Arterielle Hypertonie

Bluthochdruck ist vielen Menschen ein Begriff, denn mit einem zu hohen Blutdruck sind viele Krankheitsrisiken verbunden. Wenn im Alltag vom zu hohen Blutdruck gesprochen wird, so geht es meist um die arterielle Hypertonie. Es ist also der Blutdruck im arteriellen Gefäßsystem zu hoch. Im Gegensatz dazu kann auch eine sogenannte pulmonale Hypertonie bestehen, bei welcher der Blutdruck im Lungenkreislauf erhöht ist.

Was ist arterielle Hypertonie?

Es werden zwei Blutdruckwerte unterschieden. Bei einem Richtwert von etwa 120/80 mmHg, der als Normalbereich angesehen wird bezeichnet 120 den sogenannten systolischen Wert, 80 den diastolischen. Die Systole bezeichnet die Phase, in der sich das Herz zusammenzieht und dadurch Blut in die Arterien gepumpt wird. Die Bezeichnung für die Erschlaffungsphase des Herzens, in dem neues Blut in die Herzkammern einfließen kann, lautet Diastole.

Eine arterielle Hypertonie besteht dann, wenn die Blutdruckwerte den gesunden Bereich von 120/80 mmHg deutlich übersteigen. Die Richtwerte der Weltgesundheitsorganisation WHO zum Bluthochdruck lauten wie folgt:

  • hochnormaler Blutdruck: 130 – 139 / 85 – 89 mmHg
  • milder Bluthochdruck (Stufe 1): 140 – 159 / 90 – 99 mmHg
  • mittlerer Bluthochdruck (Stufe 2): 160 – 179 / 100 – 109 mmHg
  • schwere Hypertonie (Stufe 3): > 180 / > 110 mmHg

Zudem gibt es eine sogenannte isolierte systolische Hypertonie, bei welcher der diastolische Wert im Normalbereich liegt, der systolische jedoch bei über 140 mmHg. Eine Blutdrucktabelle finden Sie hier.

Ursachen von arterielle Hypertonie

Bei der arteriellen Hypertonie werden die folgenden zwei Formen unterschieden:

  • Primäre Hypertonie: Bei dieser Form der Erkrankung, an der etwa 95 Prozent aller von zu hohem Blutdruck Betroffenen leiden, stellt der Bluthochdruck die Grunderkrankung dar. Sie ist durch mehrere Faktoren bedingt, es kann also keine eindeutige Ursache festgestellt werden. Eine weitere Bezeichnung für die primäre Hypertonie ist deshalb essentielle Hypertonie. Mehr zu dieser Form von Bluthochdruck finden Sie hier.
  • Sekundäre Hypertonie: Bei einer Minderheit der Bluthochdruck-Patienten ist die arterielle Hypertonie Folge einer bestehenden Grunderkrankung. Häufig handelt es sich dabei um Störungen des Hormonsystems sowie Nieren- oder Gefäßerkrankungen. Bei der sekundären Hypertonie ist es also besonders wichtig, dass zunächst die Grunderkrankung erkannt und behandelt wird.

Risikofaktoren von arterielle Hypertonie

Die große Mehrzahl an Patienten leidet an einer primären oder essentiellen Hypertonie. Eine Reihe von Faktoren können zu deren Entstehung wesentlich beitragen:

  • Übergewicht
  • Nikotin und Alkohol
  • Stress
  • Bewegungsmangel

Ein gesunder Lebensstil kann deshalb das Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken, deutlich senken.

Was sind die Folgen von arterielle Hypertonie?

Ein dauerhaft zu hoher Blutdruck ist deshalb gefährlich, weil er eine Reihe von Folgeerkrankungen mit sich bringen kann. Eine Folge von arterieller Hypertonie ist die Arterienverkalkung oder Arteriosklerose. Bei dieser kommt es zu Ablagerungen an den Gefäßwänden, die im schlimmsten Fall zu Verstopfungen führen. Arterielle Hypertonie zählt deshalb zusammen mit Diabetes mellitus, Rauchen und einem zu hohen Cholesterinspiegel zu den Hauptrisikofaktoren für die folgenden Krankheiten:

  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Hilfe durch Medikamente

Die arterielle Hypertonie kann mithilfe von Blutdrucksenkern sehr effektiv behandelt werden. Allerdings ersetzt auch eine medikamentöse Behandlung nicht die Umstellung des Lebensstils, die bei Patienten mit Bluthochdruck unbedingt erfoderlich ist. Dazu gehört:

  • dauerhafte Ernährungsumstellung
  • Rauchstopp
  • Einschränkung des Alkoholkonsums
  • Gewichtsreduktion
  • regelmäßige Bewegung

Die blutdrucksenkenden Medikamente können zusätzlich eingesetzt werden. Es werden verschiedene Medikamentengruppen unterschieden:

  • Diuretika: Diese senken den Blutdruck über eine vermehrte Ausscheidung von Flüssigkeit.
  • Betablocker: Diese Medikamentengruppe blockt die Rezeptoren an den Zellen gegen die Wirkung von Stresshormonen wie Adrenalin und Noradrenalin.
  • Kalziumantagonisten: Diese sorgen für mehr Elastizität in den Gefäßen.
  • ACE-Hemmer: Hier wird der Blutdruck über einen Eingriff in das sogenannte Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) des Körpers reguliert.

Welches Medikament für den individuellen Patienten geeignet ist, kann nur in Absprache mit einem Arzt festgelegt werden. Mehr Informationen zu Blutdrucksenkern finden Sie hier.

So funktioniert unser Service
Wählen Sie
ein Medikament
Füllen Sie den
medizinischen Fragebogen aus
Rezeptausstellung
Lieferung am
nächsten Tag
Kostenfreier Versand