Die 10 sichersten Verhütungsmethoden

Frauen würden ohne Verhütung zwischen der Pubertät und den Wechseljahren durchschnittlich jedes zweite Jahr ein Kind bekommen. Verhütungsmittel ermöglichen es Frauen, die Familienplanung in die eigene Hand zu nehmen. Dabei gibt es verschiedenste Möglichkeiten, bei denen vor allem Effektivität und Verträglichkeit in Betracht gezogen werden sollten. Wie sicher eine Verhütungsmethode ist, geht aus dem Pearl-Index hervor.

Top 10 der Verhütungsmittel

Zur sicheren Schwangerschaftsverhütung stehen Frauen eine Auswahl an hormonellen und hormonfreien Verhütungsmethoden zur Auswahl. Welche Art der Verhütung am besten geeignet ist, hängt von dem allgemeinen Gesundheitszustand, des Lebensstils und individuellen Präferenzen ab.

Frauen, die keine Östrogene vertragen, ein erhöhtes Thromboserisiko aufweisen oder Rauchen, sollten auf Präparate, die nur Gestagen beinhalten oder hormonfreie Verhütungsmethoden zurückgreifen. Langfristige Verhütungsmittel wie z.B. das Hormonimplantat, die Spirale, Verhütungsring oder –pflaster sind vor allem für Frauen empfehlenswert, die nicht täglich an ihre Verhütung denken möchten bzw. aufgrund ihres Lebensstils nicht jeden Tage zur gleichen Zeit die Pille schlucken können.

Vor der Entscheidung, welche Verhütungsmethode man nutzen möchte, ist es wichtig sich umfassend zu informieren und Rücksprache mit dem Frauenarzt zu halten. Sollte das gewünschte Verhütungsmittel nicht vertragen werden, kann nach ärztlicher Absprache gewechselt werden.

Hormonimplantat
Vorteile Nachteile
langfristiger Verhütungsschutz nicht für Frauen mit mittelfristigem Kinderwunsch geeignet
keine Anwendungsfehler kleiner operativer Eingriff zum Einsetzen wird benötigt
Durchfall und Erbrechen beeinträchtigen die Wirkung nicht Implantat wandert möglicherweise
gilt als sehr sichere Verhütungsmethode erhöhtes Thromboserisiko
Hormonspirale

Die Hormonspirale wird von einem Frauenarzt in die Gebärmutter eingeführt und gibt dort kleine Mengen an Gestagenen ab. Diese verdicken den Schleim im Gebärmutterhals, damit dieser für Spermien undurchlässig wird. Zusätzlich wird die Beweglichkeit der Spermien gehemmt und die Einnistung einer befruchteten Eizelle erschwert. Die Hormonspirale kann je nach Modell 3 bis 5 Jahre in der Gebärmutter verbleiben. Der Pearl-Index der Hormonspirale beträgt 0,16.

Vorteile Nachteile
langfristiger Verhütungsschutz das Einsetzen kann Verletzungen verursachen
keine Anwendungsfehler kein Schutz vor Geschlechtskrankheiten
Durchfall und Erbrechen beeinträchtigen die Wirkung nicht einem kurzfristigen Kinderwunsch kann nicht nachgegangen werden
gilt als sehr sichere Verhütungsmethode muss von einem Gynäkologen eingesetzt werden
Antibabypille

Die Antibabypille ist seit den 60er Jahren erhältlich und für die meisten Frauen das Verhütungsmittel erster Wahl. Sie schützt doppelt vor einer ungewollten Schwangerschaft, da sie neben einem Gestagen auch ein Östrogen enthält, das den Eisprung verhindert. Antibabypillen sind in verschiedenen Hormonkombinationen und Dosierungen erhältlich. Neben der Empfängnisverhütung werden bestimmte Präparate auch zur Zyklusregulierung oder Behandlung von Akne angewandt. Die Antibabypille gilt mit einem Pearl-Index von 0,1 bis 0.9 als sehr sicher und zudem als gut verträglich. Die Einnahme der Antibabypille erfolgt für 21 Tage täglich, gefolgt von einer 7-tägigen Pillenpause, in der eine sogenannte Abbruchblutung stattfindet.

