Penispumpe

Wer unter Impotenz leidet, die sich nicht durch psychologische Unterstützung alleine lösen lassen, steht vor der Entscheidung, welche Erektionshilfe ihm wieder zu einem erfüllten Sexleben verhelfen kann. Neben medikamentösen Behandlungsmethoden, Injektionen oder Implantaten gibt es die Möglichkeit, eine Penispumpe zu verwenden. Die Erfolgsquote dieser Methode ist jedoch weit nicht so effizient und zuverlässig wie bei Potenzmitteln.

Was ist eine medizinische Penispumpe?

Bei der Vakuum-Erektionshilfe handelt es sich um die älteste Behandlungsform der erektilen Dysfunktion, wie Erektionsstörungen fachsprachlich bezeichnet werden. Im Vergleich zu anderen Erektionshilfen hat sie vor allem den Vorzug, dass kaum Nebenwirkungen zu erwarten sind. Allerdings ist sie im Gebrauch ein wenig umständlich und ist besonders dann zu empfehlen, wenn der Betroffene sich in einer festen Partnerschaft befindet.

Für wen ist eine Penispumpe geeignet?

Erektile Dysfunktion ist ein Problem, mit dem etwa jeder dritte Mann im Laufe seines Lebens konfrontiert ist. Häufig sind gerade bei jungen Männern die Erektionsstörungen nur vorübergehend, doch mit steigendem Alter nimmt die Anzahl der Männer zu, die unter dauerhafter Impotenz leiden.

Die Ursachen von Erektionsstörungen können vielfältig sein. Häufig ist die erektile Dysfunktion rein psychisch bedingt. Das Auftreten von Erektionsstörungen kann zudem wiederum eine starke psychische Belastung bedeuten. Auch heute noch ist das Thema mit einem großen Stigma besetzt und viele Männer befürchten, als Versager wahrgenommen zu werden. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass der Versuch, das Thema unter den Teppich zu kehren, die Problematik nur weiter verschlimmert.

Es ist deshalb immer angeraten, zunächst einen Arzt aufzusuchen, denn Erektionsstörungen können auch ein Symptom einer ernsthaften Krankheit darstellen. Sie stehen unter anderem im Zusammenhang mit:

  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Schädigung der Nervenenden durch Operationen
  • Alkohol- und Nikotinkonsum
  • Stress und andere psychische Ursachen

Jenen Männern allerdings, bei denen keine körperliche Ursache vorliegt, ist meist schon mit einer Gesprächstherapie geholfen und es wird gar keine Erektionshilfe benötigt. Erst wenn die körperlichen und psychischen Ursachen also eindeutig geklärt sind, ist es sinnvoll, über die richtige Erektionshilfe nachzudenken. Es steht zur Behandlung von erektiler Dysfunktion eine Reihe von Methoden zur Auswahl, von denen nicht alle für jeden Betroffenen geeignet sind. Hierzu zählen:

  • Medikamentöse Behandlung
  • Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT)
  • Medikamentöses Urethrales System zur Erektion (MUSE)
  • Schwellkörperimplantate
  • Medizinische Penispumpen

Weitere Informationen zu Erektionshilfen finden sie hier.

Wer sich nach ärztlicher Beratung für eine Penispumpe entscheidet, wird sich zunächst mit den Prinzipien der Anwendung vertraut machen.

Penispumpe – Anwendung

Die Anwendung einer Penispumpe erfordert zu Beginn ein wenig Übung. Hat man sich mit dem Gerät jedoch erst einmal vertraut gemacht und hält sich an einige grundlegende Regeln, kann kaum noch etwas schiefgehen.

Wie kann ich mir die Anwendung einer Penispumpe vorstellen?

Die Bestandteile einer Penispumpe sind wie folgt:

  • ein durchsichtiger Plastikzylinder
  • eine Pumpe, die manuell oder elektronisch bedient wird
  • Stauringe zum Aufsetzen auf die Peniswurzel

Der Plastikzylinder wird auf den schlaffen Penis aufgesetzt und eng an den Körper gehalten. Mittels der Pumpe wird dem Inneren des Zylinders anschließend Luft entzogen. Durch diesen Mechanismus entsteht Unterdruck, der dafür sorgt, dass Blut in den Schwellkörper fließt. Eine Erektion entsteht, die nun durch einen Stauring, der auf die Peniswurzel aufgesetzt wird, erhalten wird.

