Verhütungscreme

Verhütungscreme

Die Verhütungscreme zählt zu den chemischen Verhütungsmitteln. Bei diesen handelt es sich um sogenannte Spermizide, also Substanzen, die Spermien abtöten. Sie werden vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt und verringern so die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis. Die chemische Verhütung ist vermutlich eine der ältesten Verhütungsmethoden, denn die Ursprünge der Verwendung natürlicher Spermizide kann bis in die Antike zurückverfolgt werden.

Verhütung ohne Hormone mit Verhütungscreme?

Einige Frauen sind mit hormonellen Verhütungsmethoden wie der Pille, dem Hormonimplantat oder der Hormonspirale unzufrieden. Dies kann beispielsweise durch starke Nebenwirkungen begründet sein. In einem solchen Fall bieten sich neben der Kupferspirale und der Verhütung mit Kondomen hauptsächlich die folgenden zwei Alternativen an:

Natürliche Verhütung

Zum einen gibt es zahlreiche Methoden der natürlichen Familienplanung wie zum Beispiel die Temperaturmethode oder das Führen eines Zykluskalenders. Mehr zu diesem Thema finden Sie hier.

Chemische Verhütungsmittel

Zum anderen werden chemische Verhütungsmittel in verschiedener Form angeboten:

Chemische Verhütungsmittel werden häufig in Kombination mit mechanischen Verhütungsmethoden verwendet. Hier bieten sich etwa das Diaphragma oder das LEA-Contraceptivum an.

Wie sieht die Anwendung von Verhütungscreme aus?

Verhütungscreme wird im Idealfall in Kombination mit Barriere-Methoden wie dem Diaphragma oder dem LEA-Contraceptivum angewendet, da sie sonst nur wenig zuverlässig ist. Die Verhütungscreme wird auf die jeweilige Barriere aufgetragen, bevor diese in die Scheide eingeführt wird. Wird Verhütungscreme ohne zusätzliche mechanische Methode angewendet, so kann sie mithilfe eines Applikators in die Scheide eingeführt werden. Dabei ist wichtig, dass der Wirkstoff sich so nahe wie möglich am Muttermund befindet, um seine optimale Wirkung zu entfalten.

Bei allen chemischen Verhütungsmitteln ist wichtig, dass sie mindestens zehn Minuten vor Beginn des Geschlechtsverkehrs angewendet werden, da sie erst nach dieser Zeitspanne wirksam sind.

Welche Wirkung hat Verhütungscreme?

Chemische Verhütungsmittel wirken in der Regel anhand von zwei Mechanismen:

  • Nonoxynol-9: Hierbei handelt es sich um einen Wirkstoff, der die Zellmembran der Spermien angreift. Dadurch werden diese bewegungsunfähig gemacht und schließlich abgetötet. Allerdings wird auch die Scheidenschleimhaut durch Nonoxynol-9 gereizt. Bei Frauen, die regelmäßig Produkte mit Nonoxynol-9 verwenden, können diese zu Entzündungen führen.
  • Säure: Weitere Wirkstoffe sind Milchsäure sowie Zitronensäure. Verhütungscremes mit diesen Inhaltsstoffen verändern das Scheidenmilieu so, dass Spermien unbeweglich gemacht werden. Es handelt sich also nicht um Spermizide im eigentlichen Sinne, da die Spermien nicht abgetötet werden.

Wie sicher ist Verhütungscreme?

Verhütungscreme und andere chemische Verhütungsmittel sind als alleinige Verhütungsmethode eher unzuverlässig. Zum einen dauert es etwa zehn Minuten, bis die Spermizide in der Scheide ihre Wirkung entfalten können. Ab diesem Zeitpunkt sind sie zudem für höchstens zwei Stunden und nur einen Samenerguss wirksam. Bei wiederholtem Geschlechtsverkehr muss also erneut Verhütungscreme benutzt werden. Der Pearl-Index von chemischen Verhütungsmitteln liegt zwischen 3 - 21.

Welche Nebenwirkungen hat Verhütungscreme?

Verhütungcremes und weitere chemische Verhütungsmittel, die Nonoxynol-9 enthalten, können mit einigen Nebenwirkungen verbunden sein. Einige Frauen berichten von einem Wärmegefühl sowie Brennen oder Jucken. Dies kann durch die Reizung der Scheidenschleimhaut hervorgerufen werden. Die Schleimhaut wird damit anfälliger für Infektionen. Für Frauen, die ohnehin zu Vaginalinfektionen neigen, sind chemische Verhütungsmittel deshalb wenig geeignet. Doch auch im Allgemeinen ist von einem dauerhaften und häufigen Gebrauch von Verhütungscreme aus diesen Gründen eher abzuraten.

Verhütung für den Mann?

Verhütungscreme ist nicht mit dem Verhütungsgel für Männer zu verwechseln, welches sich derzeit in der Entwicklung befindet. Hierbei handelt es sich um eine dauerhafte, hormonfreie Verhütungsmethode. Das Verhütungsgel wird in den Samenleiter gespritzt und beschädigt dort die Samen derart, dass eine Befruchtung der Eizelle nicht mehr möglich ist. Allerdings besteht vor der Einführung des Gels noch Forschungsbedarf, da unter anderem noch nicht sichergestellt werden konnte, ob die Auswirkungen des Verhütungsgels vollständig rückgängig gemacht werden können. Es gibt keine Verhütungscreme, die spezifisch für den Mann entwickelt wird. Die Anwendung von herkömmlichen Verhütungscremen auf dem Penis wird nicht geraten, da der Creme keine Zeit bleibt sich in der Vagina der Frau richtig zu verbreiten.

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