Vorteile Nachteile
sehr sicheres Verhütungsmittel Einnahme zur gleichen Zeit muss beachtet werden
Regelschmerzen können reduziert werden kein Schutz vor Geschlechtskrankheiten
Hautprobleme können positiv beeinflusst werden Eingriff in den natürlichen Zyklus
kein medizinischer Eingriff nötig erhöhtes Thromboserisko
Kontrolle über den Zyklus Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Verminderung der Periodenstärke Wirksamkeitsherabsetzung durch Durchfall oder Erbrechen
Minipille mit Desogestrel

Minipillen, die das Gestagen Desogestrel beinhalten, gelten als sicherer als Minipillen mit einem anderen Gestagenn (z.B. Levonorgestrel), da das hier höher dosierte Gestagen zusätzlich den Eisprung verhindert. Aufgrund der höheren Hormondosis ist gleichzeitig das Einnahmefenster bei Minipillen mit Desogestrel 12 Stunden lang, wer empfindlich auf die Hormonzufuhr reagiert beobachtet jedoch gegebenenfalls stärkere Nebenwirkungen. Der Pearl-Index dieser Pillenart beträgt 0,14.

Vorteile Nachteile
kann während der Stillzeit eingenommen werden Wirksamkeit hängt stark von der Einnahme zur immer gleichen Zeit ab
für Raucherinnen geeignet kein Schutz vor Geschlechtskrankheiten
für Frauen über 35 geeignet Zwischenblutung können vorkommen
sicherer Schwangerschaftsschutz Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
kein medizinischer Eingriff nötig Wirksamkeitsherabsetzung durch Durchfall oder Erbrechen
Depotspritze

Frauen, die mit der Depotspritze verhüten müssen sich alle 3 Monate von einem Arzt Gestagen in den Gesäß- oder Oberarmmuskel injizieren lassen. Damit die 3-Monatsspritze ausreichend lang zuverlässig wirkt, muss eine relativ hohe Hormondosis gespritzt werden. Aufgrund dessen empfehlen einige Frauenärzte dieses Verhütungsmittel nur, wenn die Familienplanung bereits abgeschlossen ist oder wenn keine anderen Verhütungsmittel vertragen werden. Das gespritzte Gestagen bewirkt neben der Verdickung des Zervixschleims auch die Verhinderung des Eisprungs. Die Depotspritze gilt aufgrund des Pearl-Index Werts von 0,2 bis 1,4 als sicheres Verhütungsmittel.

Vorteile Nachteile
langfristiger Verhütungsschutz spontane Schwangerschaft nicht möglich
keine Anwendungsfehler sollte nicht länger als 2 Jahre verwendet werden
Durchfall und Erbrechen beeinträchtigen die Wirkung nicht starke Nebenwirkungen (Zwischenblutungen) sind möglich
gilt als sehr sichere Verhütungsmethode hohe Hormondosis
Vaginalring

Der Vaginalring (NuvaRing) wird von der Frau in die Vagina eingeführt. Dort gibt der Ring lokal geringe Mengen an Östrogen und Gestagen ab und verhindert dadurch den Eisprung bzw. die Befruchtung und Einnistung des Follikels. Nach 3 Wochen wird der Vaginalring entfernt und es folgt eine einwöchige Pause. Danach wird ein neuer Ring eingeführt. Der Pearl-Index Wert dieses Verhütungsmittels ist 0,4 bis 0,65.