Was muss ich bei der Anwendung einer Penispumpe beachten?

Um Schmerzen und eventuellen Schädigungen des Schwellkörpers vorzubeugen, sind bei der Anwendung einige Punkte zu beachten.

  • Gleitmittel: Bevor der Zylinder auf den Penis aufgesetzt wird, ist es hilfreich, großzügig Gleitmittel auf dem Penis und der Innenseite des Zylinders zu verteilen. Die Verwendung kann sonst unter Umständen schmerzhaft sein.
  • Dosierung des Drucks: Sowohl bei der manuellen als auch bei der elektronischen Pumpe ist es wichtig, dass nicht zu schnell zu viel Druck entsteht. Dies kann zu Schmerzen, Blutblasen und Blutstau führen. Es ist daher ratsam, langsam vorzugehen und beim Pumpen kleine Pausen einzulegen.
  • Wahl des Penisrings: Jede Penispumpe wird mit einem Set von Penisringen in verschiedenen Größen geliefert. Zu Beginn ist es ratsam, verschiedene Größen auszuprobieren, um den idealen Ring zu wählen, der die Zeitspanne der Erektion optimiert, aber keine Schmerzen verursacht.
  • Abnehmen des Penisringes: Es ist wichtig, dass der Penisring nach spätestens 30 Minuten abgenommen wird, damit sich wieder eine normale Durchblutung einstellt.

Wie wirkt eine Penispumpe?

Die über die Penispumpe erzeugte Erektion hält in der Regel lange genug an, um befriedigenden Geschlechtsverkehr zu haben. Der Penisring wirkt sich nicht auf den Orgasmus aus, allerdings kann in einigen Fällen der Samenerguss behindert werden. Das Sperma wird dann in die Harnblase gepresst, wodurch der Urin getrübt wird. Bei einigen Männern tritt auch ein Kältegefühl im Penis auf. Außerdem unterscheidet sich eine durch Pumpen erzeugte von einer natürlichen Erektion dadurch, dass nur der vordere, sichtbare Teil des Schwellkörpers erigiert ist. Der Penis kann demnach an der Wurzel abknicken.

Trotz dieser Effekte, die den Geschlechtsverkehr weniger natürlich erscheinen lassen mögen, bietet eine medizinische Penispumpe eine große Hilfe für Paare, die sonst möglicherweise auf Geschlechtsverkehr verzichten müssten. Zu Beginn mag die Verwendung etwas gewöhnungsbedürftig sein, doch mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sie schon nach kurzer Zeit als vollkommen natürlich wahrgenommen. Ein offener Umgang und das Einbeziehen beider Partner in die Anwendung der Pumpe kann diesen Prozess erleichtern.

Kann ich eine Penispumpe kaufen?

Eine Penispumpe erwerben kann im Grunde genommen jeder. Bei Verschreibung durch einen Arzt werden die Kosten zudem vollständig von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Die Absprache mit einem Arzt ist nicht nur in dieser Hinsicht von Vorteil. Wer unter Erektionsstörungen leidet, dem ist mit einer ausführlichen Untersuchung und einer professionellen Beratung meist schon sehr viel geholfen.

Penispumpe zur Penisverlängerung?

Die Penispumpe wird auch gerne als Sexspielzeug verwendet, da sie zu einer größeren Erektion verhelfen kann, als dies unter natürlichen Umständen der Fall ist. Es wird zudem damit geworben, dass die dauerhafte und regelmäßige Anwendung von Penispumpen und ähnlichen Geräten zu einer Penisvergrößerung führen kann. Dies ist in keinster Weise wissenschaftlich belegt. Außerdem besteht bei zu starkem Pumpen die Gefahr, dass Gewebe geschädigt wird. Die in Sexshops erhältlichen Penispumpen weisen meist eine schlechte Qualität auf und zur Behandlung bei erektiler Dysfunktion sind sie nicht zu empfehlen.

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