Definition von Diabetes

Diabetes Mellitus, meist einfach nur Diabetes oder auch Zuckerkrankheit genannt, ist eine chronische Erkrankung, die den Zuckerstoffwechsel beeinträchtigt. Beim Typ 1 Diabetes kann die Bauchspeicheldrüse aufgrund einer Autoimmunreaktion kein eigenes Insulin mehr produzieren. Beim weitaus häufigeren Diabetes Typ 2 liegt eine Resistenz gegen das eigene Insulin vor, meist verursacht durch Fettleibigkeit.

Was ist Diabetes?

Die chronische Stoffwechselerkrankung Diabetes hat eine klar umrissene Definition: Im Körper ist entweder keine ausreichende Menge des Hormons Insulin vorhanden oder es kann nicht mehr genutzt werden, um den Zucker, genauer gesagt die Glucose, aus dem Blut in die Zellen zu transportieren.

Diabetes ist streng genommen eine Sammelbezeichnung für verschiedene Erkrankungen, die alle den Glucosestoffwechsel betreffen.

Der Typ 1 Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, die nichts mit dem Körpergewicht zu tun hat und die man nicht vorbeugen kann. Durch eine Reaktion des Immunsystems werden die Insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Letztendlich steht keinerlei Insulin mehr zur Verfügung und es muss lebenslang zugeführt werden.

Beim Typ 2 Diabetes wird normal Insulin produziert, aber durch ein zu hohes Körpergewicht kann es nicht mehr wie zuvor genutzt werden. Es entsteht eine Insulinresistenz. Bei dieser Erkrankung kann durch eine Gewichtsabnahme und Umstellung der Ernährung gerade im Frühstadium sehr viel getan werden. In schweren Fällen wird auch hier manchmal Insulin gespritzt.

Diabetes heißt offiziell Diabetes Mellitus, wird umgangssprachlich aber auch als Zuckerkrankheit bezeichnet.

Was ist Diabetes Mellitus?

Diabetes Mellitus ist der offizielle Name von Diabetes. Der Begriff kommt aus dem griechischen und bedeutet übersetzt so etwas wie honigsüßer Fluss. Dies lässt sich damit erklären, dass die alten Griechen die Erkrankung mithilfe einer Geruchs- und Geschmacksprobe des Urins des Patienten diagnostizierten. Der Urin roch oder schmeckte süßer als der eines gesunden Menschen, denn ist der Blutzucker über einer bestimmen Schwelle, wird er zu einem geringen Teil durch den Urin ausgeschieden.

Diabetes Mellitus hat eine klare Definition: durch einen Mangel am Hormon Insulin, welches den Körperzellen ermöglicht, den Zucker aus dem Blut aufzunehmen und so als Energiespender zu nutzen, nimmt der Glucosespiegel im Blut gefährlich zu.

Welche Diabetes Typen gibt es?

Die bekanntesten Diabetes Typen sind Diabetes Typ 1 und 2. Zusätzlich gibt es noch den Schwangerschaftsdiabetes, auch Gestationsdiabetes genannt, der dem Typ 2 Diabetes ähnelt. Jedoch ist dieser nicht dauerhaft, sondern liegt nur bis zum Ende der Schwangerschaft vor.

Beim Typ 1 Diabetes liegt aufgrund einer Autoimmunreaktion ein Insulinmangel vor, der mit dem regelmäßigen Spritzen von Insulin behandelt wird.

Der Typ 2 Diabetes ist in erster Linie eine Insulinresistenz, die meist durch Bewegung und Diät behandelt wird.

Unter dem Begriff Diabetes Typ 3 werden diverse Blutzucker- und Insulinprobleme zusammengefasst, die verschiedene Ursachen haben. Dazu gehört MODY, eine seltene Mischform von Typ 1 und Typ 2 Diabetes, genetische Erkrankungen, sowie Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse selbst. Der Diabetes Mellitus Typ 3 ist also keine Krankheit, sondern ein Sammelbegriff für verschiedene Ursachen mit Diabetessymptomen.