Vorteile Nachteile
einfache Anwendung kann beim Sex als störend empfunden werden
geringe hormonelle Belastung kann beim Geschlechtsverkehr verrutschen
kein Wirkungsverlust durch Erbrechen kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten
Minipille

Die Minipille ist eine Verhütungsmethode frei von Östrogen, mit einer niedrigen Dosierung eines synthetischen Gestagens. Das Gestagen sorgt im Körper dafür, dass der Zervixschleim sich verdickt, sodass die Spermien nicht in die Gebärmutter eindringen können. Minipillen mit dem Gestagen Levonorgestrel oder Norethisteron müssen 28 Tage lang durchgehend, ohne Pillenpause, eingenommen werden. Dabei ist die Einnahme zur gleichen Uhrzeit besonders wichtig, da das tägliche Einnahmezeitfenster lediglich 3 Stunden lang ist. Wird die Minipille zu spät eingenommen, wird die empfängnisverhütende Wirkung beeinträchtigt. Durch die niedrige Dosierung des Hormons und eine vergleichbar minimierte Auswirkung auf den Hormonhaushalt der Frau, gilt die Minipille als gutverträglich und nebenwirkungsarm. Der Pearl Index der Minipille liegt zwischen 0,14 – 0,4. Das bedeutet, dass von 1000 Frauen die mit der Minipille korrekt verhüten, 1 bis 4 Frauen schwanger werden.

Vorteile Nachteile
kann während der Stillzeit eingenommen werden Einnahme zur immer gleichen Zeit erforderlich
für Raucherinnen geeignet kein Schutz vor Geschlechtskrankheiten
gilt als sehr sichere hormonelle Verhütungsmethode Zwischenblutungen können vorkommen
für Frauen über 35 geeignet Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
schließt Risiko der Östrogenunverträglichkeit aus Wirksamkeitsherabsetzung durch Durchfall oder Erbrechen
Hormonpflaster

Das Hormonpflaster enthält ebenso wie die Antibabypille und der Vaginalring ein Östrogen und ein Gestagen. Das Evra-Pflaster wird ein Mal wöchentlich auf den Bauch, Po oder Oberarm angebracht und gibt die enthaltenen Hormone transdermal ab. Das Pflaster unterdrückt den Eisprung und verdickt zusätzlich den Zervixschleim, sodass Spermien nicht in die Gebärmutter gelangen können.

Vorteile Nachteile
leichte Handhabung Haftung des Pflasters muss regelmäßig überprüft werden
es muss nicht jeden Tag an Verhütung gedacht werden Hautreizungen können auftreten
regelmäßiger Zyklus kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten
Kupferspirale

Die Kupferspirale ist ein Kunststoffstäbchen in T-Form, das mit einem dünnen Kupferdraht umwickelt ist. Die Spirale wird von einem Frauenarzt eingeführt und kann bis zu 5 Jahren in der Gebärmutter verbleiben. Die genaue Wirkung der Kupferspirale ist nicht bekannt, jedoch wird angenommen, dass das Kupfer den Gebärmutterschleim verändert und die Beweglichkeit der Spermien hemmt. Diese Verhütungsmethode ist besonders für Frauen geeignet, die keine Hormone vertragen. Der Pearl-Index wird mit 0,9 bis 3 angegeben.

Vorteile Nachteile
langfristiger Verhütungsschutz (bis zu 10 Jahre) Einsetzen kann schmerzen
keine Anwendungsfehler Verletzungen der Gebärmutter sind möglich
Durchfall und Erbrechen beeinträchtigen die Wirkung nicht kein Schutz vor Geschlechtskrankheiten
keine Belastung durch Hormone, der natürliche Zyklus wird nicht beeinflusst muss von einem Gynäkologen eingesetzt werden
eine Schwangerschaft ist sofort nach Entfernung möglich starke Nebenwirkungen (Zwischenblutungen) sind möglich
Kondom

Kondom und Femidom schütz, ohne in den Hormonhaushalt einzugreifen, neben einer ungewollten Schwangerschaft auch vor der Ansteckung von Geschlechtskrankheiten. Kondom und Femidom zählen zu den mechanischen Barrieremethoden. Beide Verhütungsmittel fangen den Samen auf; das Femidom in der Scheide und das Kondom direkt am Penis. Voraussetzung für einen zuverlässigen Schutz ist jedoch die korrekte Anwendung. Der Pearl-Index beläuft sich hierbei auf 2 bis 12.

