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Diabetes

Diabetes Behandlung - Medikamente gegen Typ-1 und Typ-2 online mit Rezept vom Arzt

Diabetes mellitus zählt zu den großen Volkskrankheiten mit globaler Verbreitung. Beobachtungen aus dem Jahr 2010 zur Krankheitshäufigkeit (Prävalenz) in unterschiedlichen Regionen der Erde belegen für Europa eine Erkrankungsrate von 8,6 Prozent. Schätzungen zufolge sind im Jahr 2030 etwa zehn Prozent der europäischen Bevölkerung von einer der unterschiedlichen Formen der Zuckerkrankheit betroffen.

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Volkskrankheit Diabetes: Was steckt dahinter?

Umgangssprachlich auch als Zuckerkrankheit bekannt, ist Diabetes eine ernst zu nehmende Erkrankung mit weltweit hoher Verbreitung und stetig zunehmenden Fallzahlen. Unter dem Fachbegriff Diabetes mellitus (lat. "honigsüßer Durchfluss") werden unterschiedliche Ausprägungen einer chronischen Erkrankung zusammengefasst, welche im Jahr 2010 weltweit 285 Millionen Menschen betroffen hat.

Diabetes mellitus

Die International Diabetes Federation (IDF) geht davon aus, dass bis zum Jahr 2030 die globale Prävalenz auf 438 Millionen Fälle steigt und somit 7,8 Prozent der Weltbevölkerung unter der Erkrankung leiden werden.

Merkmale des Zuckerstoffwechsels

Erkrankungsformen, die unter der medizinischen Bezeichnung Diabetes mellitus zusammengefasst werden, gehen mit einer Überzuckerung des Blutes (Hyperglykämie) einher. Ursache der Störung ist eine Beeinträchtigung der Stoffwechselfunktionen im Einflussbereich des Hormons Insulin.

Der menschliche Körper produziert Insulin in einer spezialisierten Zellansammlung (Langerhans-Inseln) der Bauchspeicheldrüse. Die dort aktiven β-Zellen registrieren die Höhe des Blutzuckerspiegels und sind für die Produktion und Ausschüttung von Insulin verantwortlich.

So beeinflusst das peptidhorom Insulin den Blutzuckerspiegel im Körper
Insulin

Die Konzentration von Zucker (Glukose) im Blut steigt vor allem nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit. Insulin ist das einzige Hormon, das blutzuckersenkend wirkt. Vergleichbar mit einem Schlüssel hat es die Fähigkeit, an Rezeptoren einer Zelle anzudocken und die Zellmembran für den Durchtritt von Glukose zu öffnen.

Insbesondere die Zellen der Leber sowie des Muskel- und Fettgewebes sind in der Lage, größere Mengen Glukose aufzunehmen und anschließend in Energie umzuwandeln oder zu speichern. Funktioniert der Regelkreis des Zuckerstoffwechsels störungsfrei, bleiben die Werte des Blutzuckerspiegels im errechneten Normbereich.

  1. Nüchtern:70-99 Milligramm pro Deziliter (mg/ol), entsprechend 3,9-5,5 Millimol/Liter (mmol),
  2. Unmittelbar nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit:Höchstens 160 mg/ol (8,9 mmol/l)
  3. Zwei Stunden nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit:unter 140 mg/ol (7,8 mmol)

Bei Nüchtern-Glukosewerten von mehr als 126 mg/dl (<7,0 mmol/l) und Werten von 140 mg/dl bis 199 mg/dl (7,8 bis 11 mmol/l) zwei Stunden nach einer Mahlzeit liegt eine Diabetes-Vorstufe (Prädiabetes) vor.

Entstehung und Verlauf von Diabetes-Erkrankungen

Die komplexen Mechanismen des Zuckerstoffwechsels sind in mehrfacher Hinsicht störungsanfällig. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel infolge einer Fehlverarbeitung des Hormons Insulin ist das charakteristische Merkmal von Diabetes-Erkrankungen des Typs 1 und 2.

