Haarausfall - Informationen über Alopezie

Behandlungen gegen Haarausfall - Haarwuchsmittel mit Rezept vom Arzt

Alopezie (starker Haarausfall) ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom für verschiedene Erkrankungen. Verstärkter Haarausfall liegt vor, wenn der Haarverlust nicht durch die regelmäßig nachwachsenden Haare zu ersetzen ist. Haarausfall kann genetisch, hormonell, stress- oder krankheitsbedingt sein.

Mit Propecia bietet euroClinix ein klinisch geprüftes Medikament zur Behandlung der weit verbreiteten androgenen Alopezie an. Patienten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, haben die Möglichkeit, die Behandlung online anzufordern. Nach der Online-Konsultation stellt ein Arzt das Rezept aus und leitet es direkt und unkompliziert an die Versandapotheke weiter.

  • Online Rezeptausstellung durch qualifizierte Ärzte
  • Registrierte Versandapotheke
  • 24h Expresslieferung inklusive
Erfahren Sie mehr über Haarausfall
Unsere Services
Behandlung finden
Über uns
Unsere Services
Arzneimittel auswählen
Medizinischen Fragebogen ausfüllen
Der Arzt stellt Ihr Rezept aus
Apotheke versendet Ihr Medikament
Über uns

euroClinix ist ein europäischer Gesundheitsdienst, der seinen medizinischen Online-Service in vielen Sprachen und Ländern anbietet.

Wir haben schon über

1381685 Patienten

behandelt.

  • Online RezeptausstellungVerschwenden Sie keine Zeit im Wartezimmer
  • Expressversand inklusiveBestellen Sie heute und erhalten Sie Ihre Behandlung morgen
  • Sicher und diskretNur Ihr Arzt hat Zugriff auf Ihre medizinischen Daten
4.7 4399Bewertungen

Propecia

4.8 (38 Bewertungen)
  • Das effektivste Medikament gegen Haarausfall auf dem Markt
  • Stoppt weiteren Haarausfall in 99% der Fälle
  • Kann zu neuem Haarwuchs verhelfen
Mehr Informationen zu Propecia

Haarausfall: Definition

Haarausfall muss kein Schicksal mehr sein, gegen das Betroffene machtlos sind. Verschiedene Formen der Alopezie lassen sich mit bestimmten Wirkstoffen gut behandeln, die bei rechtzeitiger Anwendung den Haarausfall stoppen und den Haarwuchs nachhaltig fördern können.

Man unterscheidet zwischen den folgenden Arten der Alopezie:

  • Alopecia androgenetica (genetisch bedingter Haarausfall)
  • Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall)
  • Alopecia areata atrophicans (irreversibler Haarausfall)
  • Diffuse Alopezie (diffuser Haarausfall).

Alopezie in Abgrenzung zum Effluvium (Haarausfall)

Der Verlust von Haaren ist ein regelmäßiger Ablauf im Rahmen der Entwicklungsphasen des Haares. Zum Ende dieser Phasen fällt jedes Haar aus, ein neues Haar ersetzt mit seinem Wachstum das ausgefallene Haar.

So verlieren Menschen auf natürlichem Weg 70 bis 150 Haare pro Tag. Bei besonderen Beanspruchungen wie einer Haarwäsche oder einem Frisörbesuch fallen auch schon mal bis zu 300 Haare am Tag aus. Ebenso ist im Verlauf der Jahreszeiten eine Steigerung des natürlichen Haarausfalls zu beobachten.

Haarausfall bei Männern(Alopezie)
Haarausfall bei Männern

Diese normale Entwicklung ist medizinisch nicht als Haarausfall zu betrachten. Dieser liegt erst vor, wenn der tägliche Haarverlust deutlich größer ist als das Haarwachstum und damit das Potenzial nachwachsender Haare überschreitet. Dennoch ist die Alopezie zu unterscheiden von einem Effluvium, das vorliegt, solange durch den gesteigerten Haarausfall keine sichtbare Verdünnung der Kopfbehaarung erkennbar ist.

Die medizinische Bezeichnung Effluvium ist der lateinische Begriff für den "Ausfall" und beschreibt somit diesen Vorgang als manifestierten Haarausfall. Von einer Alopezie sprechen Dermatologen (Hautärzte) erst, wenn das Kopfhaar eine deutliche Lichtung zeigt. Die Alopezie umfasst das Stadium der Hypothrichose (schütteres Haupthaar) bis zu haarlosen Bereichen der Kopfhaut und damit der Alopezie im engeren Sinn. Die verschiedenen Erscheinungsformen des Haarausfalls sind auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen.