Vorteile Nachteile
Schutz vor Geschlechtskrankheiten unsicher bei falscher Anwendung
keine hormonellen Nebenwirkungen kann Allergien hervorrufen
eine Schwangerschaft ist jederzeit realisierbar kann beim Sex als störend empfunden werden

Test: Welches Verhütungsmittel passt zu mir?

Ob Pille, Spirale, Hormonpflaster oder Kondom - es kann schwierig sein aus der Vielzahl an Angeboten das richtige Verhütungsmittel für die persönlichen Bedürfnisse zu finden. Unser Verhütungs-Checker kann Ihnen dabei helfen eine informierte Entscheidung zu treffen, damit Sie Ihre Familienplanung im Griff behalten.

Der Pearl-Index als Richtwert zur Sicherheit von Verhütungsmittel

Bei der Auflistung der zehn sichersten Verhütungsmittel wurde auf Basis des Pearl-Index erstellt. Der Pearl-Index misst, wie Wirksam verschiedene Verhütungsmethoden sind. Er gibt an, wie hoch der Anteil der Frauen ist, die trotz Verwendung eines bestimmten Verhütungsmittels im Zeitraum von einem Jahr schwanger werden. Ein niedriger Pearl-Index bestätigt somit die Zuverlässigkeit einer bestimmten Verhütungsmethode.

Bei der Berechnung des Pearl-Index werden Parameter wie die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs nicht miteinbezogen. Außerdem ist die Größe oder minimale Grundgesamtheit bei Stichproben nicht vorgeschrieben. Bei Verhütungsmethoden, die weit verbreitet sind und die es schon seit längerer Zeit gibt, kann der Pearl-Index aufgrund der besseren Datenlage viel genauer angegeben werden, als bei neueren Verhütungsmittel.

Der Pearl Index verschiedener Verhütungsmethoden im Vergleich:

Verhütungsmethode minimum Pearl-Index Wert maximum Pearl-Index Wert
Keine Verhütung 30 85
Kalendermethode 9 9
Portiokappe 6 6
Verhütungsschwamm 5 10
Kondom für die Frau 5 25
Billings-Methode 5 35
Coitus interruptus 4 30
Chemische Verhütungsmittel 3 21
Kondom 2 (0,6 bei optimaler Anwendung) 12
Diaphragma 1 20
Temperaturmethode 0,8 3
Hormonpflaster 0,72 0,9
Mini-Pille 0,5 3
Verhütungsring 0,4 0,65
Symptothermale Methode 0,4 2,3
Kupferspirale 0,3 0,8
Depotspritze 0,3 0,88
Sterilisation der Frau 0,2 0,3
Hormonspirale 0,16 0,16
Sterilisation des Mannes 0, 1 0, 1
Kupferkette 0,1 0,5
Antibabypille 0,1 0,9
Hormonimplantat 0 0,08

Ausschlaggebend für einen zuverlässigen Schutz ist die korrekte Anwendung der jeweiligen Verhütungsmethode, weshalb längerfristige, von einem Arzt eingeführte Verhütungsmittel insgesamt einen niedrigeren Pearl-Index aufweisen, als Methoden, die größere Disziplin und Kenntnis bezüglich der Anwendung der Verwender voraussetzen.

Was muss ich bei der hormonellen Verhütung beachten?

