Natürliche Potenzmittel

Bei Potenzproblemen (Erektionsstörungen, Impotenz) gibt es eine Fülle an verschiedenen verschreibungspflichtigen Medikamenten auf dem Markt. Diese gehören der Wirkstoffgruppe der PDE-5-Hemmer an. Einige diese Medikamente haben jedoch häufige Nebenwirkungen.

Pflanzliche Potenzmittel sind gerade für Männer, die unter anderen Vorerkrankungen leiden oder ganz einfach kein großes Risiko eingehen möchten, ideal. Wir haben auf dieser Seite alle wichtigen Fakten und Hintergrundinformationen zu Potenzmitteln aus der Natur zusammengefasst.

Welche natürlichen Potenzmittel gibt es?

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Potenzmitteln auf Naturbasis, deren Wirkung in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen werden konnte. Welches natürliche Potenzmittel das Richtige ist, ist natürlich von Mann zu Mann sehr unterschiedlich. Am häufigsten werden Potenzmittel aus der Natur in Form von Tabletten, Tinkturen oder Pulvern hergestellt.

Die bekanntesten Naturprodukte, die als Potenzmittel eingesetzt werden sind:

  • Ambra – wird aus dem Verdauungstrakt von Pottwalen gewonnen und regt die Ausschüttung von Sexualhormonenan
  • Arginin – eine Aminosäure, die die Durchblutung der Geschlechtsorgane anregen soll
  • Bremelanotid – kann das sexuelle Verlangen beider Geschlechter steigern
  • Ginseng – kann die Produktion von Sexualhormonen und die Durchblutung steigern
  • Maca - soll die Fruchtbarkeit sowie das sexuelle Verlangen bei Männern und Frauen erhöhen
  • Phenethylamin – ein Halluzinogen, das das sexuelle Verlangen steigern kann
  • Yohimbin – stammt aus der Rinde des Yohimbe-Baums und wird in natürlichen Mitteln gegen Impotenz eingesetzt um die Durchblutung der Sexualorgane zu fördern

Prelox mit den Wirkstoffen L-Arginin und Pycnogenol

Der in Prelox enthaltene Wirkstoff L-Arginin gilt als essentielle Aminosäure, welche im Körper die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO = Nitric Oxide) angregt. Stickstoffmonoxid erweitert die Gefäße im Körper, daher auch im Genitalbereich, so dass die Durchblutung erleichtert wird. Stickstoffmonoxid erwirkt des weiteren die Ausschüttung von cGMP, welches ein Botenstoff ist und die Durchblutung verbessert und so eine Erektion ermöglicht. Auf diese Weise sorgen Prelox Tabletten dafür, dass Männer härtere und länger anhaltende Erektionen aufrechterhalten können. Prelox enthält auch den Wirkstoff Pycnogenol, welches den Blutfluss verbessert. Dieser Wirkstoff wird hauptsächlich aus der Rinde des Seekiefer gewonnen und kann des weiteren aus der Erdnuss Haut, dem Traubenkernöl, und der Hamamelis Rinde gewonnen werden.

Entstehung einer Erektion

Die Forscher um R. Stanislavov haben an der medizinischen Universität in Sofia eine Studie unternommen, an der Prelox im Zusammenhang mit der Behandlung von Impotenz getestet wurde. Laut dieser Studie wurde nach 1 Monat der Einnahme von Pycnogenol eine normale erektile Funktion hergestellt und der Geschlechtsverkehr der Probanden verdoppelte sich. Die Studie zeigt auch, dass ein erhöhter Cholesterinspiegel und erhöhter Blutdruck durch Prelox gesenkt werden konnte. Des weiteren wurde bestätigt, dass keine Nebenwirkungen bei Prelox auftreten, wobei bisher keine Langzeitergebnisse vorliegen. Laut den Forschern ist Prelox somit eine vielversprechende Alternative zu Viagra oder Cialis um milde Erektionssötrungen zu behandeln.

Potenz aus Südamerika: Muira Puama

Es handelt sich bei Muira Puama um ein Holz, das nur den Wäldern Lateinamerikas wächst. Schon von den Ureinwohnern des Kontinents wurden das Innere der Rinde und das zu Pulver verarbeitete Holz zur Behandlung von Traumata und Unfruchtbarkeit sowie zur Erhöhung des Lustempfindens eingesetzt.