Haarausfall als begleitendes Symptom

Verschiedene Krankheitsbefunde und Behandlungsformen bringen einen vermehrten Haarausfall als Begleitsymptom oder Nebenwirkung mit sich. Das trifft unter anderem zu auf:

  • eine Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
  • hormonelle Veränderungen
  • stressbedingte Erkrankungen
  • die Folge von Operationen
  • Betablocker
  • Blutgerinnungshemmer oder
  • die Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
  • Eisenmangel
  • Depressionen
  • Krebserkrankungen und Chemotherapie
  • Rheumatika (Rheuma-Medikamente)
  • einzelne Antibiotika

Auch Infektionskrankheiten wie eine Influenza (Virusgrippe), Erkrankungen innerer Organe, restriktive Diäten oder Operationstraumata begünstigen unter Umständen einen vorübergehenden Haarausfall. In den meisten Fällen klingt der Haarausfall wieder ab, sobald die zugrundeliegende Erkrankung erfolgreich behandelt oder das auslösende Medikament abgesetzt ist.

Verschiedene Umweltgifte und Chemikalien wie Quecksilber, Thallium, Arsen oder Borate führen manchmal ebenfalls zu einer vorübergehenden Alopezie oder einem reversiblen Effluvium. Auch starkes Rauchen ist eine Ursache für Haarausfall. Die Wahrscheinlichkeit des Haarausfalls ist bei Rauchern um 80 Prozent größer als bei Nichtrauchern [1].

Androgene Alopezie, die häufigste Ursache für Haarausfall

Der androgenetische (genetisch bedingte) Haarausfall (AGA) ist häufig als erblicher oder altersbedingter Haarausfall bekannt. Tatsächlich tritt die genetisch bedingte Alopezie gegebenenfalls in jedem Lebensalter auf, ist aber deutlich häufiger bei Männern zu beobachten als bei Frauen und gilt als häufigste Ursache für den Haarverlust.

Bis zu 80 Prozent der Männer in Mitteleuropa sind von der androgenetischen Alopezie betroffen [2]. Ursächlich für den Haarausfall ist bei dieser Form eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegen das Steroidhormon Dihydrotestosteron (DHT). Dieses Steroid entsteht durch Umwandlung des männlichen Sexualhormons Testosteron und befindet sich auch in der Kopfhaut.

DHT greift die Haarfollikel an
Haarausfall aufgrund von DHT

Aufgrund der Anfälligkeit der Follikel gegen das Steroidhormon kommt es zu einer stark verkürzten Anagenphase (Wachstumsphase) des Haares mit der Folge, dass die Haare nur noch stark verkürzt und kaum sichtbar aus der Kopfhaut hervortreten. Da der genetisch bedingte Haarausfall familiär gehäuft auftritt, liegt in diesen Fällen eine erbliche Unverträglichkeit gegen DHT vor.

Die Alopecia androgenetica tritt vorwiegend im Bereich der Stirn und des Haaransatzes sowie auf dem Oberkopf auf und führt, wenn sie nicht behandelt wird, zum völligen Haarverlust in diesen Bereichen. Am Hinterkopf und der Nackenpartie sind die Haarfollikel in der Regel unempfindlich gegen DHT, sodass meist ein Haarkranz bestehen bleibt.

Frauen sind nur selten und wenn, dann vorwiegend im Verlauf der Menopause (Wechseljahre) aufgrund von Hormonschwankungen von dieser Form des Haarausfalls betroffen. Der androgene Haarausfall ist sowohl erblich wie auch hormonell bedingt und gilt daher auch als Form der hormonellen Alopezie.

Alopecia areata: kreisrunder Haarausfall als Entzündungsreaktion

Die Ursache der lokal begrenzten Alopezie ist eine Entzündung der Haarfollikel, die auf eine Fehlfunktion des Immunsystems zurückzuführen ist. Abwehrzellen, deren originäre Aufgabe in der Bekämpfung von Viren, Pilzen und Bakterien besteht, richten sich aufgrund einer Störung gegen die Zellen in den Haarwurzeln. In der Folge kommt es zu einer Entzündungsreaktion mit anschließendem Ausfall der Haare.

Charakteristisch für den kreisrunden Haarausfall sind die lokal klar begrenzten kahlen Areale in verschiedenen Bereichen der Kopfbehaarung. Die Alopecia areata erstreckt sich oftmals sich auf die gesamte Körperbehaarung, beeinträchtigt auch den männlichen Bartwuchs und führt gelegentlich zum Ausfall von Augenbrauen und Wimpern.

