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Übergewichtige leben länger

Posted in: Gesundheits News 08 Januar, 2013
Studie belegt: Hüftgold schadet nicht

Wer etwas zu viele Pfunde auf die Waage bringt, wird von seinem Hausarzt die immer gleiche Empfehlung bekommen: Abspecken für die eigene Gesundheit. Es ist eine Volksweisheit, dass dünne und normalgewichtige Menschen gesünder leben. Sie belasten ihren Organismus weniger, auch die Gelenke seien weniger beansprucht - und dadurch steigt die Lebenserwartung im Vergleich zu Menschen mit Übergewicht spürbar. Nun hat eine neue Studie im Auftrag der US-Gesundheitsbehörde CDC das Gegenteil bewiesen - Hungern steigert die Lebenserwartung nicht.

Gesunder Lebensstil wichtiger als Gewicht

Fast 100 Studien hat die Wissenschaftlerin Katherine Flegal zusammen mit ihren amerikanischen Kollegen zu diesem Thema ausgewertet. Untersucht wurde dabei die Sterblichkeit im Zusammenhang mit dem BMI, dem Body Mass Index. Der Index ist international anerkannt und wird als Kriterium von der Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, verwendet. Demnach zählen Männer und Frauen, die einen BMI von 18,5 bis 24,9 haben, als Normalgewichtige.

Glaubt man der gängigen Ansicht, leben diese Menschen am gesündesten und müssten damit auch am längsten leben. Doch die Auswertung dieser Studien führt zu einem anderen Ergebnis. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, das Menschen mit einem leichten Übergewicht eine um sechs Prozent höhere Lebenserwartung haben, ihr BMI liegt zwischen 25 und 30. Selbst Menschen mit einem Body Mass Index zwischen 30 und 35 - laut WHO die erste Stufe der Fettleibigkeit - haben keine höhere Sterblichkeit als normalgewichtige Menschen.

Individuelles Idealgewicht

Bereits 2009 kamen Wissenschaftler der Uni Hamburg zu einem ähnlichen Ergebnis. Menschen mit einem leichten Übergewicht müssen nicht fürchten, früher das Zeitliche zu segnen. Anders sieht es allerdings bei deutlich übergewichtigen Menschen aus, die unter Adipositas leiden. Ist der BMI größer als 35, sinkt die Lebenserwartung gleich um 29 Prozent.

Dass der Body Mass Index keinen hohen Aussagewert über den wahren Gesundheitszustand hat, wird schon längere Zeit von Experten bemängelt. Das Körpergewicht allein ist kein Faktor für einen gesunden Lebensstil. Jeder Mensch hat ein individuelles Idealgewicht, völlig unabhängig vom BMI. Auch mit ein paar zusätzlichen Kilos mehr auf der Waage kann man länger leben als Menschen mit einem BMI im Normalbereich.

Sport ist eine gute Medizin

Bereits im vergangenen Jahr hat eine Studie skandinavischer und amerikanischer Forscher bewiesen, dass Sport die Lebenserwartung beeinflusst. Bereits eine leicht erhöhte körperliche Aktivität von rund 75 Minuten in der Woche kann die Lebenserwartung im Schnitt um 1,8 Jahre verlängern. Die Wissenschaftler haben sich ebenfalls auf den BMI gestützt und gezeigt, dass bewegungsfaule Normalgewichtige früher sterben als Menschen mit einem etwas höheren BMI, die aber Sport treiben.

Sport ist also wesentlich ausschlaggebender als ein BMI im normalen Bereich.
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