Blutzucker richtig messen

Für Betroffene einer der beiden Typen von Diabetes ist eine regelmäßige Überprüfung ihres Blutzuckerspiegels sehr wichtig. Denn bei Diabetes handelt es sich um eine Erkrankung, bei welcher der Blutzucker nicht ausreichend reguliert werden kann. Der Grund dafür liegt je nach Typ der Erkrankung in einem Mangel des Hormons Insulin im Körper oder in einer Insulinresistenz.

Wann Blutzucker messen?

Der HbA1c-Wert, der einen Langzeitwert darstellt und deshalb auch als Blutzuckergedächtnis bezeichnet wird, kann nur über die Blutentnahme bei einem Arztbesuch bestimmt werden. Da das HbA1c ein gutes Indiz dafür darstellt, wie gut die Zuckerwerte eingestellt sind, ist eine regelmäßige Überprüfung alle drei Monate deshalb unbedingt erforderlich.

Die Bestimmung des Nüchternblutzuckerwerts sowie des postprandialen Blutzuckerwerts 2 Stunden nach dem Essen kann mithilfe eines Messgeräts und einer Blutprobe aus der Fingerkuppe selbst erfolgen.

Wie häufig der Blutzucker gemessen wird, hängt vom Einzelfall ab und kann nur in individueller Absprache mit dem Arzt festgelegt werden. Generell gilt, dass bei Patienten mit einer Typ 1 Diabetes Erkrankung der Blutzucker deutlich häufiger überprüft werden muss als bei Patienten mit einer Typ 2 Diabetes Erkrankung.

  • Bei Typ 1 Diabetes, der mithilfe von Insulinspritzen eigenständig reguliert wird, ist eine Kontrolle des Blutzuckerspiegels mehrmals täglich erforderlich. Die Messung dient dazu, eine Entgleisung des Stoffwechsels in Form von starker Über- oder Unterzuckerung zu vermeiden.
  • Bei Typ 2 Diabetes muss der Blutzuckerspiegel in der Regel weniger häufig überprüft werden, da der Körper nach wie vor selbst Insulin produziert und Stoffwechselentgleisungen deshalb nicht im gleichen Maße auftreten wie bei Typ 1 Diabetes.

Blutzucker messen – Anleitung

Die Blutzuckermessung von zu Hause aus ist heutzutage dank moderner Messgeräte und Stechhilfen nicht mehr allzu kompliziert. Trotzdem gibt es einige Punkte, die beim Blutzucker messen beachtet werden sollten:

  • Hände waschen: Die Hände vor der Messung mit warmem Wasser zu waschen fördert die Durchblutung.
  • Lanzette: Anschließend wird die Lanzette in die Stechhilfe eingefügt. Hierbei ist es wichtig, bei jeder Messung eine neue Lanzette zu verwenden, um sicherzugehen, dass sie weder verunreinigt noch bereits abgestumpft ist.
  • Stichtiefe: Die Stichtiefe der Stechhilfe ist in der Regel verstellbar. Idealerweise ist sie so eingestellt, dass eine minimale Blutmenge entnommen wird, die gerade für die Messung ausreicht.
  • Teststreifen: Der Teststreifen wird ins Messgerät eingeführt und die Funktion anhand der Anzeige des Codes am Gerät überprüft.
  • Blutentnahme: Die Stechhilfe wird seitlich an die Fingerkuppe gehalten und der Auslöser gedrückt. Der entwichene Blutstropfen wird dann auf den Teststreifen gegeben.
  • Ergebnis: Das jeweilige Ergebnis wird in einem Blutzuckertagebuch dokumentiert, in dem auch weitere Angaben wie Aufnahme von Kohlehydraten, Insulin und weitere Vorkommnisse wie Sport oder Krankheit festgehalten werden.

Zu Beginn mag die regelmäßige Blutzuckermessung aufwendig und kompliziert erscheinen, mit etwas Gewohnheit jedoch wird sie schnell zur Routine.

Blutzucker messen ohne Stechen?

Auch wenn es sich nur um einen kleinen Pieks handelt, kann das tägliche Stechen mit einer Nadel zum Blutzuckermessen für die Betroffenen durchaus sehr unangenehm sein. Somit wünschen sich viele, den Blutzucker ohne Stechen messen zu können. Doch trotz vielversprechender Ideen gibt es bis heute keine Lösung, den Blutzuckerspiegel ohne Stechen zu überprüfen. Zu den bisherigen Ansätzen zählen:

  • Ohr-Clip: Der Clip arbeitet mit einer Kombination aus Ultraschall, Wärme und elektrischer Leitfähigkeit.
  • Sensor im Auge: Der Sensor reagiert mit der im Gewebe vorhandenen Glukose.
  • Zuckeruhr: Die Armbanduhr erfasst den Zuckerwert anhand der Leitfähigkeit des Gewebes.
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  • Monitor auf der Haut: Der Monitor soll den Blutzuckerspiegel anhand der Lichtstreuung erfassen.
  • Biosensor: Hier erfolgt die Messung über Körpersekrete wie Tränenflüssigkeit oder Schweiß.
  • Fluoreszierende Moleküle: Diese werden unter die Haut gespritzt und binden sich dort an die Glukosemoleküle.

Obwohl also viele Ansätze bestehen, gibt es bisher keine ausreichend zuverlässige Methode, welche die Blutzuckermessung durch Stechen ersetzen kann.

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