Unter kreisrundem Haarausfall leiden Frauen und Männer gleichermaßen. Mit rund 1,4 Millionen betroffenen Menschen ist diese Form die häufigste entzündliche Haarausfallerkrankung [3]. Besonders häufig erkranken Menschen zwischen dem zwanzigsten und vierzigsten Lebensjahr an der Alopecia areata.

Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall)
Alopecia areata

Die Entzündung verursacht nicht die Zerstörung der Haarfollikel, sodass diese erhalten bleiben und die Haare nach Abklingen der Entzündung an den kahlen Stellen erneut wachsen. Dennoch bleibt die Autoimmunstörung teils bestehen und ruft wiederholt an anderen Stellen der Kopfhaut einen Haarverlust hervor. Seltene Formen des kreisrunden Haarausfalls sind die Alopecia totalis mit einem vollständigen Verlust der Kopfbehaarung und die Alopecia universalis, die einen völligen Verlust der Körperbehaarung zur Folge hat.

Eine Ursache für die Immunstörung ist bisher nicht eindeutig belegt. Auffällig ist das gehäufte Auftreten in Verbindung mit anderen Autoimmunerkrankungen. Psychische Belastungen und Stress wurden als Ursachen für die Irritation des Immunsystems erforscht. Eine familiäre Häufung ist in 10 bis 25 Prozent der Fälle zu beobachten, sodass auch von einer erblichen Komponente auszugehen ist.

Alopecia areata atrophicans führt zu irreversiblem Haarverlust

Auch als Pseudopelade Brocq bekannt ist die Alopecia areata atrophicans eine weitere besondere Form des kreisrunden Haarausfalls. Diese Form ist besonders schwerwiegend, weil sie zur Zerstörung der Haarfollikel und Haarwurzeln führt, sodass an den befallenen Stellen kein erneuter Haarwuchs möglich ist.

Der Haarausfall beginnt zunächst an kleinen, lokal klar begrenzten Stellen und hinterlässt eine gerötete, glänzende Kopfhaut. Von der Alopecia areata atrophicans sind Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer. Die Erkrankung tritt gehäuft im Alter zwischen 30 und 55 Jahren auf.

Diffuse Alopezie: Haarausfall bei Frauen

Der diffuse Haarausfall tritt in der Regel in Form des vollständigen Haarverlustes als Alopezie oder des verstärkten Haarausfalls als telogenes Effluvium (Haarausfall im letzten Entwicklungsstadium des Haares) auf. Diffus ist dieser Haarausfall, da er sich gleichmäßig über die gesamte Kopfbehaarung erstreckt.

Dadurch unterscheidet sich diese Art des Haarausfalls von dem lokal begrenzten Haarverlust, wie er sich durch die androgenetische Alopezie oder den kreisrunden Haarausfall manifestiert. Zu Beginn der Erkrankung sind keine kahlen Stellen sichtbar, sondern das gesamte Haar dünnt zunehmend aus.

Diffuse Alopezie
diffuser Haarausfall

Zunächst schimmert die Kopfhaut durch das dünne Haar hindurch. Nicht in jedem Fall hat der diffuse Haarausfall einen vollständigen Haarverlust zur Folge. Ursachen für den diffusen Haarausfall sind unter anderem

  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Hormonschwankungen
  • Eisenmangel oder
  • Stress

Die diffuse Alopezie tritt gehäuft bei Frauen auf und stellt auch das Erscheinungsbild des Haarausfalls aufgrund der androgenetischen Alopezie bei Frauen dar. Die Haarausdünnung entsteht in diesem Fall insbesondere im Bereich des Scheitels, sodass die Kopfhaut an dieser Stelle zuerst zu sehen ist.

Die Häufung bei Frauen ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass sie in einem deutlich stärkeren Ausmaß Hormonschwankungen ausgesetzt sind als Männer. So führt unter anderem der plötzliche Abfall des weiblichen Sexualhormons Östrogen nach einer Entbindung oder nach dem Absetzen der Anti-Baby-Pille häufig zum Auftreten der diffusen Alopezie.

Besonders ausgeprägt ist das Krankheitsbild auch bei Frauen in den Wechseljahren. Während der Haarwuchs nach der Entbindung und dem Absetzen der Pille dann wieder einsetzt, wenn sich der Östrogenspiegel normalisiert, haben Frauen nach den Wechseljahren meist größere Probleme.