Die häufigsten Diabetestypen
Diabetes Typen
  • Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, die zum vollständigen Ausfall der Insulinproduktion führt und ein Leben lang anhält.
  • Diabetes Typ 2 ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Insulinproduktion zwar nicht beeinträchtigt ist, aber die Aufnahme des Hormons durch die Körperzellen und/oder seine Ausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse nicht mehr uneingeschränkt funktioniert.

Während bei Diabetes Typ 1 aus medizinischer Perspektive von einem absoluten Insulinmangel die Rede ist, spricht der Arzt beim Krankheitstyp 2 von einem relativen Insulinmangel.

Wie entsteht Diabetes Typ 1?

Bei Diabetes Typ 1 richtet sich das eigene Immunsystem aufgrund einer bisher noch nicht vollständig geklärten Fehlreaktion gegen die insulinproduzierenden β-Zellen in der Bauchspeicheldrüse und verursacht deren Zerstörung. Die Folge ist ein vollständiger Niedergang der Insulinproduktion innerhalb eines Zeitraums von wenigen Tagen oder Wochen. Wenn ungefähr 80% der Beta-Zellen zerstört sind, kommt es zu einem rapiden Anstieg des Blutzuckerspiegels, da kein Insulin mehr vorhanden ist, das den über die Nahrung in den Körper gelangten Zucker aus dem Blut in die Zellen transportiert.

Diabetes Typ 1 tritt in den meisten Fällen schon im Kindes- und Jugendalter auf. Es gibt eine genetische Komponente, welche das Risiko einer Erkranung auf 20% erhöht, sofern beide Eltern bereits Typ 1-Diabetes haben. Allerdings haben 90% der Patienten keinen weiteren von Diabetes Typ 1 betroffenen Verwandten. Deshalb werden weitere Risikofaktoren wie Virusinfektionen oder Umweltfaktoren in Betracht gezogen.

Eine Auswertung der Langzeitstudie BABYDIAB durch die Forschergruppe Diabetes an der Technischen Universität München zeigte zudem, dass per Kaiserschnitt geborene Kinder ein doppelt so hohes Risiko für Diabetes Typ 1 tragen wie Kinder, welche auf natürlichem Wege entbunden werden. In Deutschland sind schätzungsweise 300.000 Menschen an Typ 1-Diabetes erkrankt.

Wie entsteht Diabetes Typ 2?

Diabetes Typ 2 entwickelt sich meist nach dem 40. Lebensjahr und bleibt bei schleichendem Verlauf oft jahrelang unentdeckt. Die Störung des Zuckerstoffwechsels geht bei dieser Form der Erkrankung nicht auf eine verminderte oder fehlende Insulinproduktion zurück.

Vielmehr verlieren die Körperzellen ihre Empfindlichkeit gegenüber dem Hormon, das schließlich nicht mehr in der Lage ist, Zucker aus dem Blut ins Zellinnere zu schleusen. Probleme bei der Ausschüttung des Insulins sind oft ebenfalls für die Beeinträchtigung der Regulationsmechanismen (mit) verantwortlich.

Die Bauchspeicheldrüse registriert den erhöhten Blutzuckerspiegel zwar und versucht das Ungleichgewicht zu kompensieren, indem sie immer mehr Insulin produziert. Die Reaktion verfehlt jedoch ihre Wirkung und trotz erhöhter Insulinwerte gelangt immer weniger Zucker in die Körperzellen. Die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, wird von klar definierten Risikofaktoren beeinflusst.

  • Eine genetische Veranlagung gilt als grundsätzliches Warnsignal,
  • Starkes Übergewicht erhöht die Krankheitsgefahr und
  • Bewegungsmangel übt zusätzlich einen negativen Einfluss auf die Stoffwechselfunktionen aus.

Gehen erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck mit Diabetes - oder einem Vorstadium von Diabetes (Prädiabetes) - einher, spricht der Arzt von einem Metabolischen Syndrom.

Wie äußert sich eine Diabetes-Erkrankung?

