AIDS

AIDS hat in den letzten Jahren durch die zunehmend verbesserten Behandlungsmöglichkeiten von HIV-Infektionen einiges an Schrecken verloren. Die Diagnose HIV positiv muss heute nicht mehr zwangsläufig zu einer AIDS-Erkrankung führen und häufig leben die Betroffenen mit der entsprechenden Behandlung jahrzehntelang symptomfrei.

Doch noch immer sterben jedes Jahr weltweit etwa 1.5 Millionen Menschen an AIDS. Mehr als zwei Drittel der Todesfälle treten in Afrika südlich der Sahara auf. Dort liegt auch die höchste Neuinfektionsrate vor, gefolgt von Asien. Noch immer haben viele Menschen keinen Zugang zu der so dringend benötigten Therapie, die eine Vermehrung der HI-Viren im Körper verhindern kann.

Was ist AIDS?

Eine Infektion mit dem HI-Virus ist keinesfalls mit AIDS gleichzusetzen. Oft leben HIV Positive über Jahrzehnte hinweg ohne AIDS-Symptome. Eine AIDS-Erkrankung liegt laut europäischer Definition dann vor, wenn zum einen eine HIV-Infektion besteht und zum anderen eine der beiden folgenden Kriterien zutrifft:

  • die Zahl der CD4-Zellen im Blut sinkt unter 200 por Mikroliter
  • es liegt eine AIDS-definierende Erkrankung vor

Zu den AIDS-definierenden Krankheiten zählen eine Reihe von Pilzerkrankungen, Tumoren und das Wasting-Syndrom, das durch einen starken Gewichtsverlust gekennzeichnet ist.

Wie kommt es zu einer AIDS Erkrankung?

Eine HIV-Infektion verläuft in mehreren Phasen. In einer ersten akuten Phase treten grippeähnliche Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit und Nachtschweiß auf. Diese Phase hält nur wenige Wochen an und wird zumeist als harmloser viraler Infekt wahrgenommen.

Im Anschluss an die akute Phase folgt eine symptomfreie Phase, die sogenannte Latenzphase. Die Viren vermehren sich weiter, die Patienten haben jedoch keine Beschwerden. Auch unbehandelt kann diese Phase einige Jahre lang andauern. Ziel der antiretroviralen Therapie ist es, dass die Betroffenen dauerhaft in diesem Stadium verbleiben.

Mit zunehmender Schwächung des Immunsystems können erste Krankheitssymptome auftreten, die aber, insofern sie nicht unter die AIDS-definierenden Erkrankungen zählen, noch nicht zum Stadium AIDS gezählt werden. Die Krankheitsphase beginnt mit dem Auftreten sogenannter opportunistischer Krankheiten. Dabei handelt es sich um Erkrankungen, die für ein gesundes Immunsystem meist harmlos sind. Durch die extreme Schwächung des Immunsystems bei AIDS-Patienten kann der Körper sich jedoch nicht mehr genügend gegen sie zur Wehr setzen.

Kann AIDS behandelt werden?

Wird eine Infektion mit HIV rechtzeitig festgestellt, so kann eine AIDS-Erkrankung heute in vielen Fällen vermieden werden. Dies ist möglich durch die antiretrovirale Therapie, die in die Vermehrung der HI-Viren eingreiftund verhindert, dass die Anzahl der Viren weiter ansteigt. Wie erfolgreich die Therapie ist, hängt jedoch davon ab, zu welchem Zeitpunkt sie begonnen wird.

Bei etwa 90% der Betroffenen, bei denen es heute noch zu einer AIDS-Erkrankung kommt, liegt das darin begründet, dass sie nichts von ihrer HIV-Infektion wissen und deshalb nicht behandelt wurden. Der Großteil der restlichen verbleibenden AIDS-Erkrankungen ist dadurch bedingt, dass aus einem anderen Grund keine antiretrovirale Therapie stattgefunden hat.

Doch auch Patienten, die bereits an AIDS erkrankt sind, können heute effektiv behandelt werden. Während die Lebenserwartung von AIDS-Patienten früher selten mehr als drei Jahre betrug, können es heutzutage schon bis zu zehn sein.

