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Intrinsa darf nicht mehr verschrieben werden

Posted in: Gesundheits News 31 Juli, 2012

Lange wurde es als das Wundermittel gegen weiblichen Libidoverlust gehandelt. Nun wird das Intrinsa-Pflaster allerdings vom Markt genommen. Experten der britischen Fachzeitschrift “Drug and Therapeutics Bulletin” (DTB) sind der Ansicht, dass zu wenig über die Spätfolgen der Pflaster bekannt sei.

Es war beinahe zu schön, um wahr zu sein: Vor ein paar Jahren kam das Pflaster auf den Markt um Frauen zu helfen, denen die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt wurden. Diese kamen automatisch in die Wechseljahre und klagten fortan über eine äußerst geringe Libido. Intrinsa konnte einfach auf den Unterbauch geklebt werden und musste nur zweimal die Woche gewechselt werden, eine denkbar einfache Anwendung wie bei einem Nikotinpflaster.

Das DTB hat auch herausgefunden, dass die Studien damals sehr selektiv ausgeführt worden sind. So hat man zum Beispiel keine “Risikopatienten” das Pflaster testen lassen und hat nur Frauen ausgewählt, die mental und körperlich gesund waren. Außerdem wurde die sexuelle Unlust nur mit einem sehr kurzen Fragebogen erfasst. Die wissenschaftliche Wert bleibt hier natürlich fraglich.

Zwar haben manche Frauen von einer Verbesserung Ihrer Libido berichtet, jedoch sei es aufgrund des Patientenkreises nicht eindeutig, ob es sich bei den Anwenderinnen tatsächlich nur um Frauen handelte, die unter einer mangelnden Libido leiden, so die britischen Experten.

Auch wisse man nahezu nichts über die Langzeitfolgen der Pflaster, da das Medikament noch nicht lange genug auf dem Markt sei. Was man allerdings herausgefunden hat, waren Nebenwirkungen. Und zwar nicht wenige. So kam es sehr oft zu Hautirritationen, Akne oder übermäßigem Haarwuchs durch das in den Intrinsa-Pflastern enthaltene Testosteron.

Als Folge dieser Bedenken hat die European Medicines Agency (EMA) im Juli 2012 öffentlich bekanntgegeben, dass das Intrinsa Pflaster nicht mehr verkauft oder verschrieben werden darf.

Aufgrund dieser Entscheidungen wird auch euroClinix nicht länger in der Lage sein, das Medikament anzubieten. Wir möchten uns für die Unannehmlichkeiten, die unseren Patientinnen dadurch entstehen, entschuldigen.

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