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Diabetes Apokalypse - Können Frauen die Welt retten?

Die stetig wachsende Zahl an Diabeteserkrankungen macht den dringenden Bedarf nach weitläufiger Aufklärung und Prävention deutlich spürbar. Die WHO (World Health Organisation) verzeichnet einen weltweiten Anstieg an Diabateserkrankungen auf 422 Millionen im Jahr 2014. Seit 1980 hat die Zahl damit fast vervierfacht. Die Folgen der Blutzuckerkrankheit zählen weiterhin zu einer der häufigsten Todesursachen. In den kommenden 10 Jahren wird eine um 50% erhöhte Diabetes-bedingte Todesrate vorausgesagt, sollte nicht schnell etwas getan werden.

Mit einem erhöhten Risiko von Folgeerkrankungen betroffen zu sein, die oft schwerer verlaufen und häufiger tödlich enden, sind vor allem Frauen gefährdet. Anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November steht daher die Frau im Mittelpunkt. Neben dem Zugang zu Informationen und Ressourcen zur Aufrechterhaltung eines gesunden Lebensstils, ist ein zentrales Thema der Kampagne die Beauftragung der Frau mit der Sicherung der gesundheitlichen Aufklärung zukünftiger Generationen.

Wir haben uns die besondere Rolle der Frau im Kampf gegen die Diabetes mellitus Apokalypse genauer angeschaut.

Inhaltsverzeichnis

  1. Diabetes in Deutschland
  2. Diabetes & die Frau
  3. Familienplanung & Schwangerschaft
  4. Frauen als Verantwortungsträger - Probleme & Potenzial
  5. Diabetes Apokalypse? - Ein Lösungsansatz
  6. Infografik: Alles auf einen Blick

Diabetes in Deutschland

In Deutschland sind laut Gesundheitsreport 2017 zurzeit etwa 6,7 Millionen Menschen an Diabetes Mellitus erkrankt und es kommen jährlich 300.000 Neuerkrankungen hinzu. Damit hat Deutschland in Europa die 2. meisten Diabetesfälle zu verzeichnen. Zwischen 1998 und 2011 ist die Zahl der mit Diabetes diagnostizierten Menschen laut einer Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland DEGS1 von 5.6% auf 7.2% gestiegen. Dies schließt die Dunkelziffer der unbewusst von Diabetes betroffenen Menschen, die auf zusätzliche 2-7% geschätzt wird, noch nicht mit ein.

Diabetiker leben mit einem erhöhten Risiko der Entwicklung von Folgeerkrankungen. Dazu gehören vor allem:

Spätfolgen der Zuckerkrankheit

Betroffene des Diabetes Typ 1 gelten allgemein als größere Risikogruppe mit einer geschätzten Verkürzung der Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren verglichen mit der gesunden Bevölkerung aus. Typ 2 Diabetes hingegen verkürzt die Lebenserwartung um circa 10 Jahre. Dennoch ist es vor allem Typ 2 Diabetes, der Dank ungesunder Lebensgewohnheiten international auf dem Vormarsch ist.

Diabetes Typ 2 : eine Volkskrankheit?

Der Durchschnittswert der Prävalenz von Diabetes Typ 2 Erkrankungen liegt in Europa bei 6%, in Deutschland bei 7,2%. Es ist vor allem ein ungesundes Essverhalten, das zum vermehrten Auftreten von Krankheitsbildern wie Adipositas, Hypertonie und einem erhöhten Cholesterinspiegel führt, die das Risiko der Entwicklung eines Diabetes Mellitus Typ 2 stark erhöhen. Im Jahr 2016 allein trugen die Essgewohnheiten bei rund 10 Millionen Menschen zum Tod bei.

Zu Präventionszwecken wird von Forschern zu einer gesünderen Ernährung und körperlicher Bewegung von mindestens 150 Minuten pro Woche geraten. Wie eine Studie der GfK Marktforschung Nürnberg zeigt, sind sich die wenigsten Menschen über bestehende Risiken bewusst:

  • 88.4% glauben, dass über Diabetes und dessen Vorbeugung noch viel mehr informiert werden sollte.
  • 46.5% wissen so gut wie nichts über die Auslöser oder Folgen der Krankheit Diabetes.
  • 29.7% könnten den Unterschied zwischen Typ 1 und Typ 2 erklären.