Ist diffuser Haarausfall auf eine länger andauernde Stressbelastung zurückzuführen, setzt der Haarwuchs wieder ein, sobald die Stressfaktoren abgebaut sind. Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder Achtsamkeitsübungen sind in dieser Situation hilfreich, um den Stress zu bekämpfen.

Eisenmangel als Ursache für diffusen Haarausfall ist bei Frauen besonders stark verbreitet, weil sie aufgrund der Menstruation regelmäßig einen starken Eisenverlust erleiden. Dieser Mineralverlust lässt sich sowohl durch eine bewusste Ernährung mit eisenhaltigen Nahrungsmitteln (z.B. Spinat, Grünkohl und anderes dunkelgrünes Gemüse, Leber, Hülsenfrüchte oder Eigelb), als auch durch eisenhaltige Präparate bekämpfen. Nach einer Normalisierung des Eisenspiegels setzt der Haarwuchs in der Regel wieder ein.

Alopezie-Behandlung mit rezeptpflichtigen Medikamenten

Grundsätzlich sind zwei Gruppen der Behandlungsmöglichkeiten der Alopezie zu unterscheiden: die äußere (topische, lokale) Behandlung und die innere (systemische) Behandlung. Letztere meint in erster Linie die medikamentöse Behandlung, die eine der verbreitetsten Behandlungsmethoden bei Haarausfall darstellt.

Im Rahmen der medikamentösen Haarausfall-Behandlung können rezeptfreie Präparate sowie verschreibungspflichtige Arzneimittel zum Einsatz kommen. Es gibt Mittel zur äußeren Anwendung, die beispielsweise in Form einer Tinktur oder eines Schaums auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Davon zu unterscheiden sind Wirkstoffe, die in Tablettenform einzunehmen sind.

Die rezeptpflichtige Therapie des Haarausfalls erfolgt bei Frauen mit Antiandrogenen, also Hormonen, die den männlichen Sexualhormonen entgegenwirken. Bei Männern wird vor allem der 5-alpha-Reduktase-Hemmer Finasterid zur Therapie eingesetzt.

Finasterid (Propecia) gegen Haarausfall

Für Männer mit androgenetisch bedingtem Haarausfall gibt es das Medikament Propecia, dessen Wirkstoff Finasterid den männlichen Hormonhaushalt beeinflusst.

Finasterid, ursprünglich für Medikamente zur Behandlung von Prostatastörungen entwickelt, hemmt die Umwandlung des Sexualhormons Testosteron in Dihydrotestosteron. Dadurch sinkt der für die androgenetische Alopezie bei Männern verantwortliche DHT-Spiegel um rund 70 Prozent.

So beeinflusst DHT die Haarfollikel
Propecia Wirkung

So verlangsamt (oder verhindert) das Mittel den Haarverlust und die verbleibenden Haare können dichter nachwachsen. Bis eine sichtbare Wirkung eintritt, vergehen einige Monate. In dieser Zeit muss die Behandlung konsequent fortgesetzt werden, da bei einer Unterbrechung erneuter Haarausfall einsetzen kann. Es können zum Teil unerwünschte Nebenwirkungen wie Libidoverlust eintreten.

In einer Studie mit 3177 Probanden, die über 3,5 Jahre beobachtet wurden, zeigten sich bei 87,1 % positive Effekte. Davon waren bei 11,1 % die Effekte stark, bei 36,5 % moderat und bei 39,5 % gering ausgeprägt. Sicherheitsprobleme in der Anwendung traten auch über den langen Zeitraum nicht auf. Geeignet ist Finasterid für Männer zwischen 18 und 41 Jahren im frühen Stadium einer androgenetischen Alopezie.

Andere rezeptpflichtige Wirkstoffe

Alternativ gibt es verschreibungspflichtige Arzneimittel wie kortikoidhaltige Lösungen oder Cremes, die lokal auf die betroffenen Stellen aufzutragen sind. Solche Mittel enthalten zum Beispiel die Wirkstoffe Amcinoid, Betamethason, Clobetasol-Propionat oder Mometason. Diese sollen die Entzündung am Haarfollikel hemmen, die durch das eigene Immunsystem ausgelöst worden sein soll. Theoretisch ist eine Behandlungsdauer von bis zu 3 Monaten möglich, es ist jedoch mit teilweise starken Nebenwirkungen zu rechnen, deshalb erstreckt sich eine Behandlung mit Kortikoiden meist nur über 4 oder maximal 8 Wochen.