Zur Behandlung von Erektionsstörungen sollte Muira Puama über eine Dauer von mindestens zwei Wochen verabreicht. Etwa ein Gramm des Pulvers am Tag reicht aus, um nach zwei Wochen eine gesteigerte Lust auf Geschlechtsverkehr und eine Steigerung der Potenz zu erreichen. Etwa zwei Drittel der Männer sprechen auf die Behandlung an.

Behandlung mit Kieferrindenextrakt

In den Wäldern Europas wächst ebenfalls ein Kraut gegen Erektionsstörungen. Die Rinde der Kiefer enthält Androxan, welches eines der erfolgreichsten natürlichen Potenzmittel auf dem Markt ist. Androxan ist nicht nur in der Rinde der Kiefer sondern auch in Traubenkernen enthalten.

Kieferrindenextrakt gegen Impotenz

Die Wirkung von Kiefernrindenextrakt ist wenig erforscht und zeigt nur bei etwa 20 Prozent der Probanden die gewünschte Wirkung, aber da das Mittel keinerlei Nebenwirkungen hat, kann der Versuch nicht schaden.

Potenzmittel aus Afrika: Yohimbin

Yohimbin ist eines der vielversprechendsten natürlichen Mittel gegen Erektionsstörungen auf dem Markt. Yohimbin wird aus der Rinde des Yohimbe-Baums gewonnen. Schon im alten Ägypten war der Stoff vor Jahrtausenden bekannt und wurde als Aphrodisiakum eingesetzt.

Über 70 Prozent der Teilnehmer von verschiedenen Studien konnten durch die Einnahme von Yohimbin die gewünschte Wirkung erzielen. Yohimbin bewirkt im Körper, dass sich die Blutgefäße erweitern, so auch im Schwellkörper des Penis, wodurch mehr Blut einströmen. Die Erektion kommt leichter zu Stande und hält länger an.

Ein weiterer Effekt von Yohimbin ist seine Wirkung auf die unteren Bereiche des Rückenmarks, was sich positiv auf die Entstehung sexueller Stimulation auswirkt. Yohimbin kann jedoch auch unerwünschte Nebenwirkungen haben. Es kann zu Herzrasen, Zittern, Schlaflosigkeit, Halluzinationen oder hohem Blutdruck führen, jedoch meist nur dann, wenn es versehentlich überdosiert wird.

Ginkgo

Ginkgo ist ein pflanzliches Produkt, das aus Asien stammt. Die Wirkstoffe in diesem Baum verbessern die Durchblutung und werden nicht nur zur Behandlung von Erektionsstörungen, sondern auch von anderen Durchblutungsstörungen eingesetzt. In sehr vielen Fällen hängt die Störung der Erektion mit einer mangelnden Durchblutung des Schwellkörpers zusammen. Die Behandlung mit Ginkgo muss jedoch langfristig erfolgen, denn die ersten Ergebnisse zeigen sich in der Regel erst nach einigen Monaten.

Patienten, die über sechs Monate hinweg jeden Tag 60 Milligramm Ginkgo Extrakt eingenommen haben, berichten über eine deutlich härtere und länger anhaltende Erektion, was auf die verbesserte Durchblutung zurückzuführen ist. Bei Ginkgo kann man unbedenklich bis zu 200 Milligramm am Tag zu sich nehmen, ohne Nebenwirkungen befürchten zu müssen.

Sägepalmextrakt und Sabal Serrulata

Der Wirkstoff in Sägepalmextrakt heißt Sabal Serrulata und wird in erster Linie zur Behandlung einer vergrößerten Prostata eingesetzt. Das Problem kommt zwar bei Männern über 50 häufiger vor, als bei jüngeren Männern, kann aber durchaus auch schon in früheren Lebensphasen auftreten und zu Potenzproblemen führen.

Die Nerven sind beeinträchtigt und die Blutgefäße können durch die vergrößerte Prostata nicht richtig durchblutet werden. Sägepalmextrakt kann dann helfen, wenn die vergrößerte Prostata die Ursache der Potenzprobleme ist.

Die Maca-Pflanze

Eine der bekanntesten rezeptfreien Potenzmittel aus der Natur ist die Maca-Pflanze, diese gehört zu den Gewächsen der Kressen und kommt ursprünglich aus Peru. Die Knolle der Maca Planze wird getrocknet und zu einem Pulver vermacht. Der Maca Pflanze wird die potenzsteigernde Wirkung nachgesagt da es viel Eiweiß, Zink, Eisen, Magnesium, Kalzium, Zucker und nahezu alle Vitamine enthält. Durch die hohe Anzahl von Mineralstoffen und Vitaminen wird der Maca Pflanze auch eine höhere psychische Belastbarkeit und ein erhöhter Muskelaufbau nachgesagt, was zu einem verbesserten Sexleben führen kann.