Hormonelle Verhütungsmittel wie die Antibabypille sind die verbreitetsten Methoden zur Empfängnisverhütung, doch nicht jede Frau kann sich auf eine hormonelle Verhütung verlassen. In bestimmten Situationen besteht eine Unverträglichkeit gegenüber der eingenommen Hormone oder eine gesundheitliche Vorbelastung, die die hormonelle Therapie ausschließt. Hier ein Überblick über die Gegenanzeigen zur Anwendung bestimmter hormoneller Präparate:

Kombinierte Pille Minipille Verhütungsring Verhütungs- pflaster Notfall- verhütung
Schwangerschaft
Migräne
Bluthochdruck
Stillen
Älter als 35 und Raucher
Frauen, die mehr als 90kg wiegen
Frauen, die andere Verhütungsmethoden benutzen

Sollten Sie nicht sicher sein, ob ein Hormonpräparat bei Ihnen in Frage kommt, kann Ihr Frauenarzt weitere Informationen zu den verschiedenen Verhütungsmöglichkeiten bereitstellen und Ihnen die für Sie geeigneten Methoden vorstellen. Falls Sie Nebenwirkungen während der Behandlung mit einem Hormonpräparat beobachten, sollte ein Wechsel auf ein Alternativpräparat in Betracht gezogen werden.

Alternative Verhütungsmittel

Coitus Interruptus

Der Pearl-Index von Sex ohne Verhütung liegt bei 30 bis 85. Wird Coitus Interruptus zur Schwangerschaftsprävention angewandt sinkt der Wert auf 4 bis 27. Dennoch ist das "Rausziehen" keine sichere Verhütungsmethode, da der Mann über viel Disziplin verfügen muss und Spermien auch schon vor der Ejakulation aus dem Penis austreten können. Des weiteren gelten vor allem Methoden der natürlichen Familienplanung "NFP" und Barrieremethoden als relativ unsicher, da sie viel Disziplin und Können bedürfen, wodurch es häufiger zu Anwendungsfehlern kommen kann.

Verhütung durch Zyklusberechnung

Die sogenannte Kalendermethode oder Zyklusberechnung, bei der die Frau ihren Zyklus aufzeichnet und aufgrund dessen die unfruchtbaren und fruchtbaren Tage identifiziert, weist einen Pearl-Index von 9 bis 30 auf. Da der Menstruationszyklus nicht immer regelmäßig ist und sich verändern kann gilt die Anwendung dieser Methode als unsicher. Die Billings-Methode, bei der die Frau anhand der Beschaffenheit des Zervikalschleims auf einen bevorstehenden Eisprung schließt, hat einen Pearl-Index von 15. Aufgrund von möglichen Anwendungsfehlern gelten auch das Femidom und die Portiokappe als unsicher. Sie weisen einen Pearl-Index-Wert von 5 bis 25 (Femidom) und 2 bis 18 (Portiokappe) auf.

Verhütung durch Temperaturmessung

Neben dem Coitus Interruptus und der Kalendermethode gehört die Temperaturmessung zu den natürlichen Verhütungsmethoden. Dabei wird durch die Messung der Basaltemperatur (Körperkerntemperatur nach dem Aufwachen) der Zeitpunkt des weiblichen Eisprungs ermittelt. Meist wird dies mit der Beobachtung der Veränderung des Zervixschleims, der sogenannten Billings-Methode, verbunden. Der Pearl-Index der Temperaturmessung beträgt 0,8 bis 3.

Diaphragma

Das Diaphragma wird am Muttermund der Frau angebracht und hält die Spermien dadurch davon ab, zur Eizelle zur gelangen. Die Verwendung dieses Verhütungsmittels findet in der Regel gemeinsam mit einem Spermizid statt, welches zusätzlich Spermien abweisend wirkt. Wird das Diaphragma wie empfohlen gemeinsam mit einem spermizidhaltigen Gel verwendet, liegt der Pearl Index zwischen 1 und 20.