Was ist Diabetes Typ 1?

Ein Diabetes Mellitus Typ 1 entsteht meist im Kindes- und Jugendalter, kann aber bis zum 40. Lebensjahr auftreten. Beim Typ 1 Diabetes liegt durch eine Autoimmunreaktion des Körpers, bei der die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse unwiederbringlich zerstört werden, ein völliger Insulinmangel vor.

Diabetes Typ 1 hat eine genetische Komponente und kommt deshalb gehäuft in Familien vor. Es wird angenommen, dass eine Infektionserkrankung als Auslöser dafür dient, warum das Immunsystem die wichtigen Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Gewissheit darüber besteht jedoch bis heute nicht.

Da Insulin ein lebenswichtiges Hormon ist, muss es beim Typ 1 Diabetes lebenslang von außen zugeführt werden. Es kann nicht in Tablettenform eingenommen werden, da die Enzyme in der Magensäure das Insulin zerstören würden. Es wird also mehrmals am Tag in das Unterhautfettgewebe gespritzt. Unterbleibt dies, kann schon nach kurzer Zeit die diabetische Ketoazidose, eine lebensgefährliche Stoffwechselentgleisung, eintreten, die unbehandelt innerhalb von Tagen zum Tod führt.

Beim Diabetes Mellitus Typ 1 ist ein hoher Wissenstand über die eigene Erkrankung sowie eine Bereitschaft zum selbstständigen Zuckermessen und Insulinspritzen erforderlich, sonst können gefährliche Komplikationen entstehen.

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Was ist Diabetes Typ 2?

Im Gegensatz zum Typ 1 Diabetes ist Diabetes Typ 2 nicht Folge eines Insulinmangels aufgrund einer Autoimmunreaktion, sondern einer durch Fettleibigkeit verursachten Insulinresistenz. Die Körperzellen sprechen aufgrund einer Kombination von erblicher Veranlagung und einem zu hohen Körpergewicht nicht mehr ausreichend auf Insulin an, so dass das Hormon den Zucker nicht in die Zellen schleusen kann und der Blutzuckerspiegel somit gefährlich ansteigt.

Da beim Diabetes Mellitus Typ 2 die Bauchspeicheldrüse ursprünglich ganz normal funktioniert, produziert sie einfach größere Mengen Insulin, um den hohen Blutzucker zu senken. Jedoch reicht auch das irgendwann nicht mehr aus.

Der Typ 2 Diabetes ist die bei weitem häufigste Form der Krankheit. Ca. 95% aller Diabetiker leiden am Diabetes Mellitus Typ 2.

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Was ist die Zuckerkrankheit?

Zuckerkrankheit ist der umgangsssprachliche Name für Diabetes Mellitus, eine chronische Erkrankung des Zuckerstoffwechsels. Wer an Diabetes leidet, wird oft auch als zuckerkrank bezeichnet.

Was ist ein Diabetiker?

Als Diabetiker bezeichnet man jemanden, der an Diabetes Mellitus erkrankt ist. Dabei kann es sich um einen Typ 1 Diabetiker oder einen Typ 2 Diabetiker handeln.

Der Diabetes Mellitus, oft auch einfach Diabetes genannt, ist eine chronische Erkrankung, die den Zuckerstoffwechsel betrifft.

Wie erkenne ich Diabetes?

Gerade der Typ 2 Diabetes ist auf dem Vormarsch. Die Fragen: Wie erkenne ich Diabetes? und Habe ich Diabetes? werden also immer häufiger gestellt.

Die Anzeichen für eine Diabetes sind in erster Linie starker Durst und Harndrang, Abgeschlagenheit und ein geschwächtes Immunsystem.