Maca Pflanze gegen Erektionsstörungen

In einer von Byung-Cheul Shin geleitete Studie, wurde die potenzsteigernde Wirkung von Maca Pulver untersucht. Aus dieser Studie wurde ermittelt, dass das Maca Pulver einen maßgeblichen und positiven Effekt auf die Potenz und die Spermienqualität der Probanden hatte.

Ginseng

Ginseng ist eine Wurzel, in der sogenannte Ginsenoside enthalten sind. Ginseng soll den Körper dazu veranlassen, verschiedene Hormone zu produzieren, unter anderem auch Testosteron. Der Mangel an Testosteron kann eine Ursache für Erektionsstörungen sein, weil Testosteron für sexuelle Stimulierung und Potenz gleichermaßen von Bedeutung ist.

Beim Kauf von Ginseng-Präparaten sollte man darauf achten, eine Ginsengart zu wählen, die viele Ginsenoside enthält. Es gibt nämlich unterschiedliche Unterarten der Wurzel. Ginseng muss, wie auch Ginkgo regelmäßig und über einen langen Zeitraum eingenommen werden, um die gewünschte Wirkung zu zeigen. Bei einer zu hohen Dosierung kann es in Einzelfällen zu Hautausschlag und erhöhtem Blutdruck kommen.

Gelée Royale vom Bienenstock

Honig und insbesondere dem Gelée Royale, das ebenfalls im Bienenstock produziert wird, werden in der Kosmetik und in der Heilkunst verschiedene positive Wirkungen zugeschrieben. Zuerst wurde Gelée Royale im alten Asien als Aphrodisiakum verwendet, bevor nun auch in Europa die Wirkung bekannt ist. Gelée Royale erhöht erwiesenermaßen die Menge des produzierten Sperma.

Auch die Libido wird gestärkt, sowie viele weitere Körperfunktionen, die nicht unbedingt etwas mit der Potenz zu tun haben. Ob die Potenz mit der Einnahme von Gelée Royale wirklich gesteigert werden kann, ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

Aber viele Männer berichten über eine allgemeine Steigerung des Wohlbefindens und im Zusammenhang damit auch von positiven Erfahrungen im sexuellen Bereich. Allergiker sollten bei Gelée Royale vorsichtig sein, wenn wer gegen Pollen allergisch ist, reagiert oftmals auch stark auf Gelée Royale.

Guarana als natürliches Potenzmittel

Bei Guarana handelt es sich um die Samen einer Lianenpflanze, die im Südamerikanischen Urwald wächst. Guarana enthält mehr Koffein als Kaffee und wirkt anregend. Es fördert die Durchblutung und kann so in vielen Fällen eine Erektionsstörung vorbeugen. Es gibt Tees, Energiedrinks, Schokolade und Bonbons, in denen Guaranaextrakt enthalten ist.

Das pflanzliche Guarana wird in vielen Getränken als Basis verwendet. Da es sich nur um geringe Mengen der Pflanze handelt, sind mit unangenehmen Begleiterscheinungen von Koffein, wie Unruhe und Herzrasen, nicht zu rechnen. Guarana sollte nur in kleinen Mengen eingenommen werden und wird nur bei leichten Erektionsstörungen empfohlen.

Quellen:

  1. Improvement of erectile function with Prelox: a randomized, double-blind, placebo-controlled, crossover trial. R Stanislavov1, V Nikolova and P Rohdewald, International Journal of Impotence Research (2008) 20, 173–180; doi:10.1038/sj.ijir.3901597; published online 16 August 2007. URL: nature.com
  2. Maca (L. meyenii) for improving sexual function: a systematic review. Byung-Cheul Shin, et al, Published online 2010 Aug 6. doi: 10.1186/1472-6882-10-44. URL: ncbi.nlm.nih.gov
  3. Die 10 besten rezeptfreien Potenzmittel aus der Apotheke. Hexpress Healthcare Limited. URL: 121doc.com/de/
  4. Sexual Enhancement Products for Sale Online: Raising Awareness of the Psychoactive Effects of Yohimbine, Maca, Horny Goat Weed, and Ginkgo biloba. Ornella Corazza et al, Biomed Res Int. 2014; 2014: 841798. URL: ncbi.nlm.nih.gov
  5. Behandlung (Therapie) der erektilen Dysfunktion: Yohimbin. Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz). URL: impotenz-selbsthilfe.de
Zuletzt aktualisiert: 24.10.2016
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