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Boreout - Warum auch Langeweile krank machen kann

Posted in: Gesundheits News 16 Januar, 2013

Stress und Hektik im Arbeitsalltag können zu ernsthaften Erkrankungen der betroffenen Arbeitnehmer führen. Die Zahl der Mitarbeiter, die an einem Burnout-Syndrom erkranken, steigt kontinuierlich. Das ist allgemein bekannt und gesellschaftlich mittlerweile akzeptiert. Die Betroffenen erfahren ein großes Maß an Verständnis und Unterstützung, denn mittlerweile sind nicht nur Manager von dieser Krankheit betroffen.

Gestresst vom Nichtstun

Die Tatsache, dass auch Langeweile und die damit verbundene permanente Unterforderung krank machen können, dringt nur zögerlich an die Öffentlichkeit. Bei den Kollegen oder sogar beim Vorgesetzten sucht der Leidtragende in den meisten Fällen vergeblich Verständnis und Hilfestellung.

Langeweile am Arbeitsplatz hat wenig mit einem süßen Nichtstun gemeinsam. In jedem Arbeitsalltag gibt es Phasen, in denen etwas weniger zu tun ist. Länger liegen gebliebene Sachen können aufgearbeitet werden und die unliebsamen Aufgaben werden auch endlich erledigt. Diese Ruhepausen können allerdings nicht mit einem Boreout verglichen werden, da es sich bei einem solchen nicht nur um kurze Intervalle handelt.

Wenn abzusehen ist, dass dieser Zustand kein Ende nehmen wird, dann suchen sich die Mitarbeiter ihre Arbeit zusammen und geben vor, unendlich viel Arbeit auf dem Tisch liegen zu haben. Dabei machen sie nicht nur ihren Arbeitskollegen in Gesprächen etwas vor, sondern sich selbst auch. Dabei nehmen sie zwar eine wachsende Unzufriedenheit zur Kenntnis, verbinden diese jedoch nicht mit dem Arbeitsplatz. Der Grund hierzu liegt in der allgemeinen Annahme, dass ein Arbeitsplatz, der wenig Stress mit sich bringt, doch im Grunde wünschenswert sei.

Der Traumjob als Frust-Flop

Zwei Drittel der jüngeren Arbeitnehmer gehen nicht in ihrem Arbeitsalltag auf. Nach dem Studium starten viele mit Elan in den Wunschberuf, nach einer kurzen Einarbeitungszeit kommt jedoch schnell die Ernüchterung, wenn der anspruchsvolle Posten nicht dem entspricht, was sich erhofft wurde.

Der ganze Elan und die Motivation, die im Grunde für die Ausübung der Tätigkeit vorhanden ist, werden dauerhaft gebremst. Statt Anerkennung und Erfolge rücken Frustration und körperliche Einschränkungen wie Schlafstörungen, Magenschmerzen sowie Tinnitus in den Vordergrund. Ein klärendes Gespräch mit dem Vorgesetzten könnte bei Boreout Abhilfe schaffen. Wenn dieser kein Verständnis aufbringt, wäre ein Wechsel der Arbeitsstelle die einfachere und elegantere Lösung. Zudem stellt die Suche eine erneute anspruchsvolle Tätigkeit dar und lässt die Lebensfreude wieder erwachen.

Sollten Sie vermehrt unter Schlafstörungen, Magenschmerzen und Tinnitus leiden, werfen Sie einen Blick auf Ihren Job - sind Sie vielleicht gelangweilt?

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