Bei einem Typ 2 Diabetes sind die Symptome allerdings weniger stark als bei einem Typ 1 Diabetes. Bei letzterem kann auch noch Übelkeit bis zum Erbrechen sowie azetonhaltiger Atem auftreten. Treten diese Symptome auf, ist der Stoffwechsel bereits gefährlich entgleist. In diesem Fall ist ein sofortiger Krankenhausaufenthalt notwendig.

Was ist Diabetologie?

Die Diabetologie ist die medizinische Fachrichtung, die sich der Behandlung des Diabetes Mellitus widmet. In der Regel sind Diabetologen in erster Linie Endokrinologen, also Stoffwechselfachärzte, die sich auf Diabetes spezialisiert haben.

Ab wann hat man Diabetes?

Gerade bei einem Typ 2 Diabetes ist die Früherkennung wichtig, den er kann oft jahrelang keine Symptome verursachen. Jedoch richtet der hohe Blutzucker oft schon in dieser Zeit große Schäden an.

Liegt der Blutzucker über einer gewissen Grenze, meist wird hierfür der Zucker nüchtern gemessen, geht der Arzt davon aus, dass ein Diabetes vorliegt. In der Regel führt er dann weitere Tests durch, um herauszufinden, um welchen Typ es sich handelt und ob bereits Komplikationen entstanden sind.

Was tun bei Diabetes?

Das wichtigste nach einer Diabetes Behandlung ist, gemeinsam mit dem Arzt einen Behandlungsplan zu erstellen, der dem Diabetiker dabei hilft, den Blutzucker zu senken.

Was senkt also den Blutzucker? Möchte man den Blutzuckerspiegel senken, sollte das langsam und dauerhaft unter Berücksichtigung von Ernährung und Bewegung geschehen. Bei Typ 1 Diabetes wird allerdings sofort mit dem Spritzen von Insulin behandelt, da der Patient sonst in Lebensgefahr geraten kann.

Da Diabetes unheilbar ist und oft große Einschränkungen für den Patienten mit sich bringt, ist es umso wichtiger einen Behandlungsplan zu finden, den der Patient auch durchführen und langfristig beibehalten kann.

Bei Diabetes ist es nicht nur wichtig, die Zuckerwerte zu senken, sondern auch Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Daher nehmen Diabetiker nach der Diagnose meist an ausführlichen Schulungen über ihre neue Erkrankung teil, bei denen sie lernen, wie sie den Diabetes in ihren Alltag integrieren können.

Was ist Diabetes Insipidus?

Diabetes Insipidus ist eine meist genetisch bedingte Erkrankung bei der die Betroffenen unter einem gesteigerten Durstgefühl und unter starker Urinausscheidung leiden.

Diabetes Insipidus hat mit Diabetes Mellitus nichts zu tun. Das Wort Diabetes kommt aus dem altgriechischen und bedeutet Fluss oder Durchfluss. Da sich beide Erkrankungen im unbehandelten Zustand durch starken Urinfluss auszeichnen, heißen sie ähnlich ohne jedoch viel miteinander zu tun zu haben.

Gilt Diabetes als Behinderung?

Eine Behinderung liegt laut Gesetzgeber dann vor, wenn eine dauernde Funktionsbeeinträchtigung vorhanden ist. Je nach Typ, Schweregrad und individueller Veranlagung kann eine Behinderung oder sogar eine Schwerbehinderung bei Diabetes vorliegen.

Die Auswirkungen der dauernden Beeinträchtigung werden in Grad der Behinderung (GdB) von 20 bis 100% eingeteilt. Liegt der Grad über 50%, spricht man von einer Schwerbehinderung. Letztendlich entscheidet der Arzt sowie das Versorgungsamt darüber, ob der Diabetes eine Schwerbehinderung darstellt. Dabei werden neben Häufigkeit der Injektionen, Anzahl und Schweregrad von Unterzuckerungen und vorliegenden Komplikationen wie Nerven- und Augenschäden auch Beeinträchtigungen im Alltag berücksichtigt.