Das Antiandrogen Cyproteronacetat verdrängt Androgene von ihren Rezeptoren, die auch im Bereich der Haarwurzel angesiedelt sind und kann so das Haar vor der Wirkung des Dihydrotestosterons schützen. Anwendung findet das Medikament unter anderem in der Behandlung von Frauen mit Haarausfall. Da Cyproteronacetat schwere Leberschädigungen verursachen kann, ist es allerdings nicht in allen Ländern zugelassen. Gegenanzeigen sind Lebererkrankungen, Krebs, schwere Depression, Sichelzellanämie, Gefäßverschlüsse und Schwangerschaft. Kinder und Jugendliche dürfen das Medikament nicht einnehmen.

Der wichtigere Grund für eine Behandlung mit Flutamid ist der fortgeschrittene Prostata-Krebs, allerdings zeigt Flutamid bei Frauen positive Effekte bei hormonell bedingtem Haarausfall, indem es Rezeptoren für männliche Sexualhormone hemmt. Nebenwirkungen können Brustwachstum, Hitzewallungen, Störungen der sexuellen Funktionen (beispielsweise Libidoverlust), Magen-Darm-Beschwerden, Leberschädigung und Verminderung aller Reihen der Blutzellen sein.

Zwar nicht für die Behandlung von kreisrundem Haarausfall zugelassen, aber dennoch sehr effektiv ist die Behandlung mit Diphenylcyclopropenon (DCP). Die Behandlung beginnt mit einer Sensibilisierung der betroffenen Kopfstellen, die daraufhin über einen längeren Zeitraum mehrmals mit dem Wirkstoff behandelt werden. So wird ein allergisches Kontaktekzem ausgelöst, das eine Abwehrreaktion des Körpers hervorruft. Die für den Haarausfall verantwortlichen Abwehrstoffe werden so beansprucht, sodass das Haarwachstum nicht mehr behindert wird. Voraussetzung für eine sichere und erfolgreiche Anwendung ist, dass der behandelnde Arzt speziell geschult ist, was nur in wenigen spezialisierten Zentren der Fall ist.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten

Wer Haarausfall mit rezeptfreien Mitteln behandeln möchte, sollte beachten, dass in einer Bewertung von Stiftung Warentest kein rezeptfreies Arzneimittel uneingeschränkt zu empfehlen war. Hervorgehoben wurden allerdings Minoxidil als ein Mittel, das am ehesten bei Haarausfall wirksam sein könne, sowie 17-alpha-Estradiol, das sich für manche, spezielle Fälle eigne.

Minoxidil (Regaine) fördert die Durchblutung der Haarwurzel

Der Wirkstoff Minoxidil, der ursprünglich als Blutdrucksenker entwickelt wurde, wird heute häufig zur Behandlung des Haarausfalls eingesetzt. Das Medikament ist rezeptfrei, jedoch apothekenpflichtig, kann also nur im pharmazeutischen Fachhandel erworben werden. Unter dem Namen Regaine ist Minoxidil in Apotheken erhältlichen.

Obwohl derzeit noch unklar ist, über welchen Mechanismus Minoxidil das Haarwachstums vermittelt, bestätigen klinische Studien die Wirksamkeit. Angenommen werden als Ursache eine bessere Durchblutung der Haarwurzel, eine Förderung der Ausbildung von Blutgefäßen (Angiogenese) und die vermehrte Ausschüttung von Wachstumsfaktoren. Die Details des Wirkmechanismus sind bislang jedoch nicht bekannt.

Die Anwendung erfolgt lokal als Haarwasser. Bei dieser Behandlung ist Geduld gefragt, denn die ersten Erfolge zeichnen sich frühestens nach 4 bis 6 Monaten ab. Eine Unterbrechung in der Behandlung kann zu erneutem Haarausfall führen. Die Erfolgsraten liegen bei zehn bis 20 Prozent, für die Langzeitbehandlung sind jedoch keine Daten verfügbar.

Als Nebenwirkungen können Jucken, Schuppung, Rötung und Entzündung der Kopfhaut auftreten. Außerdem kann es zu Herz-Kreislauf-Beeinträchtigungen wie Blutdruckabfall, Brustschmerzen, Schwindel, Schwächegefühl und Beschleunigung des Pulses kommen. Bei einem von 1000 Probanden traten auch an anderen Körperstellen vermehrt Haare auf, die nach dem Absetzen wieder verschwanden. Minoxidil darf nicht von unter 18-Jährigen, Schwangeren und Stillenden angewendet werden.

