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Ab wann wirkt die Pille?

Die hormonelle Verhütung mit der Antibabypille ist eine einfache und sichere Methode der Schwangerschaftsverhütung, welche jedoch in der Anwendung genauen Regeln folgen muss für einen effektiven Schwangerschaftsschutz. Viele Erstanwender sind unsicher über den Wirkungsbeginn der Pille, aber auch nach einer Schwangerschaft oder längerer Einnahmepause sowie nach einem Wechsel von anderen Verhütungsmethoden ist nicht allen Frauen klar, wie schnell die Antibabypille wirkt. Finden Sie auf dieser Seite alle wichtigen Informationen zur Wirkung der Pille, was zu beachten ist beim Wechsel von anderen Verhütungsmethoden und was zu tun ist bei vergessener Einnahme, Erbrechen und Durchfall.

Kurze Fakten zur Wirkung der Antibabypille

  • Mit Pearl-Index von 0,3 eine der sichersten Verhütungsmethoden.
  • Sofortiger Schwangerschaftsschutz bei Ersteinnahme zu Zyklusbeginn.
  • Bei späterer Ersteinnahme vollständiger Schutz nach 7 Tagen
  • Wirkung kann durch Durchfall und Erbrechen beeinträchtigt werden.
  • Problemloser Wechsel von anderen Verhütungsmitteln möglich.

Wie schnell wirkt die Pille nach der Ersteinnahme?

Sofern die Antibabypille am ersten Tag des Zyklus eingenommen wird, besteht ein sofortiger Schwangerschaftsschutz. Dies gilt nicht nur für Frauen, welche zum ersten Mal hormonell verhüten, sondern auch beim Wechsel von anderen hormonellen und nicht-hormonellen Verhütungsmitteln sowie nach einer längeren Einnahmepause, etwa durch Schwangerschaft oder Krankheit.

Der Zyklusbeginn ist normalerweise durch den Beginn der Monatsblutung gekennzeichnet. Wird die erste Tablette zu einem späteren Zeitpunkt eingenommen, besteht ein vollständiger Verhütungsschutz erst nach sieben Tagen der kontinuierlichen Einnahme. In der ersten Woche der Anwendung muss daher zusätzlich eine mechanische Verhütungsmethode verwendet werden, beispielsweise Kondome oder ein Diaphragma.

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Wichtig ist, dass die einmalige Einnahme der Antibabypille keinen Schwangerschaftsschutz bietet. Die Wirkung von hormonellen Kombinationspräparaten wird durch die regelmäßige Einnahme erreicht und aufrecht rehalten. Dazu muss die Antibabypille regelmäßig zum korrekten Zeitpunkt über den Fruchtbarkeitszyklus hinweg eingenommen werden. Der Schutz besteht für einen vollständigen Zyklus, sofern die gesamte Blisterpackung korrekt aufgebraucht wird.

Wie schnell wirkt die Pille nach einem Wechsel von anderen Verhütungsmitteln?

Der Wechsel zur Antibabypille von anderen Verhütungsmethoden ist in den meisten Fällen problemlos möglich und die Ersteinnahme verläuft wie bei Neuanwendung. Sofern die Einnahme der Antibabypille am ersten Tag des Zyklus beginnt, besteht auch nach einem Wechsel von anderen Verhütungsmitteln ein sofortiger und vollständiger Schwangerschaftsschutz. Andernfalls muss auch hier in den ersten sieben Tagen zusätzlich mit einer Barriere-Methode verhütet werden.

Zu beachten ist vor allem der günstigste Zeitpunkt für den Wechsel von anderen hormonellen Verhütungsmitteln zu Kombinationspräparaten, um einen nahtlosen Übergang für den Hormonhaushalt zu ermöglichen. Bei einem Wechsel von der Dreimonatsspritze, der Hormonspirale, dem Verhütungsring oder Verhütungsplaster wird die erste Antibabypille am Tag des nächsten geplanten Auffrischens bzw. Auswechselns eingenommen. In diesem Fall besteht ein fortlaufender Schwangerschaftsschutz.

Wurde zuvor mit der östrogenfreien Minipille verhütet, kann der Wechsel zur Antibabypille theoretisch jederzeit erfolgen. Es ist jedoch empfehlenswert, zunächst den aktuellen Blisterpack aufzubrauchen. Anschließend wird direkt die erste Tablette des Kombinationspräparats eingenommen, es erfolgt keine Pillenpause. Zur Sicherheit sollte in den ersten sieben Tagen zusätzlich nicht-hormonell verhütet werden.

Ab wann wirkt die Pille nicht mehr?

Sofern die Einnahme der Antibabypille regelmäßig nach Anweisung erfolgt und keine gesundheitlichen Zwischenfälle auftreten, ist die Pille für die Dauer der Anwendung durchgängig wirksam. Dies gilt auch während der einnahmefreien "Pillenpause" von 7 Tagen, welche mit den meisten Kombinationspräparaten eingehalten wird.