Gesellschaftliche Faktoren

Verschiedene Studien haben sich mit dem Einfluss des gesellschaftlichen Umfeldes auf das Vorkommen von Diabetes-Erkrankungen beschäftigt. Sowohl sozioökonomischer Status, Bildungsgrad, Herkunft und Beziehungsstatus können das Vorkommen von Diabetes Typ 2 beeinflussen.

Dazu gehört auch eine hohe Arbeitslosenquote, die mit Ängsten des Jobverlusts oder der bestehenden Arbeitslosigkeit einhergeht. Menschen in sicheren Arbeitsverhältnissen mit einem gesunden Grundeinkommen sind nachweislich weniger von Diabetes betroffen als Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status. Dies zeichnet sich auch in wirtschaftlich schwächeren Regionen ab, die sich in Deutschland vor allem in den neuen Bundesländern finden, wo die Prävalenz von Diabetes Mellitus deutlich höher ist als in wirtschaftlich stärkeren Regionen.

Als Ursachen dafür werden weniger bewusste Ernährung, körperliche Inaktivität und Unzufriedenheit genannt, die zu Krankheitsbildern wie einem erhöhten Blutdruck oder Fettstoffwechselstörungen führen. Hinzu kommt, dass Menschen aus sozial schwächeren Verhältnissen häufig nicht den gleichen Zugang zu medizinischer Vorsorge und Weiterbildung erhalten. Die durch Bildungsgrad und sozioökonomischem Status verursachten Unterschiede sind bei Frauen nachweislich stärker ausgeprägt sind als bei Männern.

Diabetes & die Frau

Welt weit leben fast 200 Millionen Frauen mit Diabetes, bis 2040 werden 313 Millionen Fälle erwartet. Während in Deutschland unter der Gesamtbevölkerung 7.2% diagnostizierte Diabetiker vertreten sind, sind es nur 7% unter den Männern und 7.4% unter den Frauen.

Welche Rolle spielt das Geschlecht bei Diagnose und Behandlung von Diabetes Mellitus und was macht Frauen zur Risikopatientin?

Die Risikopatientin

Die BZgA hat herausgefunden, dass Männer häufiger von Typ 2 Diabetes betroffen sind, mehr trinken und rauchen, häufiger von Übergewicht betroffen sind und an Bluthochdruck leiden. Trotzdem ist das Risiko einer Folgeerkrankung mit tödlichem Verlauf für Frauen bedeutend höher.

Dazu zählen insbesondere Herzleiden, Schlaganfälle, Nierenerkrankungen sowie psychischen Leiden wie Depressionen oder Essstörungen. Das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung erhöht sich bei Frauen um das 4- bis 6-Fache, bei Männern maximal um das 3-Fache. Bei Diabetes Typ 1 ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine kardiovaskuläre Erkrankung tödlich endet bei Frauen sogar 86% höher als bei Männern.

Probleme bei Diagnose und Behandlung

Woran liegt es, dass Frauen ein so viel höheres Risiko einer Folgeerkrankung haben? Die Antwort zu dieser Frage hängt zum einen mit dem Hormonhaushalt der Frau zusammen und zum anderen mit einer verspäteten Diagnose.

Der komplexe weibliche Hormonhaushalt verursacht unter Umständen Probleme bei der Einstellung des Blutzuckerspiegels, da durch Menstruation, Geburt oder Wechseljahre hervorgerufene Hormonschwankungen Einfluss auf die Blutzuckerwerte nehmen. Aus diesen Gründen können bei Frauen und Mädchen zwischen 8 und 25 Jahren häufig schlechtere HbA1c-Werte festgestellt werden als bei Jungen und Männern im gleichen Alter. Auch die Pille kann diese Werte beeinflussen und Diabetikerinnen sollten zur Verschreibung der Antibabypille den Rat ihres Diabetologen aufsuchen. Diese Schwankungen sind grundsätzlich nicht gesund und sollten genauestens kontrolliert werden.

