Diaphragma

Diaphragma

Wird über Verhütung gesprochen, so geht es meist in erster Linie um die herkömmlichen hormonellen Verhütungsmittel wie die Antibabypille, die Hormonspirale oder das Hormonimplantat. Auch Kondome sind häufig im Gespräch, da sie neben einer Schwangerschaft auch vor Geschlechtskrankheiten schützen.

Doch viele Frauen stellen sich die Frage nach Alternativen. Die Gründe können hier verschieden sein. In manchen Fällen kann hormonelle Verhütung mit Nebenwirkungen wie starker Gewichtszunahme oder starken Stimmungsschwankungen sowie Depressionen einhergehen. Manche Frauen möchten aber auch aus Prinzip keine künstlichen Hormone zu sich nehmen. Neben den Methoden der natürlichen Familienplanung und dem dauerhaften Einsetzen einer Kupferspirale stellt auch die Anwendung eines Diaphragmas eine Möglichkeit dar, ohne Hormone zu verhüten.

Wie sieht die Anwendung eines Diaphragmas aus?

Das Diaphragma wird vor Beginn des Geschlechtsverkehrs in die Scheide eingeführt, so dass es zwischen dem Schambein und dem zervikalen Ende der Scheide liegt. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass der Muttermund vollkommen abgedeckt ist, denn nur so ist Schutz vor dem Eindringen von Spermien geboten. Zuvor wird eine spermienabtötende Creme auf das Diaphragma aufgetragen.

Das Einsetzen des Diaphragmas erfolgt zwischen zwei Stunden und einer halben Stunde vor Beginn des Geschlechtsverkehrs. Besonders wichtig ist, dass es erst frühestens nach 8 Stunden wieder entfernt wird. Spätestens nach 12 Stunden jedoch ist es ratsam, das Diaphragma zu entnehmen, um Entzündungen zu vermeiden. Zudem ist nach jedem Gebrauch eine gründliche Reinigung des Diaphragmas mit Seife und Wasser notwendig.

Wie sicher ist ein Diaphragma?

Die Zuverlässigkeit eines Diaphragmas zur Empfängnisverhütung hängt ganz besonders von der korrekten Anwendung ab. Der Pearl Index kann hier zwischen 1 und 20 liegen. Die Sicherheit kann durch die zusätzliche Anwendung eines Spermizids, also einer Creme, das Spermien abtötet, deutlich erhöht werden. Auch die korrekte Anpassung des Diaphragmas beeinflusst seine Wirksamkeit.

Vor- und Nachteile

Die Verhütung mittels Diaphragma geht mit einer Reihe von Vorteilen und Nachteilen gegenüber anderen Verhütungsmitteln einher. Zu den Vorteilen zählen:, dass dem Körper keine künstlichen Hormone zugeführt werden. Zudem kommt das Diaphragma nur bei Bedarf zum Einsatz und es besteht kein dauerhafter Eingriff in den Körper wie durch den Einsatz einer Spirale.

Allerdings ist die Verwendung des Diaphragmas auch mit einigen Nachteilen verbunden:

  • Geringe Spontanität: Wer mit Diaphragma verhütet, kann beim Geschlechtsverkehr nur wenig spontan sein. Der Einsatz erfolgt mindestens eine halbe Stunde vor Beginn des Geschlechtsverkehrs. Kommt es zu wiederholtem Geschlechtsverkehr, muss zudem erneut Spermizid aufgetragen werden.
  • Anpassung notwendig: Die Zuverlässigkeit des Diaphragmas hängt auch davon ab, wie gut es vom Arzt angepasst wird. Die Anpassung sollte alle ein bis zwei Jahre wiederholt werden, bei jungen Frauen eventuell auch häufiger.
  • Schwankende Zuverlässigkeit: Bei kaum einem anderen Verhütungsmittel schwankt die Zuverlässigkeit so stark wie beim Diaphragma. Die sichere Verhütung mittels Diaphragma erfordert demnach eine gewisse Übung.
  • Kein Schutz vor Geschlechtskrankheiten: Das Diaphragma bietet keinen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Was kostet ein Diaphragma?

Wer ein Diaphragma erwerben möchte, kann mit Kosten im Bereich von etwa 30 Euro rechnen. Die zusätzlichen Kosten für ein Spermizid belaufen sich auf ungefähr 10 Euro.

Alternativen zum Diaphragma

Besteht der Wunsch, ohne Hormone zu verhüten, bieten sich alternativ zum Diaphragma die Methoden der natürlichen Familienplanung an.

Natürliche Familienplanung NFP zur Verhütung

Bei der NFP werden die fruchtbaren Tage anhand folgender Methoden bestimmt:

  • Das Führen eines Zykluskalenders
  • Die Temperaturmethode
  • Die Billings-Methode
  • Die Zervixschleim-Methode

Mehr Informationen dazu finden sie hier.

Spirale zur Verhütung

Ein weiteres hormonfreies Verhütungsmittel ist durch die Kupferspirale gegeben. Hierbei handelt es sich um einen t-förmigen Körper, der in den Gebärmutterhals eingesetzt wird. Der genaue Wirkmechanismus der Kupferspirale ist nicht eindeutig geklärt. Es wird vermutet, dass die Kupferionen eine toxische Wirkung auf Spermien haben und deren Beweglichkeit und Lebensdauer senken. Die Kupferspirale zählt zu den zuverlässigsten Verhütungsmitteln.

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