Erektionshilfe

Etwa jeder dritte Mann ist im Laufe seines Lebens vorübergehend oder dauerhaft mit Erektionsstörungen konfrontiert. Fachsprachlich werden diese als erektile Dysfunktion bezeichnet. Gerade bei jungen Männern sind die Ursachen dafür häufig psychisch, etwa Stress, Anspannung oder Versagensängste. Löst sich das Problem nicht von selbst wieder, so gibt es eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, von denen jedoch ein Großteil lediglich auf die Symptome und nicht die tatsächlichen Ursachen der Erektionsstörung zielt.

Was hilft bei erektiler Dysfunktion?

Treten Erektionsprobleme über einen längeren Zeitraum hinweg auf, ist es wichtig, damit offen umzugehen. Denn egal ob sie psychisch oder körperlich bedingt sind, häufig verschlimmern sich die Symptome noch, wenn sie totgeschwiegen werden. Im offenen Gespräch mit der Partnerin, dem Arzt oder einem Psychologen kann dann nach der richtigen Lösung gesucht werden. Liegt eine psychische Ursache vor, so kann oft schon eine Gesprächstherapie helfen. In anderen Fällen kann zu weiteren Erektionshilfen gegriffen werden.

Welche Erektionshilfen gibt es?

Vor der Anwendung von Erektionshilfen ist es sinnvoll, sich ärztlich beraten zu lassen, um eventuelle körperliche Ursachen auszuschließen oder entsprechend behandeln zu können. Zur Behandlung der Symptome stehen eine Reihe von Methoden zur Auswahl.

Medikamentöse Behandlung

Zur medikamentösen Behandlung von Erektionsstörungen werden in Deutschland sogenannte Phosphodiesterase-5-Hemmer (PDE-5-Hemmer) eingesetzt. Bei den Wirkstoffen handelt es sich um:

Die Wirkstoffe sind in Form von verschreibungspflichtigen Tabletten erhältlich. Unterschiede bestehen hauptsächlich darin, wie sie dosiert werden und wie lange sie wirken. Insgesamt zeigen sich bei etwa 70 bis 80 Prozent der Männer, die PDE-5-Hemmer einnehmen, positive Auswirkungen. Das bekannteste erhältliche Medikament ist Viagra, in dem der Wirkstoff Sildenafil enthalten ist.

Die Wirkungsweise von PDE-5-Hemmern besteht, wie der Name vermuten lässt, in der Hemmung des körpereigenen Enzyms Phosphodiesterase-5. Da dieses Enzym für den Abbau eines Botenstoffes verantwortlich ist, welcher bei Erregung die Durchblutung im Penis steigert, führt seine Hemmung dazu, dass die Erektion länger bestehen bleibt. Die Wirkung besteht also nur dann, wenn der Mann natürlich erregt ist und steigert nicht das Lustgefühl.

Medizinische Penispumpe

Bei der medizinischen Penispumpe oder Vakuumpumpe handelt es sich um einen Plastikzylinder, der über den Penis gestreift wird. Anschließend wird elektrisch oder manuell durch Pumpen Unterdruck erzeugt, wodurch Blut in den Schwellkörper geleitet wird. Die bestehende Erektion wird dann über einen Stauring erhalten, der auf die Peniswurzel aufgesetzt wird. Etwa 90 Prozent der betroffenen Männer haben mit dieser Methode Erfolg.

Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT)

Bei dieser Methode, die auch als Penisspritze bekannt ist, injiziert sich der Mann ein Präparat in den Schwellkörper, das nach einigen Minuten zu einer Erektion führt. Diese hält in etwa eine Stunde an. Ungemein wichtig ist hier, dass die richtige Dosierung mit dem Arzt abgestimmt wird. Bei falscher Anwendung kann die Spritze zu einer mehrstündigen Dauererektion führen, die sowohl schmerzhaft als auch gefährlich sein kann.

Medikamentöses Urethrales System zur Erektion (MUSE)

Bei dieser Methode wird über eine Art Minizäpfchen der Wirkstoff Alprostadil in die Harnröhre eingeführt. Durch die Harnröhenwand führt das Alprostadil dann nach einigen Minuten im Schwellkörper zu einer Erektion. Diese kann zwischen 30 und 60 Minuten anhalten.

Schwellkörperimplantate

Letztendlich gibt es die Möglichkeit einer Schwellkörperprothese. Da diese einen operativen Eingriff bedeutet und irreversibel ist, ist im Voraus eine ausführliche ärztliche Beratung notwendig. Die Implantate sind ein zwei Formen verfügbar:

  • Hydraulisches Implantat: Hiermit kann der Penis "per Knopfdruck" auf den Hodensack zur Erektion und zum Abschwellen gebracht werden.
  • Biegsames Implantat: Diese Art von Implantaten sind immer steif, können aber nach unten gebogen werden und sind so unter der Hose nicht bemerkbar.

Hilfe bei Erektionsstörungen

Erektionshilfen gibt es demnach in vielerlei Form. Wer unter Erektionsstörungen leidet, kann in Absprache mit Partnerin, Arzt und Psychologen mit Sicherheit individuell die richtige Methode finden.

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