Die Lage in Regionen wie im südlichen Afrika ist allerdings mit der in westlichen Industrieländern nicht zu vergleichen. Zum einen liegt die Anzahl der Infektionen und Neuinfektionen wesentlich höher. Bedingt sind die hohen Zahlen unter anderem durch Armut und mangelnde Aufklärung. Zum anderen führt eine HIV-Infektion hier wesentlich häufiger zu AIDS und in der Folge zum Tod. Folgende Gründe können hierfür genannt werden:

  • Tabus: In vielen Gegenden sind die Themen HIV und AIDS nach wie vor tabu und die Bereitschaft, sich testen zu lassen, ist dementsprechend niedrig.
  • Kostengründe: Auch eventuelle Kosten für einen HIV-Test können eine Rolle spielen.
  • Mangelnde Behandlungsmöglichkeiten: Teils mag das Interesse am eigenen HIV-Status gering sein, da ohnehin keine Behandlungmöglichkeiten bestehen.

Wie funktioniert ein AIDS Test?

Die Bezeichnung AIDS Test ist irreführend, da durch die Tests lediglich festgestellt wird, ob eine Infektion mit dem HI-Virus besteht. Infolge der Infektion bilden sich im Blut Antikörper, die über einen HIV-Test nach etwa zwölf Wochen sicher nachgewiesen werden können. Ein Test kann beim Hausarzt, beim Gesundheitsamt oder bei AIDS-Beratungsstellen durchgeführt werden und es dauert in der Regel etwa eine Woche, bis ein Ergebnis vorliegt.

Wie wird AIDS übertragen?

Auch die Übertragung von AIDS an sich ist im Grunde nicht möglich. Es erfolgt eine Infektion mit HIV, die unbehandelt innerhalb weniger Jahre zu einer AIDS Erkrankung führt. Allerdings ist heutzutage die Therapie von HIV so weit fortgeschritten, dass AIDS infolge von HIV wesentlich seltener und später auftritt.

Der Hauptübertragungsweg des HI-Virus ist ungeschützter Geschlechtsverkehr. Zur Prävention ist demnach zu empfehlen bei neuen Geschlechtspartnern immer mit Kondom zu verhüten, da Kondome vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen. Häufig findet eine Infektion auch dann statt, wenn unter Drogenabhängigen die gleiche Nadel verwendet wird.

Die Übertragung des Virus ist außerdem sehr viel schwieriger als häufig allgemein angenommen wird. Selbst bei Paaren, in denen einer der Partner infiziert ist, ist eine Infektion unwahrscheinlich, insofern der betroffene Partner ausreichend behandelt wird und beim Geschlechtsverkehr die Praktiken des Safer Sex beachtet werden. Eine Übertragung des Virus in alltäglichen Situation wie Händeschütteln, Husten oder die gemeinsame Nutzung von Geschirr und Besteck ist nicht möglich.

AIDS Hilfe

Heutzutage gibt es eine Reihe von Organisationen und Veranstaltungen mit dem Ziel, über HIV und AIDS aufzuklären, Solidarität mit Betroffenen zu äußern und ihnen Unterstützung zu bieten. Da HIV Positive und AIDS-Kranke noch immer Opfer von Diskriminierung sind, die meist mit Irrglauben und Fehlinformationen verbunden sind, ist diese Arbeit äußerst wichtig. Zu diesen Organisationen und Kampagnen zählen unter anderem:

Zudem gibt es eine hohe Anzahl von internationalen Hilfsorganisationen wie UNAIDS, die Aufklärungsarbeit gerade in Gebieten leisten, in denen der Bildungsstand einiger Bevölkerungsanteile nicht ausreicht, um sich effektiv gegen eine HIV-Infektion zu schützen.

AIDS Schleife

Bei der AIDS-Schleife handelt es sich um eine rote Schleife, die weltweit symbolisch für die Solidarität mit HIV-Infizierten steht.

Welt-AIDS-Tag

Seit dem Jahr 1988 findet jährlich am 1.Dezember der Welt-AIDS-Tag statt. Dieser wird von UNAIDS organisiert und dient verschiedenen Zwecken. Zum einen werden Menschen, die nicht selbst betroffen sind, zu Aktivität und Solidarität mit Betroffenen aufgerufen. Zum anderen dient die Veranstaltung, um Politik, Medien und andere Machtinhaber immer wieder auf ihre Verantwortung hinzuweisen.

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