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Krebs-Heilung - geheilt ist nicht gleich gesund

Posted in: Gesundheits News 21 März, 2016

Die Krebsforschung hatte von Beginn an nur ein Ziel: Die Krebszelle muss zerstört werden damit der Patient überleben kann. Diese Strategie ging auch auf und die Krebs-Medizin konnte große Erfolge erzielen. Mittlerweile steigt die Überlebensrate bei Krebsdiagnose um 1% pro Jahr und bei vielen Krebsarten ist die Überlebenschance sehr groß. Überleben ist aber nicht alles, das können sicherlich viele vom krebs geheilte Patienten bestätigen. Viele von ihnen leiden nämlich an den häufigen Spätfolgen der oft sehr aggressiven Behandlungsmethoden. So zerstören Strahlentherapien oft auch gesunde Zellen und Chemotherapien sind oft Auslöser für schwere Herzprobleme. Diese Folgeschäden wurden von der Forschung aber weitgehend vernachlässigt um das Ziel, den Krebs zu besiegen, nicht aus dem Fokus zu verlieren. Durch die Dringlichkeit neuer Behandlungsmethoden wurden auch selten Langzeitstudien gemacht um die Folgeschäden zu klären. Daher werden diese erst mit dem Altern geheilten Patienten aufgedeckt.

Patienten fühlen sich alleine gelassen

Patienten die an Nachfolgeuntersuchungen leiden fühlen sich oft nicht gut genug beraten. Es gibt zwar Nachfolgeuntersuchungen bei Krebs, diese sind aber oft unzureichend in Klärung von Folgeschäden der Behandlung. Hinzu kommt, dass das Risiko auf einen Zweittumor um 40 mal höher ist als bei einem Ersttumor. Auch diese müsste durch Nachfolgeuntersuchungen vorgebeugt werden. Bis heute gibt es aber weder genügend Angebote, noch werden diese finanziert. Hier zeigt sich die Nachlässigkeit für geheilte Patienten.

Von zwei Seiten arbeiten

Das Problem der Folgeschäden bei geheilten Krebspatienten muss von zwei Seiten angegangen werden: Die Krebsforschung wird durch die immer häufiger auftretenden Folgeschäden gezwungen von der einseitigen Strategie, bei der nur das Überleben zählt abzugehen und sich auch um nachhaltige Behandlungen zu kümmern. Zusätzlich muss aber auch das Gesundheitssytem so überarbeitet werden, dass langfristige Nachfolgeuntersuchungen Zweittumore und Folgeschäden früh erkennen können und somit ausreichend Vorkehrungen treffen können. Das Ziel muss sein nicht nur noch Überlebende oder geheilte Patienten, sondern gesunde Menschen zu haben.

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