plasmaglukose):

  • Normalwert: unter 100mg/dl
  • Gestörte Glukose Toleranz: 100-125mg/dl
  • Diabetes: ab 126mg/dl

Die untenstehende Zuckerwerte Tabelle bezieht sich auf die Ergebnisse des Oralen Glukosetoleranztests, gemessen zwei Stunden nach Einnahme der Glukoselösung:

  • Normalwert: unter 140mg/dl
  • Gestörte Glukose Toleranz: 140-199mg /dl
  • Diabetes: ab 200mg/dl

Ein erhöhter Blutzucker kann langfristig großen Schaden anrichten und sollte deshalb immer ernst genommen werden. Bei Diabetes Typ 1 muss immer Insulin gespritzt werden. Beim Typ 2 nur in sehr schweren Fällen.

Was geschieht nach der Diagnose Diabetes?

Die Diabetes Diagnose ist für die meisten Menschen ein großer Schock. Jedoch ist das Leben mit Diabetes heute so gut und einfach wie nie zuvor.

Um den Diabetes in den Griff zu bekommen, wird der Arzt gemeinsam mit dem Patienten eine Behandlungsplan erstellen, der auf die individuelle Lebensweise des Patienten abgestimmt ist. Liegt ein Typ 1 Diabetes oder ein schwerer Typ 2 Diabetes vor, wird der Patient im Umgang mit Insulin geschult.

Obwohl man in Zukunft wohl etwas mehr planen und auf Ernährung und Bewegung achten muss, steht die Diagnose Diabetes einem glücklichen und gesunden Leben nicht mehr im Wege.

Wie kann man den Blutzucker messen?

Den eigenen Blutzucker messen kann man am besten durch ein Blutzuckermessgerät, das in der Apotheke erhältlich ist. Mithilfe einer Stechhilfe wird ein Tropfen Blut aus der Fingerkuppe entnommen und auf einen separat erhältlichen Teststreifen aufgetragen, der in das Messgerät eingeführt wird. Innerhalb weniger Sekunden wird dann der Blutzuckerwert ermittelt.

Menschen mit Typ 1 Diabetes erhalten die Teststreifen auf Rezept, denn sie müssen aufgrund der zwangsläufigen Insulintherapie mindestens vier Mal am Tag messen. Typ 2 Diabetiker, die ihre Krankheit durch Diät kontrollieren, müssen die Kosten meist selber tragen.

Was ist ein idealer Blutzuckerwert?

Generell gilt folgendes: Ein normaler Blutzuckerwert ist ein idealer Zuckerwert, denn es ist das Ziel jeder Diabetestherapie, den Blutzucker den Normwerten von Nichtdiabetikern so gut wie möglich anzunähern. Gleichzeitig sollen sowohl Unterzuckerungen als auch besonders hohe Werte (Blutzuckerspitzen) nach den Mahlzeiten vermieden werden.

Idealerweise sollten die Blutzuckerwerte nüchtern und vor dem Essen zwischen 90 und 120mg/dl liegen. Zwei Stunden nach nach der Mahlzeit sollten die Zuckerwerte unter 140mg/dl liegen.

Es ist leider auch für den gewissenhaftesten Diabetiker nicht möglich, den Blutzucker immer im Bereich der Normalwerte zu halten. Gerade für weibliche Typ 1 Diabetiker ist dieses Unterfangen besonders schwierig, da zu den üblichen Faktoren wie Krankheit und Temperaturschwankungen auch noch die zyklusbedingten hormonellen Schwankungen hinzukommen, bei denen der Körper entweder viel mehr oder viel weniger Insulin als sonst benötigt.

Jedoch kann die Bedeutung von normalen Blutzuckerwerten für die Vorbeugung von langfristigen Diabeteskomplikationen nicht oft genug betont werden. Auch wenn es manchmal noch so schwierig ist, die Zuckerwerte in den Normalbereich zu bringen und dort auch zu halten, ist dies unerlässlich, wenn man schweren Komplikationen vorbeugen will.

Sollen die Blutzuckerwerte nüchtern oder nach dem Essen gemessen werden?

Diabetiker sollten ihre Blutzuckerwerte nüchtern, am besten direkt nach dem Aufwachen, messen. Das Ergebnis gibt Aufschluss darüber, wie der Blutzucker über Nacht eingestellt war und ob die richtige Menge Insulin gespritzt wurde.

Zusätzlich ist es auch wichtig, die Zuckerwerte nach dem Essen zu messen, um zu überprüfen, ob man genug Insulin für die Mahlzeit gespritzt hat. Allerdings sollte man ein bis zwei Stunden nach dem Essen warten, denn erst dann hat das Insulin seine volle Wirksamkeit erreicht.

Was ist der glykämische Index?

Der glykämische Index (GI) ist ein ungefähres Maß für den Blutzuckeranstieg nach dem Verzehr von Kohlehydraten. Als Referenzgröße für den GI dient der Blutzuckeranstieg nach Verzehr von 50g Traubenzucker. Dieser Wert wird als 100 definiert. Die Angabe des GI erfolgt in Prozent.