In den meisten Fällen vergehen viele Monate oder Jahre, bevor Diabetes diagnostiziert wird, da die Symptome schleichend und oft unspezifisch sind. Sie können daher leicht mit anderen Ursachen verwechselt werden. Zu den allgemeinen begleitenden Beschwerden einer Diabetes-Erkrankung gehören unter anderem:

  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit
  • Leistungsminderung, Schwächegefühl
  • trockene, juckende Haut
  • starker Durst
  • häufiger Harndrang
  • erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, schlechte Wundheilung
  • Wadenkrämpfe

Typische Beschwerden bei Diabetes Typ 1

Im Krankheitsverlauf eines Diabetes Typ 1 zeigen sich darüber hinaus Symptome wie:

  • unerklärter Gewichtsverlust
  • Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen
  • Mundrockenheit, Azetongeruch
  • diabetisches Koma in etwa 15 bis 25 Prozent der Fälle, wodurch erst die Diagnose erfolgt

Diese Symptome treten erst dann auf, wenn im Körper nicht mehr genug Insulin vorhanden ist, um Zucker in die Zellen zu transportieren, also ein Großteil der Beta-Zellen bereits zerstört ist. In einigen Fällen zeigen sich die Symptome jedoch schon früher, zum Beispiel bei einer Operation, anhaltendem Stress oder Fieber sowie während der Einnahme von Medikamenten wie Cortison.

Typische Beschwerden bei Diabetes Typ 2

Als Folge seines schleichenden Verlaufs verursacht ein Diabetes Typ 2 lange Zeit gar keine Beschwerden. Hinweise auf den dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel durch Insulinresistenz können unter anderem sein:

  • hoher Cholesterinspiegel
  • Bluthochdruck

Was passiert bei einer Diabetes Unterzuckerung?

Gerade beim Typ 1 Diabetes ist die Unterzuckerung eine unvermeidliche Folge der Behandlung. Allerdings kann sie auch beim Typ 2 Diabetes auftreten, falls dieser mit Insulin oder bestimmten blutzuckersenkenden Medikamenten behandelt wird.

Sinkt der Blutzuckerspiegel, weil zu viel Insulin gespritzt wurde oder es besser als erwartet verwertet wurde, treten bestimmte Symptome auf.

Typische Warnzeichen einer Unterzuckerung bei Diabetes sind:

  • Schwitzen
  • Herzjagen
  • weite Pupillen
  • Zittern

Diese Symptome treten auf, weil der Körper das Stresshormon Adrenalin ausschüttet. Sinkt der Zuckerspiegel weiter, führt der Energiemangel im Gehirn (das auf Glukose als Energielieferant angewiesen ist) zu neurologischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, sowie Sprach- und Sehstörungen.

Eine Unterzuckerung kann bei jedem Diabetiker eigene Symptome aufweisen. Manche Betroffene zeigen bei niedrigem Blutzucker auch Verhaltensstörungen und erleiden Krampfanfälle.

In sehr schweren Fällen kommt es auch zu einem sogenannten Zuckerschock.

Was passiert bei einem Diabetes Zuckerschock?

Der Zuckerschock ist der umgangssprachliche Name für eine schwere Unterzuckerung, die bei längerer Dauer und sehr tiefen Blutzuckerwerten auch zum Tode führen kann. Bei Diabetes kann der Zuckerschock als Komplikation einer übermäßigen Insulinzufuhr oder starker körperlicher Belastung auftreten.

Um dem Zuckerschock vorzubeugen, muss jeder insulinspritzende Diabetiker eine Notfallration Traubenzucker mit sich führen und diese schon bei den ersten Anzeichen einer Unterzuckerung einnehmen.

Spätfolgen von Diabetes

Wird Diabetes mellitus medikamentös nicht korrekt eingestellt, besteht die Gefahr von schwerwiegenden Folgeerkrankungen. In Deutschland werden aktuell circa 5 bis 10 Prozent des nationalen Gesundheitsbudgets in die Behandlung von Diabetes mellitus investiert. Spätfolgen von Diabetes mellitus schädigen verschiedene Organe und Körperregionen signifikant.

Wenn Diabetes mellitus Typ-1 nicht behandelt wird, folgt nach wenigen Wochen des Auftretens der Krankheit Unwohlsein, Gewichtsverlust, gehäuftes Wasserlassen oder ein stark veränderter Säure-Basen-Haushalt im Körper. Im Extremfall führt dies zum diabetischen Koma beziehungsweise Tod.

