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Nichtraucherschutz in Kneipen und Bars

Posted in: Gesundheits News 18 Mai, 2011

Seit der Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes für Gaststätten, führte das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg erstmals eine Studie durch, die die Einhaltung des Gesetzes überprüfen sollte. Im Februar und März dieses Jahres haben 2 939 Gastwirte der Innenstädte von Kiel, Mainz, Düsseldorf, Hannover, Magdeburg, Schwerin, Wiesbaden und Stuttgart an der Studie teilgenommen. Außerdem wurden zusätzlich zwei weitere Stadteile Berlins und Münchens mit hoher Kneipendichte unter die Lupe genommen.

Die Ergebnisse dieser Studie sind erschreckend, denn 80% der Kneipen und Bars und sogar 90% aller Spielhallen waren trotz des Verbots verraucht.

Allgemein

Laut Studie wird immer noch in 4 von 5 getränkegeprägten Betrieben geraucht, wobei der Schadstoffgehalt fünf- bis elfmal höher ist, wie in rauchfreien Räumen. Auch in 8% der Restaurants wird geraucht. 13% aller Kneipen und Bars verfügen über mehr als einen Raum, was gegen das Gesetz verstößt. Dazu kommt auch noch, dass bei 62% der geprüften Gaststätten der Hinweis „Zutritt erst ab 18 Jahren“ fehlte. Dadurch werden Jugendliche ungewollt der Gefahr des Passivrauchens ausgesetzt.

Düsseldorf bildet mit lediglich 59% rauchfreien Kneipen und Bars das Schlusslicht. Hier wurden die meisten Verstöße, vor allem der Kennzeichnungspflicht, gegen das Nichtraucherschutzgesetz festgestellt.

Berlin-Mitte hat mit 80% rauchfreien Kneipen und Bars am besten in dieser Studie abgeschnitten. München nahm außer Konkurrenz an dieser Studie teil, da hier seit August 2010, sowie auch im Saarland, ein generelles Rauchverbot im Gastgewerbe besteht. Trotzdem können Raucher immer noch ihrem Nikotinverlangen nachgehen, da 17% von der gesetzlich zugelassenen Ausnahme einer geschlossenen Gesellschaft Gebrauch machen.

Fazit

Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Krebsprävention des DKFZ sowie des WHO-Zentrums für Tabakkontrolle formulierte es so: "Die meisten Landesgesetze zum Nichtraucherschutz dürfen als gescheitert angesehen werden." Die Umsetzung und Kontrolle ist aufgrund der Komplexität, der unterschiedlichen Landesgesetze und die durch die Gesetze gebotenen Schlupflöcher sehr schwierig. Hier ist eine Vereinfachung und Vereinheitlichung für die Gastronomie notwendig.
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