Ein hoher GI bedeutet einen schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Bei einem niedrigen GI gehen die Kohlenhydrate langsamer ins Blut über. Manche Ärzte empfehlen Diabetikern, vorwiegend kohlenhydrathaltige Lebensmittel mit niedrigem GI zu verzehren. Dazu gehören Vollkornprodukte, Nudeln, Hülsenfrüchte sowie Milchprodukte. Lebensmittel mit hohem GI sollten bei Unterzuckerungen verzehrt werden, um den Blutzucker schnell anzuheben. Dazu gehören alle Arten von Zucker, sowie Weißmehlprodukte. Auch manche Obstsorten, wie beispielsweise Bananen, haben einen hohen GI.

Ob der glykämische Index bei Diabetes wirklich so ernstgenommen werden sollte, wie manche behaupten, ist eher fraglich, denn ob der Blutzucker ansteigt, hängt nicht nur von dem verzehrten Lebensmittel ab. In erster Linie ist auch wichtig, wieviel Fett die Mahlzeit enthält, denn Fett verlangsamt die Zuckerabsorption im Körper. Ausserdem kommen noch Wetter, sowie die Tageszeit als Faktoren hinzu: die meisten Diabetiker brauchen bei kalten Wetter sowie in der ersten Tageshälfte mehr Insulin und müssen diese Umstände deshalb berücksichtigen.

Was bedeutet HbA1c?

Der HbA1c Wert ist ein wichtiger Indikator für die durchschnittliche Blutzuckerlage der letzten drei Monate. Ist der Wert zu hoch, ist die Lage bedenklich. Oft wird er auch nach der Diagnose gemessen, um herauszufinden, wie lange der Diabetes schon vorliegt.

Der HbA1c Wert misst, wieviele rote Blutkörperchen – auch Hämoglobin genannt – Zuckermoleküle aus dem Blut gebunden haben. Ein hoher HbA1c Wert bei einem Diabetiker bedeutet also, dass sein Blutzuckerspiegel die vergangenen Wochen schlecht eingestellt war. Je länger und umso mehr der Blutzucker erhöht ist, desto mehr Zucker bindet das Hämoglobin. Diabetiker haben also fast immer einen höheren HbA1c Wert als Nichtdiabetiker. Der HbA1c gibt einen Überblick über die letzten drei Monate, denn die roten Blutkörperchen werden nach einer Lebenszeit von etwa drei Monaten abgebaut.

Liegt der HbA1c Wert eines Diabetikers zwischen 6.5 und 7.5 Prozent, ist er noch im grünen Bereich. Bei älteren Menschen sind auch etwas höhere Werte noch akzeptabel. Allerdings sollten die Werte nicht ständig über acht liegen. Welcher Wert angestrebt wird und wie er sich erreichen lässt, ist individuell verschieden und sollte vom behandelnden Arzt festgelegt werden.

Wer sollte einen Diabetes Check machen lassen?

Das Diabetes Risiko wird durch Übergewicht, Bewegungsmangel sowie zunehmendes Alter stark erhöht. Wer zusätzlich noch enge Verwandte mit Diabetes hat, sollte unbedingt einen Diabetes Risiko Test durchführen. Allerdings handelt es sich hierbei um das Risiko, an einem Typ 2 Diabetes zu erkranken, das Risiko, an Typ 1 Diabetes zu erkranken, lässt sich leider nicht berechnen.

Hat man laut Test ein erhöhtes oder sogar stark erhöhtes Risiko, an Typ 2 Diabetes zu erkranken, empfiehlt sich eine langfristige Änderung des Lebensstils. Durch eine Umstellung der Ernährung, Sport und Gewichtsverlust kann man das Risiko erheblich mindern.

Gibt es einen Diabetes Test aus der Apotheke?

Ja, ein Diabetes Test aus der Apotheke ist zwar lange nicht so zuverlässig wie der vom Arzt, kann aber durchaus aussagekräftige Ergebnisse liefern.

Die Teststreifen aus der Apotheke müssen für einige Zeit in den Urin gehalten werden. Anschließend vergleicht man die Verfärbung an der Spitze des Streifens mit einer Farbskala. Je nach Verfärbung kann man einen Diabetes entweder bestätigen oder ausschließen. Da ein unbehandelter Diabetes extrem schädlich für den Körper ist, sollte man schon beim kleinsten Verdacht auf die Krankheit unbedingt sofort zum Arzt.

Kann man eine Diabetes Test online machen?

Ja, es gibt zahlreiche Diabetes Tests, die man online durchführen kann.

Allerdings kann man damit nur sein Risiko, einen Typ 2 Diabetes zu entwickeln, errechnen lassen. Ob ein Diabetes bereits vorliegt, kann man so nicht bestimmen, denn dafür sind Blutuntersuchungen notwendig.

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