Ist dies der Fall, kann der Schwerbehindertenausweis bei Diabetes gerade im Berufsalltag einige Vorteile bringen, wie beispielsweise mehr Urlaubstage und Kündigungsschutz. Jedoch kann er im Einzelfall auch von Nachteil sein, weshalb man es sich gut überlegen sollte, ob es wirklich sinnvoll ist, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen.

Gibt es eine Prävention gegen Diabetes?

Den Typ 1 Diabetes kann man nicht vorbeugen, jedoch ist es durchaus möglich einen Typ 2 Diabetes zu vermeiden.

Durch eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und eine damit verbundenen Gewichtsverlust lässt sich ein Typ 2 Diabetes sogar im Frühstadium wieder umkehren. Ist man übergewichtig, lässt sich ein Typ 2 Diabetes verhindern, indem man die überflüssigen Pfunde verliert.

Was macht ein Diabetes Warnhund?

Viele Typ 1 Diabetiker haben aufgrund zahlreicher Unterzuckerungen, verursacht durch die Insulintherapie, über die Jahre ihre Unterzucker Symptome verloren, denn der Körper kann sich an einen eigentlich viel zu niedrigen Blutzuckerspiegel gewöhnen. Er gibt selbst auch dann keine Signale mehr, wenn eine Ohnmacht nahesteht.

Ein Diabetes Warnhund kann da Abhilfe schaffen. Diese speziell ausgebildeten Hunde können den Unterzucker riechen und geben dann ein spezielles Signal, das dem Diabetiker zeigt, dass er Unterzucker hat und sofort handeln muss. Leider ist ein Diabetes Hund mit großen Kosten verbunden. Man muss oft mehr als 15,000 Euro investieren.

Was ist ein Diabetes Tagebuch?

Als Diabetes Tagebuch bezeichnet man ein Dokument, in dem ein Diabetiker relevante Ereignisse wie beispielsweise verzehrte Broteinheiten, Insulinmenge, Sport und Krankheiten, festhält.

Gerade in der ersten Zeit nach der Diagnose kann eine Diabetes Tagebuch sehr dabei helfen, bestimmte Muster zu erkennen und so rundum eine bessere Blutzuckereinstellung zu erreichen.

Welche Ergebnisse bietet die heutige Diabetes Forschung?

Die Diabetes Forschung investiert momentan stark in die Stammzellentherapie. Gerade bei Typ 1 Diabetes bietet die Stammzellentherapie momentan den größten Grund zur Hoffnung.

Die Behandlung hat einen zweigliedrigen Ansatz. Neben der Verabreichung von körpereigenen Stammzellen, die sich in insulinbildende Zellen entwickeln sollen, müssen auch Medikamente verabreicht werden, die die Immunreaktion unterdrücken. Dies ist notwendig um die bei einem Typ 1 Diabetes fehlgeleiteten Abwehrzellen daran zu hindern, die insulinproduzierenden Zellen erneut zu zerstören.

Jedoch ist die Stammzellentherapie bei Diabetes noch nicht so ausgereift, dass man sie als Therapie einsetzen könnte: Die Stammzellen übernehmen zwar ihre Aufgabe und produzieren Insulin, jedoch hören sie damit nach durchschnittlich 18 Monaten aus noch nicht genau erforschten Gründen wieder auf. Der Typ 1 Diabetes ist wieder da und es muss erneut Insulin gespritzt werden.

Was ist eine Diabetes App?

Eine Diabetes App ist eine Software Anwendung, die sich ein Diabetiker auf sein Smartphone oder den Computer herunterladen kann. Die Diabetes App kann dabei als elektronisches Diabetes Tagebuch benutzt werden.

Der Vorteil einer Diabetes App gegenüber einem normalen Tagebuch liegt darin, dass die Werte auf Knopfdruck digital dargestellt werden können. Ausserdem können Trends und Durchschnittswerte sekundenschnell errechnet werden.

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