Im Gegensatz dazu treten Folgeschäden vor allem bei Typ-2 Diabetikern auf. Aufgrund einer fehlenden, eindeutigen Symptomatik erfolgt die Diagnose dieser Erkrankung oft sehr spät. Dies bedeutet, dass zu diesem Zeitpunkt bereits deutliche Folgeschäden an vereinzelten Organen erkennbar sind.

Spätfolgen Diabetes mellitus Typ 2 Zuckerkrankheit Schlaganfall Herzkrankheit Blutzucker Cholesterinspiegel Neuropathie Fettleber Insulin

Die Ursache für derartige Erkrankungen liegt darin, dass unbehandelter Diabetes die kleinen und großen Blutgefäße aufgrund eines stets erhöhten Blutzucker stark schädigen kann.

Es kommt zur Mikro- beziehungsweise Makroangiopathie. Kennzeichnend hierfür sind geschädigte Blutgefäßwände, welche durch ungünstige Fließeigenschaften des Blutes eine ausreichende Durchblutung des Organismus verhindern. Auch einzelne Nervenbereiche werden negativ beeinflusst.

Folgeerkrankungen sind umso wahrscheinlicher beziehungsweise akuter, desto später Diabetes mellitus erkannt beziehungsweise optimal eingestellt wird.

Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen potenziellen Folgeerkrankungen und der Ausprägung als auch der Dauer der Blutzuckererhöhung. Ebenso beeinflussen mögliche Begleiterkrankungen die Ausbildung von ungünstigen Folgewirkungen aufgrund eines Diabetes.

Erkrankungen von Herz und Gefäßen

Typ-2 Diabetiker beider Geschlechter weisen oft folgende Begleiterscheinungen auf:

  • zu hoher Blutzucker
  • erhöhte Blutfettwerte (Cholesterinspiegel)
  • metabolisches Syndrom (Fettleibigkeit im Bereich des Bauchs)

Diese Voraussetzungen gelten als bedeutende Risikofaktoren für die Ausbildung von Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Unabhängig davon ist dieses Resultat auch bei Typ-1 Diabetikern zu beobachten.

Bei ausbleibender Behandlung dieser Werte können sich im Verlaufe der Zeit folgende Krankheitsbilder mit teilweise tödlichen Folgen bei Diabetikern entwickeln:

  • periphere arterielle Verschlusskrankheit
  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt

Diabetische Nephropathie (Nierenerkrankung)

Morbus Kimmelstiel-Wilson (noduläre Glomeruloksklerose) sind knotige Verkalkungen der Nierengefäße. Diese entstehen durch diabetische Begleiterscheinungen wie:

Infolge dessen verschlechtert sich die Funktionstüchtigkeit der Nieren. Nachweisbar ist diese Einschränkung durch bestimmte Proteinwerte im Urin.

Geringe Eiweißmengen im Urin werden als Mikroalbuminurie bezeichnet. Makroalbuminurie bezeichnet große Mengen an Eiweiß im Urin von Diabetikern. Studien weisen einen direkten Zusammenhang zwischen dem ausgeschiedenen Eiweiß (Albumin) und einem erhöhten Risiko für einen tödlichen Verlauf von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach.

Diabetisches Fußsyndrom (Erkrankung des Fußes)

Ein kontinuierlich überhöhter Blutzuckerspiegel schädigt Nerven und Gefäße. In Abhängigkeit von der Stärke der Ausprägung ist die Wahrnehmung im Bereich des Fußes in Bezug auf folgende externen Reize eingeschränkt:

  • Vibration
  • Temperatur
  • Berührung
  • Schmerz

Beispielsweise tritt bei betroffenen Diabetikern das Malum perforans als Folgeerkrankung auf. Es handelt sich hierbei um eine chronische Wunde, die sich oft an Ferse oder Fußballen befindet. Ursache für die Entstehung ist vorrangig die stark verminderte Schmerzempfindung.

Über die nicht heilende Wunde gelangt eine Vielzahl von Krankheitserregern in den Körper und verursacht vereinzelt schwerwiegende Entzündungen. Zudem weisen Diabetiker mit diabetischem Fußsyndrom eine erhöhte Anfälligkeit für Knochenbrüche als auch eine hohe Anzahl an Fehlstellungen und Verformungen von Fußknochen (Charcot-Fuß) auf.