17-alpha-Estradiol (Ell-Cranell alpha) eignet sich für Männer & Frauen

Bei hormonbedingtem Haarausfall (androgene Alopezie) kommt teils das schwach wirksame Östrogen 17-alpha-Estradiol zum Einsatz, der - äußerlich verabreicht - den Haarausfall reduzieren und das Haarwachstum fördern soll. Die Wirksamkeit von 17-alpha-Estradiol konnte jedoch nicht in Studien nachgewiesen werden.

Das Östrogen hemmt vor allem die 5-alpha-Reduktase, die Testosteron in seine wirksamere Form Dihydrotestosteron überführt. Die Anwendung kommt allenfalls für Frauen und Männer mit hormonell bedingtem, erblichem Haarausfall in Betracht. Unerwünschte Arzneimittelwirkungen treten vorwiegend aufgrund des hohen Alkoholanteils im Haarwasser auf und zeigen sich als Rötung, Brennen und Jucken der Kopfhaut. Das Arzneimittel sollte nicht von Menschen unter 18 Jahren, Schwangeren und Stillenden angewendet werden.

Thymuspeptide und Thiocyanat

Einen regulierenden Effekt auf das Immunsystem und damit einen positiven Effekt auf das Haarwachstum sollen Thymuspeptide und Thiocyanat haben. Thiocyanat soll die Zelltätigkeit fördern und beruhige gereizte Haut, fördere Wundheilungsprozesse und wirke immunstimulierend. Gesicherte wissenschaftliche Belege für diese Wirkung gibt es allerdings bislang nicht.

Diese Produkte werden vor allem vorbeugend gegen Haarausfall angewendet, beispielsweise wenn in der Familie erblich bedingter Haarausfall oder schütteres, dünner werdendes Haar bekannt ist. Thymuspeptide und Thiocyn werden in Shampoos und Lotionen sowie in Tablettenform angeboten.

Hausmittel und Naturprodukte

Im Handel sind verschiedene rezeptfreie Tinkturen und Spezialshampoos gegen Haarausfall erhältlich, so zum Beispiel Alpecin. Zumeist sind diese Produkte aus Wirkstoffen zusammengesetzt, die allgemein dafür sorgen, die Durchblutung der Kopfhaut und damit das Haarwachstum anzuregen, sie wirken daher eher vorbeugend. Eine wirksame Anwendung dieser Mittel gegen die verschiedenen Arten von Haarausfall ist wissenschaftlich nicht belegt.

Hier einige Beispiele für Hausmittel mit eingeschränkter Wirksamkeit:

  • Arginin

    Arginin

    Bestimmte Aminosäuren können gegen diffusen Haarausfall helfen, wenn keine besonderen Ursachen für die Alopezie erkennbar sind. Die Aminosäure Arginin z.B. fördert die Durchblutung der Kopfhaut und unterstützt damit die Nährstoffversorgung der Haarwurzeln. Da diese Aminosäure gleichzeitig das Immunsystem stärkt, wirkt sie oftmals vorbeugend gegen krankheitsbedingten Haarausfall.

  • Bockshornklee & Trauben-Silberkerze

    Bockshornklee & Trauben-Silberkerze

    Studien mit Bockshornkleesamen bestätigten aktuell eine geringe Wirksamkeit des Pflanzenwirkstoffs bei anlagebedingtem Haarausfall. Eine weitere Pflanze, deren Extrakte bei hormonell bedingtem Haarausfall in den Wechseljahren in einigen Fällen erfolgreich Anwendung gefunden haben, ist die Trauben-Silberkerze oder Cimicifuga.

  • Nahrungsergänzungsmittel

    Nahrungsergänzungsmittel

    Im Handel finden sich verschiedene Nahrungsergänzungsmittel, die Haarausfall stoppen und/oder das Haarwachstum fördern sollen. Einen klinischen Beleg für die Wirksamkeit dieser Mittel gibt es allerdings nicht. Allgemein ist Vorsicht geboten und sollte darauf geachtet werden, dass die eingenommenen Nahrungsergänzungsmittel dem Körper nicht mehr schaden als nützen - was leider häufig der Fall ist.

  • Mesotherapie

    Mesotherapie

    Eher geringe Erfolgsaussichten (und keine wissenschaftlichen Belege zur Wirksamkeit) gibt es bei der sogenannten Mesotherapie, die von einigen Ärzten und Heilpraktikern angeboten wird. Bei dieser Behandlung injiziert der behandelnde Arzt / Heilpraktiker eine spezielle Wirkstoffkombination, die den Haarwuchs anregen soll, direkt in die Kopfhaut.