Zur Diagnose eines Diabetes Mellitus Typ 2 wird meist der Nüchternblutzucker getestet. Bei Frauen bleibt dieser länger im Normalbereich, weshalb eine erfolgreiche Diagnose oft erst bei akuten Symptomen über einen oralen Glukosetoleranztest erfolgt. Dies ist problematisch, da die Erkrankung dadurch häufig zu spät behandelt wird. Bei Männern wird Typ 2 Diabetes hingegen nachweislich früher festgestellt.

Ein weiteres Problem ist die Behandlung selbst. Verschiedene Studien haben bewiesen, dass Männer konsequenter und gründlicher behandelt werden als Frauen. Männliche Patienten werden laut einer Studie häufiger durch die Kombination verschiedener Medikamente behandelt, haben besseren Zugang zu Informationen und erfahren zusätzliche Routineuntersuchungen verglichen zu Frauen mit ähnlichen Krankheitsbildern.

Besonders gefährdet sind Frauen, die:
  • über 45 Jahre alt sind (ab Beginn der Menopause)
  • an Übergewicht leiden (BMI über 25kg/m2)
  • hohen Blutdruck haben
  • einen erhöhten Cholesterinspiegel haben
  • ein Kind mit über 4500g geboren haben
  • wenig Sport treiben
  • Schwangerschaftsdiabetes hatten oder an Prädiabetes leiden
  • in der Vergangenheit eine Herzerkrankung hatten
  • einen Schlaganfall erlitten haben
  • mit Polyzystischem Ovar-Syndrom diagnostiziert wurden
  • andere gesundheitliche Probleme haben, die die Insulinproduktion betreffen
  • eine erblichen Veranlagung zu Diabetes haben

Familienplanung & Schwangerschaft

Jede Diabetes-Schwangerschaft gilt als Risikoschwangerschaft. Diabetikerinnen sollten sich daher genau informieren, worauf sie sich während einer Schwangerschaft einstellen müssen, um sich bestens vorzubereiten und Komplikationen zu vermeiden. Leider besteht weiterhin dringender Aufklärungsbedarf auf diesem Gebiet.

Risiken einer Schwangerschaft mit Diabetes Mellitus

Im Laufe einer Schwangerschaft schwankt der Bedarf an Insulin bei zuckerkranken Frauen drastisch. Während des ersten Drittels der Schwangerschaft kann sich der Insulinbedarf verdoppeln und kurz nach der Geburt sind die Werte oft niedriger als vor der Schwangerschaft. Mit Einsetzen der Milchproduktion sinkt der Insulinbedarf um bis zu 25%. Sollten diese Schwankungen nicht anhaltend überwacht werden, entsteht eine Gefahrensituation für Mutter und Kind.

Insbesondere Frauen mit Typ 1 Diabetes sind gefährdet starke Unterzuckerungen zu erleiden, die Komplikationen wie Frühgeburten oder Fehlbildungen am Fetus hervorrufen können.

Eine Schwangerschaftsdiabetes erhöht das Risiko für Folgediagnosen:

Mutter Kind
Postnatale Depression Neugeborenentod oder Totgeburt (2-4%)
Entwicklung eines Typ 2 Diabetes (50%) Fehlbildungen (8,8%)
Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) Frühgeburt (25-58%)
Harnwegsinfekte Spätere Nierenerkrankungen

Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes/ GDM)

Durch den Einfluss von Schwangerschaftshormonen auf die Insulinproduktion des Körpers, kommt es bei einer Vielzahl von Frauen zu einer Stoffwechselstörung während der Schwangerschaft, dem sogenannten Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes (GDM).

Weltweit wurde bei circa 9% aller Schwangerschaften ein Gestationsdiabetes diagnostiziert, die IDF geht aber von einer Dunkelziffer von 16,2% aus, werden unerkannte Fälle miteinbezogen. In Deutschland ist diese Zahl etwas niedriger:

Gestationsdiabetes in Deutschland

Als Ursachen für eine GDM gelten Übergewicht, eine unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel oder eine erbliche Veranlagung. Meist bleibt die Erkrankung ohne Symptome, es können jedoch bekannte Symptome eines Diabetes Mellitus auftreten. Seit 2012 gehört ein Blutzucker-Suchtest auf Gestationsdiabetes zur regulären Schwangerschaftsvorsorge in Deutschland.

