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Bluthochdruck: Risiko liegt in den Genen

Posted in: Gesundheits News 13 September, 2011

Wissenschaftler haben in ihren Untersuchungen 28 Regionen in der DNA entdeckt, die für die Steuerung des Blutdrucks wichtig sind. Werden diese Genome verändert, dann steigt das Risiko auf Bluthochdruck, verdickte Gefäßwände, Schlaganfälle und die koronare Herzkrankheit. Diese Studie wurde im Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht.

Es war schon vor dieser Studie bekannt, dass einige Arten der Krankheit eine genetische Ursache hat. Jedoch haben die Forscher erst bei dieser herausgefunden, dass viele Risikofaktoren des Bluthochdrucks genetisch bedingt sind.

Es wurden die Gene mehr als 200 000 Europäern und 74 000 Asiaten und Afrikaners untersucht. Der Zusammenhang der Genorte und des Blutdrucks war erstaunlich, so die Forscher. Diese Ergebnisse seien ein Anfang für die Entwicklung neuer Medikamente gegen Bluthochdruck und sind Grundlage zur besseren Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen.

Ein weiteres Ergebnis, das wichtig zur Behandlung von Bluthochdruck ist, ist dass Gene gefunden wurden, die für die Regulation der Weitung der Blutgefäße und die Natriumausscheidung durch die Nieren verantwortlich sind. Es werden schon neue Medikamente entwickelt, die Lungenhochdruck und Herzversagen behandeln sollen. Durch die neuen Ergebnisse der Studie aber, besteht auch die Möglichkeit, dass diese Wirkstoffe auch zur Behandlung von hohem Blutdruck eingesetzt werden können.

Bei der Studie haben sich 346 Forscher aus 24 Ländern zusammengeschlossen und in Gendatenbanken nach gleichen Mustern gesucht, die bei Bluthochdruckpatienten auftauchten. Die Wissenschaftler haben 2,5 Millionen Genvarianten von 69 000 Menschen untersucht. Die Forscher fanden geeignete Kandidaten, um die Untersuchungen fortzuführen. Sie haben daraufhin die Genevarianten an 133 000 anderen Personen hinsichtlich Blutdruckanomalien getestet.

Die Ergebnisse: Die 28 Mutationen an den 28 Genorten hatten deutlich eine Verbindung sowohl mit dem oberen als auch mit dem unteren Blutdruckwert. Dabei waren 16 Genvarianten neu. Man fand auch Gene mit denen man vorher den Blutdruck nicht in Verbindung gebracht hatte.

Auch bei Untersuchungen der Asiaten und Afrikaner, habe man bei 74 000 Menschen eine starke Verbindung mit dem Blutdruck feststellen können.

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