Der Schwangerschaftsschutz durch die Antibabypille ist jedoch gefährdet in bestimmten gesundheitlichen Umständen wie beispielsweise:

  • unregelmäßige Einnahme mit mehr als 12 Stunden Abweichung von der geplanten Einnahmezeit
  • Erbrechen oder Durchfall kurz nach Einnahme
  • Einnahmepause von mehr als sieben Tagen
  • gleichzeitiger Einnahme anderer Arzneimittel mit Wechselwirkung

Da hormonelle Verhütungsmittel mit diversen anderen Arzneimitteln in Wechselwirkung treten können, was auch die verhütende Wirkung herabsetzen kann, sollte vor Beginn der Einnahme der Pille sowie vor einer gleichzeitigen Behandlung mit anderen Medikamenten unbedingt der behandelnde Arzt über alle verwendeten Wirkstoffe informiert werden.

Muss ich nach Erbrechen oder Durchfall eine neue Pille einnehmen?

Wenn sich kurz nach der Einnahme der Antibabypille erbrochen wird, kann die Wirkung eventuell beeinträchtigt sein, da der Körper die Wirkstoffe noch nicht vollständig absorbiert hat. In der Regel gilt dies in den ersten vier Stunden nach der Einnahme.

Sollte es in dieser Zeitspanne zum Erbrechen kommen, kann unverzüglich eine zusätzliche Tablette eingenommen werden. Erfolgt dies innerhalb von 12 Stunden nach dem ursprünglichen Einnahmezeitpunkt, ist die schwangerschaftsverhütende Wirkung weiterhin vollständig gewährleistet.

Die zusätzliche Tablette kann vom Ende des angefangenen Blisters entnommen werden, dadurch verkürzt sich der aktuelle Zyklus um einen Tag. Alternativ kann ein separater Blister begonnen werden.

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Keinesfalls sollte jedoch mehr als eine Tablette auf einmal eingenommen werden. Sind bereits mehr als 12 Stunden seit dem ursprünglichen Einnahmezeitpunkt vergangen, bevor die notwendige Ersatztablette eingenommen werden kann, ist der Schwangerschaftsschutz nicht mehr gewährleistet.

In diesem Fall sollte die Einnahme wie gewohnt am nächsten Tag fortgesetzt und für die kommenden sieben Tage zusätzlich mechanisch verhütet werden.

Auch plötzlicher Durchfall kann wie Erbrechen kurz nach der planmäßigen Einnahme der Antibabypille die schwangerschaftsverhütende Wirkung des Präparats beeinträchtigen. In diesem Fall ist das gleiche zu tun wie nach Erbrechen und eine zusätzliche Tablette sollte so schnell wie möglich eingenommen werden, um den Verhütungsschutz aufrecht zu erhalten.

Kann ich die Pille nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums aufbrauchen?

Wie alle Medikamente darf auch die Antibabypille nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums nicht mehr verwendet werden. Der Verfall der enthaltenen Wirkstoffe kann nicht nur den Schwangerschaftsschutz beeinträchtigen, sondern in extremen Fällen auch giftige Zerfallprodukte bilden, die zu gefährlichen Nebenwirkungen führen können.

Auch ein bereits angebrochener Blisterpack sollte nicht aufgebraucht werden, sobald das Verfallsdatum überschritten wurde. Speziell bei der regelmäßigen Einnahme der Antibabypille ist einem dementsprechenden Fall jedoch relativ einfach vorzubeugen. In der Regel werden auf den Medikamentenpackungen die Haltbarkeitsdaten mit Monat und Jahr angegeben, weshalb die Planung für einen kompletten Monatszyklus vorab in den meisten Fällen unproblematisch ist.

Auch kann einem zeitlich ungünstigen Verfall der Medikamente präventiv entgegen gewirkt werden, indem die Pille regelmäßig neu und nicht "auf Vorrat" gekauft wird. Durch Apotheken abgegebene Medikamente sollten auch eine geeignete Mindesthaltbarkeit für mehrere Monate vorweisen, sodass sofort verwendete Medikamente nicht während der Behandlung über das Verfallsdatum hinauslaufen.

Ab wann wirkt die Pille nach einer Schwangerschaft?

Nach einer Schwangerschaft kann die Antibabypille ohne Probleme eingenommen werden, sobald der behandelnde Arzt der erneuten Anwendung zustimmt. Dies gilt in gleichem Maße für vorzeitig abgebrochene Schwangerschaften, ungeachtet des Grundes.

Die Wirkung setzt in diesem Fällen wie bei der Erstanwendung sofort ein, sofern die erste Einnahme zu Beginn des Menstruationszyklus erfolgt. Erfolgt die Einnahme zu einem anderen Zeitpunkt, muss in den ersten sieben Tagen wie gewohnt zusätzlich mit einer nicht-hormonellen Methode wie Kondomen verhütet werden. Anschließend ist wieder ein vollständiger Schwangerschaftsschutz gegeben.

Stillende Mütter müssen jedoch beachten, dass die Wirkstoffe der Antibabypille in die Muttermilch übertragen werden können. Daher sollte die Anwendung während der Stillzeit zuvor mit einem Arzt besprochen werden, sodass auf ein alternatives Präparat mit anderen Eigenschaften bzw. passende icht-hormonelle Verhütung gewechselt werden kann.

Quellen:

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