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Neues Zeckengel mit Azithromycin gegen Borreliose

Posted in: Gesundheits News 21 Mai, 2012

Wenn die Temperaturen steigen, dann wächst auch die Zeit, die wir draußen verbringen. Besonders im Frühling steigt auch die Gefahr von Zeckenbissen deutlich an. Die kleinen Zecken halten sich besonders gern im hohen Gras auf und werden aufgrund Ihrer Größe spät erkannt, meist erst nach einem Stich. Das gefährliche eines Stichs sind die Bakterien, die der Parasit übertragen kann. Es gibt in der Regel zwei Infektionen, die Entzündungen im Körper hervorrufen können. Die Hirnhautentzündung FSME ist eine schwere Erkrankung, die allerdings durch eine Impfung vorgebeugt werden kann. Borreliose dagegen tritt häufiger auf und kann zu Entzündungen im ganzen Körper hervorrufen.

Laut einer Analyse von Thomas Kistemann, eines Umweltmediziners, liegt die höchste Anzahl an Borrelioseinfektionen in den Ländern Bayern, Brandenburg und Sachsen. Dabei bezog er sich auf die Daten der kassenärztlichen Abrechnungen. Allerdings besteht auch die Meldepflicht in allen drei Ländern, was auch für die hohe Zahl spricht.

Gegen Borreliose gibt es bislang keine Impfung, weshalb gerade deswegen der Körper nach einem Aufenthalt in der Natur auf Zecken abgesucht werden muss. Wird ein Stich gefunden, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, der die typischen Symptome einer Borrelioseinfektion schnell erkennen kann. Diese ist meist eine Rötung der Einstichstelle und sollte umgehend mit Antibiotika behandelt werden. Umgekehrt kann eine Borrelioseinfektion auch dann vorliegen, wenn die Stelle sich nicht sofort rötet. Ist das der Fall, kann der Biss über längere Zeit unerkannt bleiben.

Das Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie hat mit der Firma Ixodes und der Universität München ein Gel entwickelt, das Azithromycin, ein Antibiotikum, enthält und direkt auf die Bissstelle aufgetragen wird. Zur Zeit können Betroffene sich in einer der 20 Einrichtungen behandeln lassen, die an dem Projekt in Deutschland und Österreich teilnehmen. Die Patienten müssen dazu die Zecke, von der der Stich stammt, mitbringen. Eine schnelle Untersuchung der Zecke zeigt, ob diese die Borreliosebakterien übertragen hat.

Die Forscher sind davon überzeugt, dass das Gel eine einfache und nebenwirkungsarme Möglichkeit sein kann, sich sofort nach einem Stich vor einer Borrelioseinfektion zu schützen. Allerdings sind erst noch längere Tests notwendig, um die Wirksamkeit des Gels zu überprüfen.

Kommentare

  • IxodesMonday, May 28, 2012

    Es werden noch Patienten gesucht. www.zeckenstudie.com besuchen

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