Obwohl der sogenannte Schwangerschaftsdiabetes meist mit Ende der Schwangerschaft abklingt, entwickeln die Hälfte aller Betroffenen in den ersten 10 Jahren nach der Geburt einen Diabetes Typ 2.

Präventive Maßnahmen

Für Diabetikerinnen ist es wichtig ihre Krankheit vom ersten Moment der Familienplanung miteinzubeziehen. Dazu gehört die Wahl eines entsprechenden Krankenhauses, das alle Pflegebedürfnisse von Mutter und Kind erfüllt und im Idealfall über eine Neonatologie Station verfügt, um bei Komplikationen die Notfallversorgung des Neugeborenen zu sichern. Die Patientin sollte in regelmäßigem Kontakt sowohl mit einem Gynäkologen, als auch ihrem Diabetologen stehen.

Studien haben ergeben, dass die Stoffwechseleinstellung der Patientin vor der Empfängnis großen Einfluss auf den Verlauf der gesamten Schwangerschaft hat. Daher sollte mithilfe eines Arztes auf einen normnahen HbA1c-Wert (<7%) hingearbeitet werden, um eventuelle Risiken zu minimieren. Während der Schwangerschaft ist die ständige Überprüfung des Blutzuckerspiegels elementar. Experten raten, die Plasmaglukose mindestens 6 mal täglich zu messen.

Des Weiteren sollten Diabetikerinnen während der Schwangerschaft unbedingt darauf achten, dass der Körper über entsprechende Supplemente mit ausreichend Folsäure und Jod versorgt wird.

Frauen als Verantwortungsträger - Probleme & Potenzial

Die Frau ist auf gesellschaftlicher Ebene stark mit ihrer Funktion als Mutter verankert. Dies spiegelt sich auch in Studien zur Diabetesvorsorge innerhalb der Familie wider. Viele Organisationen sehen großes Potential in der Rolle der Mutter als Gesundheitsmanagerin, die die Diabetesprävention der kommenden Generationen sichern soll. Doch inwiefern ist diese Idee umsetzbar?

Die Frau als Gesundheitsmanagerin

Mehrere Studien haben bewiesen, dass Frauen in der Tat einen größeren Einfluss auf die Gesundheit ihrer Familie haben als Männer. Ein größeres Interesse an gesundheitlichen Themen bedeutet meist auch, dass Mütter ein breiteres Fachwissen an den Tag legen. Auch beim Thema Ernährung sind Frauen konventionell mehr auf eine gesunde Ernährung der Familie bedacht. Dadurch haben sie das Potenzial, die zukünftige Gesundheit ihrer Kinder positiv zu beeinflussen.

Männer werden Studien zu Folge ebenfalls positiv von einer Partnerschaft beeinflusst, vor allem im höheren Alter, da die Gesundheitsvorsorge von ledigen Herren in der Regel nicht so ernst genommen wird, wie von Männern, die in einer Partnerschaft leben. Frauen lassen sich davon weniger beeinflussen.

Eine Umfrage der Apotheken-Umschau zum Thema Gesundheit macht diese Unterschiede deutlich:

Frau vs Mann

Gesellschaftliche Erwartungen und daraus resultierende Probleme

Die bestehende Rolle der Frau als Gesundheitsmanagerin der Familie hat allerdings nicht nur positive Effekte. Mütter tragen zum Großteil noch immer die Verantwortung für die gesundheitliche Versorgung der Familie und übernehmen häufiger als ihre Partner die Rolle der Pflegerin im Krankheitsfall. Diese Erwartungshaltung der Gesellschaft kombiniert mit fehlender staatlicher Unterstützung führen so häufig zu einer Doppelbelastung, die die Sorge um die eigene Gesundheit für viele Frauen hintenan stellt.

Männer hingegen leben in der Regel besser mit ihrem Diabetes und berichten weniger negative Effekte auf die psychische Verfassung. Wissenschaftler vermuten daher eine Korrelation zwischen der zusätzlichen Belastung der Familienpflege und dem Diabetes-Management.