Diabetische Retinopathie (Augenerkrankung)

Die Sekundäreffekte von Diabetes mellitus verursachen:

  • Blutungen
  • Fettablagerungen
  • Wassereinlagerungen
  • Gefäßbildung mit sehr schnell blutenden Eigenschaften
  • Mikroaneurysma (Gefäßaussackungen)

Ein Fortschreiten dieser versursacht Gefäß-, Netzhaut.- oder Glaskörperschäden. Der gefährliche Charakter dieser Art von Schädigung durch Diabetes mellitus besteht darin, dass Betroffene diese erst dann wahrnehmen, wenn das Sehvermögen deutlich eingeschränkt ist. Zu diesem Zeitpunkt sind die Schädigungen so weit fortgeschritten, dass sie oft zur Erblindung führen.

Tatsächlich leiden 25 Prozent der Typ-2 Diabetiker an diabetischer Retinopathie. Doppelt so viele Typ-1 Diabetiker sind davon betroffen. In den meisten Fällen werden Folgeschäden erst nach 15 Jahren bemerkbar. Diabetische Retinopathie zählt zur häufigsten Ursache von Erblindung während des erwerbfähigen Alters.

Diabetische Neuropathie (Nervenschädigungen durch Diabetes mellitus)

Die periphere sensomotorische Polyneuropathie tritt bei 80 Prozent alle Diabetiker auf. Die Nervenbahnen folgender Körperbereiche werden beeinflusst:

  • Beine
  • Arme

Vorrangig handelt es sich hierbei um eine Schädigung jener Nerven, welche Befehle an entsprechende Muskelgruppen beziehungsweise bestimmte Empfindungen an das Gehirn weiterleiten. Meist weisen Diabetiker diese Folgeerkrankung an den Beinen auf. Kennzeichnend hierfür ist ein symmetrisches Befallsmuster, das von den Füßen an aufsteigt.

Typische Symptome einer diabetischen Neuropathie:

  • Missempfindungen
  • Kribbelgefühl
  • burning feet ("brennende Füße")
  • vermindertes Schmerzempfinden (siehe diabetisches Fußsyndrom)

In wenigen Fällen komme es zur autonomen diabetischen Neuropathie, welche durch ein geschädigtes vegetatives Nervensystem entsteht. Hierbei sind drei untergeordnete Systeme beteiligt und entsprechend betroffen:

  • Sympathikus
  • Parasympathikus
  • enterisches Nervensystem (das Magen-Darm-Traktes)

Folgende Symptome treten bei Diabetikern mit autonomer diabetischer Neuropathie auf:

  • Durfälle
  • Inkontinenz
  • Verstopfung
  • Gastroparese (verzögerte Magenentleerung)
  • Blasenentleerungsstörungen
  • erektile Dysfunktion

Besonders akut wird die Situation, wenn betroffene Diabetiker einen Herzinfarkt aufgrund des verminderten Schmerzempfindens nicht wahrnehmen.

Weitere Folgeerkrankungen von Diabetes mellitus

Bleibt Diabetes Typ-2 unerkannt oder wird schlecht eingestellt, können weitere Folgeerkrankungen entstehen. Hierzu gehören. vorrangig:

  • gesteigert Anfälligkeit für Infektionskrankheiten
  • diabetische Fettleber
  • geschwollene Speicheldrüse (vorrangig der Ohrspeicheldrüse)
  • Necrobiosis lipoidica (Hautentzündung des Beins auf der Streckseite
  • eingeschränkte Beweglichkeit der Fingergelenke

Folgeerkrankungen von Diabetes mellitus können verhindert werden

Die Ausbildung von Folgeerkrankungen der Blutzuckererkrankung kann vorrangig durch präventive Maßnahmen verhindert werden. Hierzu zählt einerseits die frühzeitige Erkennung von Diabetes mellitus, welche durch Kinder- und Allgemeinärzte erfolgen muss, indem erste Anzeichen ernst genommen werden.