  • Laserbehandlung

    Laserbehandlung

    Ebenfalls ohne wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit ist eine Laserbehandlung, die in Form einer Lasertherapie oder eines Laserkamms angeboten wird. Neben der mangelnden Wirksamkeit schreckt häufig der hohe Preis Patienten von sämtlichen Formen der Laserbehandlung ab.

Ein seit Kurzem beobachtbarer, schwach ausgeprägter Haarausfall kann außerdem auf einen Zinkmangel hindeuten. Die längerfristige Einnahme von Zink (in Tablettenform) könnte das Problem beheben, hierbei sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Allerdings ist die Wirksamkeit von Zink individuell verschieden und wissenschaftlichen Studien zufolge eher selten zu beobachten.

UV-Bestrahlung soll die Durchblutung der Kopfhaut anregen

Bei kreisrundem Haarausfall wird manchmal eine Behandlung mit UV-Licht durchgeführt. Die sogenannte PUVA-Therapie kombiniert ein Medikament (Psoralen), das die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht, mit der Bestrahlung der Haut mit ultraviolettem Licht einer bestimmten Wellenlänge.

Dadurch soll die Durchblutung der Kopfhaut angeregt werden und das Nährstoffangebot an die Haarwurzeln verbessert werden. Über die Wirksamkeit dieser Methode gehen die Meinungen weit auseinander. Eine langfristige Anwendung erhöht das Hautkrebsrisiko, deshalb ist diese Behandlungsart inzwischen relativ selten geworden.

Haartransplantation - teuer aber wirksam

Wenn bei einem androgenetisch bedingten Haarausfall keine der genannten Behandlungen zum Erfolg geführt hat, besteht die Möglichkeit einer - meist ambulant durchgeführten - Eigenhaartransplantation (Haarverpflanzung). Hierbei entnimmt der Arzt vom örtlich betäubten Hinterkopf des Patienten einen schmalen Streifen Haut mit Haaren. Diese werden einschließlich ihrer Haarwurzel aus der Haut entfernt und an eine andere, vom Haarausfall betroffene Stelle auf der Kopfhaut eingesetzt.

In letzter Zeit wird außerdem die sogenannte FUE-Methode ("Follicle Unit Extraction") immer beliebter. Bei dieser minimal-invasiven Methode verpflanzt der Arzt gleich einzelne Haarwurzelgrüppchen ("Follikel-Units"). Ein sichtbarer Erfolg kann hier ebenfalls mehrere Monate dauern und ist nicht bei allen Patienten in gleichem Ausmaß gegeben. Auch die hohen Kosten schrecken viele Patienten ab.

Was hilft am besten gegen Haarausfall?

Welche Behandlungsmethode am effektivsten sind, ist nicht einfach zu beantworten. Die Möglichkeiten zur Behandlung einer Alopezie ist immer von der Art und Ursache der Symptome abhängig. Die meisten, hier genannten Behandlungsmethoden streben eine komplette Wiederbehaarung an, heilen aber nicht ursächlich die zugrunde liegende Erkrankung. Deshalb kann eine Behandlung, die bei einem Patienten hilft, bei dem anderen völlig wirkungslos sein.

Wichtig ist, den Auslöser des Haarausfalls und dann eine passende Behandlung zu finden. Je früher diese beginnt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, ein erneutes Haarwachstum anzuregen und den Haarausfall langfristig zu stoppen. Hierfür ist in der Regel jedoch eine kontinuierliche Anwendung erforderlich. Eine Unterbrechung der Behandlung führt meistens zu einem erneuten Haarausfall.

Bei den Formen des hormonell bedingten Haarausfalls bei Frauen reicht normalerweise eine Regulierung des entsprechenden Hormonspiegels aus. Auch Haarausfall, der als Begleitsymptom zu anderen Erkrankungen oder als Nebenwirkung einer medikamentösen Therapie auftritt, reguliert sich in der Regel wieder nach dem Abklingen der Haupterkrankung oder dem Absetzen des Medikaments.

Handelt es sich bei der Alopezie um eine eigenständige Erkrankung, ist ein auf Alopezie spezialisierter Dermatologe mithilfe eines Trichogramms oder eines Trichoscans dazu in der Lage, die Ursache zu ermitteln und geeignete Behandlungsmethoden zu empfehlen.

Bevor sich Betroffene für ein Präparat entscheiden, sollten unbedingt die möglichen Nebenwirkungen in Erwägung gezogen werden, da unerwünschte Begleiterscheinungen von manchen Präparaten von Überempfindlichkeitsreaktionen bis Impotenz reichen. Aufgrund der vielfältigen Erscheinungsformen des Haarausfalls ist in einem möglichst frühen Stadium ein Arzt zu konsultieren. Er erkennt schnell die Zusammenhänge zwischen möglichen Grunderkrankungen und dem Haarausfall.