Auch gesellschaftliche Konventionen bezüglich der Geschlechterrollen wurden von einigen Autoren als Einfluss auf den Umgang mit einer Zuckerkrankheit genannt, wodurch Frauen eher geneigt sind, ihre Krankheit herunterzuspielen, da diese als Makel angesehen wird.

Gleichberechtigung und das Allgemeinwohl

Die gesellschaftlichen Erwartungen an Frau und Mutter, die sich sowohl in der Pflegerolle der Frau, als auch im Gedanken der "Gesundheitsmanagerin" selbst widerspiegeln, sind äußerst problematisch.

Studien haben belegt, dass Frauen auf psychologischer Ebene von eigenen gesundheitlichen Problemen schwerer getroffen werden als Männer. Ein so erhöhtes Stresslevel vergrößert bei Diabetikerinnen das Risiko einer Folgeerkrankung. Da Diabetikerinnen bereits mit einem höheren Risiko der Entwicklung einer Folgekrankheit belastet sind, kann die zusätzliche Alleinbelastung der Frau mit der familiären Pflege so einen Negativeffekt erzeugen.

Des Weiteren ist anzunehmen, dass die Verantwortungsübertragung an die Frau die Situation in sozial schwächeren Gegenden verschlechtern würde, da eine ausreichende Informationsaufarbeitung bei voll arbeitstätigen Frauen mangels Zeit und staatlicher Unterstützung nicht garantiert werden kann, was sich wiederum negativ auf die Familiengesundheit auswirken würde.

Diabetes Apokalypse? - Ein Lösungsansatz

Zusätzlicher Stress, verursacht durch neu formulierte Erwartungen an die Frau als Verantwortliche für die Diabetesvorsorge, kann schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der Frau selbst haben, da mit den damit verbundenen Aufgaben weniger Zeit bleibt, sich um die eigene Gesundheit zu kümmern.

Als Risikogruppe sollten Frauen daher effektiver im Gesundheitsmanagement der Familie unterstützt werden. Dabei sollte sich vielmehr auf Frauengesundheit selbst konzentriert werden, um Frauen durch Weiterbildung und verbesserten Zugang zu Informationen dazu zu animieren die eigene Gesundheit in den Vordergrund zu stellen.

Die besondere Rolle der Frau erfordert eine Separation nach Geschlecht und Alter, um die bestmögliche Behandlung für die Patientin zu garantieren. Gerade bei schwangeren Frauen kann der Zugang zu spezialisierter Pflege und weitreichender Aufklärung Leben retten. Aufklärung zum Thema gesunde Ernährung, Bewegung und Gesundheit im Allgemeinen sollte schon in den Schulen beginnen, um auch sozial schwächer gestellte Familien zu unterstützen und die Diabetes-Prävention für zukünftige Generationen zugänglicher zu machen. Dies sollte auch von staatlichem Interesse sein.

Gleichberechtigung im Zugang zu Informationen, Diensten und Behandlungen ist für alle Diabetespatienten sicherzustellen. Ein Überdenken der gesellschaftlichen Erwartungshaltungen gegenüber beiden Geschlechtern wird notwendig sein, um das Wohl der gesamten Bevölkerung zu sichern. Nur eine ausgeglichene Rollenverteilung kann im Kampf gegen die wachsende Zahl an Diabeteserkrankungen auch außerhalb des konventionellen, heteronormativen Familienbundes für die Gesamtbevölkerung Ergebnisse erzielen.

Infografik: Alles auf einen Blick

Zur besseren Veranschaulichung des Themas haben wir eine Infografik entworfen. Dabei wurden relevante Informationen in einer Grafik komprimiert, um eine einfach zugängliche Übersicht über bestehende Probleme zu schaffen. Mit Hilfe der Infografik hoffen wir, Menschen schneller zu erreichen und die Diabetes-Prävention so voranzutreiben.

Die Grafik erklärt die Rolle der Frau in der Diabetesprävention, den Hintergrund der Krankheit in Deutschland sowie erforderliche Maßnahmen, um die Negativentwicklung zu stoppen.

Zuckerkrankheit bei Frauen

Veröffentlicht: 30.10.2017

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