Diaphragma einsetzen

Permanente Verhütung: Vasektomie & Sterilisation

Sollte die Familienplanung bereits abgeschlossen sein beziehungsweise kein Kinderwunsch bestehen, kann eine Operation zur dauerhaften Sicherung der Unfruchtbarkeit eine Alternative sein. Bei der weiblichen Sterilisation werden dabei die Eileiter verschlossen oder durchtrennt. Dieser Eingriff kostet bis zu 1500 Euro und lässt sich nicht umkehren. Der Pearl Index beträgt hier 0,1-0,3.

Bei der Sterilisation des Mannes, der Vasektomie, wird im Rahmen eines operativen Eingriffs die Samenleiter durchtrennt, wodurch das Ejakulat des Mannes spermienfrei wird. Der Unterschied hierbei ist, dass der Mann sich zu einer Umkehroperation entscheiden kann, die die Fruchtbarkeit mit einer Erfolgsrate von bis zu 95% wiederherstellen. Der Pearl Index einer Vasektomie liegt bei 0,1. Die Kosten belaufen sich auf circa 400 Euro.

Notfallverhütung: Pille Danach

Die Pille danach, auch unter dem Markennamen PiDaNa bekannt, ist kein Verhütungsmittel im engeren Sinne. Sie wird verwendet, wenn ungeschützter Geschlechtsverkehr stattgefunden hat, um eine ungewollte Schwangerschaft auzuschließen. Die Einnahme muss spätestens 72 Stunden nach dem ungeschützten Verkehr erfolgen. Durch Hormone wird der Eisprung gehemmt bzw. verzögert.

Notfallverhütung Wirkung

Da es bei Einnahme der Pille Danach gar nicht erst zum Eisprung kommt, handelt es sich hierbei nicht, wie irrtümlich oft angenommen, um eine Methode zur Schwangerschaftsunterbrechung. Als Präparat zur Notfallverhütung besteht bei Einnahme der Pille Danach eine hohe Hormonbelastung im weiblichen Körper, weshalb diese wirklich nur im Notfall angewandt werden sollte. Eine regelmäßige Einnahme ist strikt ausgeschlossen.

Welche Verhütungsmethoden schützen vor Geschlechtskrankheiten?

Obwohl hormonelle Verhütungsmittel eine ungewünschte Schwangerschaft effektiver verhindern, schützen sie nicht vor der Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten. Die Erreger von sexuell übertragbaren Krankheiten werden durch Schleimhautkontakt bzw. Körperflüssigkeiten wie Sperma, Scheidensekret oder Blut bei diversen sexuellen Praktiken übertragen.

Einzig die Barrieremethoden Kondom und Femidom können das Risiko sich mit einer Geschlechtskrankheit zu infizieren reduzieren, da sie Schleimhautkontakt beim Sex weitgehend verhindern. Einen 100%igen Schutz vor Geschlechtskrankheiten können jedoch auch diese Verhütungsmittel nicht bieten, da sie nicht den kompletten Genitalbereich bedecken.

Da Geschlechtskrankheiten auch beim Oralverkehr übertragen werden können, ist es im Zweifelsfall ratsam einen "Dentaldam" (auch als "Lecktuch" bekannt) zu verwenden. Dieser ist eine dünne Folie aus Latex, die über die Vagina oder den Anus des Sexualpartners gelegt wird und dadurch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten verhindert.

Bei häufig wechselnden Geschlechtspartnern wird, auch wenn bereits hormonell verhütet wird, ein zusätzlicher Schutz durch eine Barrieremethode empfohlen. So kann das Risiko der Infizierung mit einer Geschlechtskrankheit gemindert werden. Zusätzlich sollte sich jeder sexuell aktive Mensch mit mehr als einem Sexualpartner regelmäßig auf sogenannte STIs testen lassen, um eine weitere Verbreitung von Krankheiten wie beispielsweise Tripper (Gonorrhoe) oder Chlamydien zu vermeiden.

Quellen:

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