Wenn nichts hilft: kosmetische Methoden, um den Haarausfall zu kaschieren

Patienten, die eine medikamentöse Behandlung jeglicher Art ablehnen, sich aber dennoch mit ihrem Haarausfall unwohl fühlen, haben die Möglichkeit, diesen zu kaschieren. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen. Manche betroffenen Männer setzen Perücken auf, um große kahle Stellen zu verdecken, bei anderen hilft schon ein passender Haarschnitt, damit die lichten Stellen nicht auffallen.

Andere Patienten entscheiden sich dafür, ihren Kopf ganz zu rasieren. Bei schütterem Haar oder einem hohen Haaransatz (sogenannten Geheimratsecken), ist eine weitere Möglichkeit zur optischen Anpassung das sogenannte Scalp Tattoo. Hierbei werden feine Punkte auf die Kopfhaut tätowiert, sodass der optische Eindruck entsteht, voll(er)es Haar zu haben.

Wer lieber einen Haarersatz möchte, hat eine große Auswahl an verschiedenen Perücken und Toupets in verschiedensten Farbtönen und Schnitten. Je nach Modell lassen sie sich vorübergehend oder dauerhaft befestigen und müssen selbst im Schwimmbad nicht abgenommen werden. Manche Patienten bekommen einen Teil der Kosten von ihrer Krankenkasse erstattet.

Behandlung von Alopezie mit rezeptpflichtigen Medikamenten auf euroClinix

Wie kann ich rezeptpflichtige Medikamente zur Behandlung von Haarausfall online kaufen?

Androgenetische Alopezie (anlagebedingter Haarausfall bei Männern) kann mit dem Medikament Propecia effektiv behandelt werden. Da dieses Arzneimittel verschreibungspflichtig ist, kann es in der EU nicht ohne ein vom Arzt ausgestelltes Rezept erworben werden.

Die Online-Klinik euroClinix bietet hier eine unkomplizierte und sichere Alternative und ermöglicht Ihnen den Kauf von Propecia durch eine professionelle Online-Konsultation. Hierzu füllen Sie ein medizinisches Patientenformular mit den nötigen gesundheitlichen Informationen aus, welches umgehend an unsere Ärzte weitergeleitet wird. Diese überprüfen Ihre Angaben unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen medizinischen Vorgeschichte, wodurch die individuelle Eignung vom Medikament gegen androgenetische Alopezie festgestellt werden kann. Der Versand des Arzneimittels erfolgt unverzüglich durch die Versandapotheke.

Wie erfolgt die Lieferung rezeptpflichtiger Medikamente, die ich auf euroClinix bestellt habe?

Die voraussichtliche Lieferzeit des Arzneimittels durch UPS wird bereits auf der Website angezeigt. Die genaue Zeit erfahren Sie in der E-Mail direkt nach der Bestellung. Dank des 24h Lieferservice wird das Medikament zeitnah und direkt an eine Adresse Ihrer Wahl zugestellt.

Das Arzneimittel befindet sich in einer neutralen Packung und garantiert somit höchste Diskretion. Die Sicherung Ihrer Privatsphäre wird ebenfalls bei der Bezahlung berücksichtigt, die mit verschiedenen Zahlungsmethoden erfolgen kann. So bietet euroClinix Banküberweisungen, Sofortüberweisungen, Bankeinzug, Nachnahme (zzgl. einer Nachnahmegebühr von 19,99 EUR,-), Rechnung oder Ratenzahlung an.

Kann ich Propecia rezeptfrei online bestellen?

Es ist davon abzuraten, Propecia rezeptfrei im Internet zu kaufen. Die Überprüfung der angegeben Symptome sowie die Verschreibung des entsprechenden Medikaments durch einen qualifizierten Arzt, vermeiden die Risiken einer Fehldiagnose. Im schlimmsten Fall kann sich die Erkrankung sogar verstärken. Bei euroClinix können Sie sich auf den unkomplizierten, diskreten und sicheren Service jederzeit verlassen.

Quellen:

Wie wir arbeiten
Wählen Sie Ihre
Behandlung aus
Beantworten Sie den
medizinischen Fragebogen
Der Arzt stellt
ein Rezept aus
Das Arzneimittel wird
von unserer Apotheke versandt
Kostenfreier Versand