Aktuelle Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass Folgeerkrankungen verhindert als auch an ihrem Fortschreiten gehindert werden können, wenn folgenden Behandlungen und Maßnahmen realisiert werden:

  • optimale Einstellung des Blutzuckers
  • gute Einstellung des Blutdrucks
  • normalisierte Blutfettwerte (Cholesterinsenkung)
  • ausgewogener, gesunder Lebensstil
  • Verzicht auf Nikotin
  • eingeschränkter, minimaler Alkoholkonsum

Darüber hinaus ist es empfehlenswert, dass Betroffene spezielle Schulungen im Rahmen eines Disease Management Programms erhalten. Nicht zuletzt zielt eine professionelle Behandlung von Diabetes mellitus darauf ab, nicht nur Folgeerkrankungen zu vermeiden. Auch die Erhaltung der Lebensqualität spielt eine wichtige Rolle.

Diabetes-Einteilung nach WHO

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt Diabetes-Erkrankungen wie folgt ein:

ND (non-diabetic) - Nicht-Diabetiker

IGT (impaired glucose tolerance) - Menschen mit verminderter Glucosetoleranz, bei denen gelegentlich ein zu hoher Blutzuckerspiegel beobachtbar ist. In 50 Prozent der Fälle reicht eine Basistherapie aus gesunder Ernährung, Bewegung und Gewichtsreduktion, um den Blutzuckerspiegel zu senken.

NIR (non insulin requiring) - Patienten, die keinen Insulinbedarf haben. Bei dieser Gruppe reicht die Basistherapie nicht mehr aus, um den Blutzuckerspiegel auszugleichen. Der Stoffwechsel wird mit Tabletten unterstützt (z.B. Metformin).

IRC (Insulin requiring for control) - Patientengruppe mit einem unterstützenden Insulinbedarf. Eigenproduziertes Insulin steht dem Körper zwar zur Verfügung, eine Ergänzung durch gespritztes Insulin ist aber zusätzlich nötig.

IRS (Insulin requiring for survival) - Patienten, für die das Zuführen von Insulin überlebensnotwendig ist. Das Insulin muss lebenslang durch Spritzen zugeführt werden.

Diagnose von Diabetes

Die oben genannten Symptome sind die ersten Anhaltspunkte für den Verdacht auf Diabetes. Für eine gesicherte Diagnose sind jedoch noch weitere Merkmale erforderlich. Hierzu gehören Zuckerspuren im Urin, die ab einem Blutzuckerspiegel von 180 mg/dl mithilfe einfacher Teststreifen nachgewiesen werden können. Noch wichtiger ist die Blutzuckerkonzentration, die folgende Grenzwerte in bestimmten Situationen nicht überschreiten darf:

  • 126 mg/dl (7,0 mmol/l) im venösen Plasma im nüchternen Zustand (morgens vor dem Frühstück)
  • 200 mg/dl (11,1 mmol/l) zu einem beliebigen Zeitpunkt (Gelegenheitsblutzucker)
  • 6,5% (48 mmol/mol) HbA1c (Blutzucker-Langzeitwert)

Wenn die Zuckerkonzentration über diesen Werten liegt, muss der Test am nächsten Tag wiederholt werden. Zeigen sich dann die gleichen Ergebnisse, gilt die Diagnose Diabetes als gesichert. Sollten Zweifel bestehen, um welchen Diabetes Typ es sich handelt, können die für den jeweiligen Typ typischen Antikörper Aufschluss geben.

Behandlung von Diabetes Typ 1

Da Patienten mit Typ 1-Diabetes kein eigenes Insulin mehr produzieren, muss es von außen zugeführt werden. Dies erfolgt in der Regel über das Spritzen mithilfe eines Pens, wobei heute vor allem die sogenannte "intensivierte Insulintherapie" und nur noch selten die früher übliche "konventionelle Insulintherapie" angewendet wird. Jede Insulintherapie bedarf einer gewissen Übung und wird individuell mit jedem Patienten auf seine Bedürfnisse abgestimmt.

Aufbau von Humaninsulin

Vor allem müssen Patienten den richtigen Umgang mit dem Pen lernen, hierzu werden spezielle Diabetes-Schulungen angeboten. Im Rahmen dieser Schulungen lernen die Patienten, selbst ihren Blutzucker zu messen. Dies ist in der Regel mindestens vier Mal pro Tag und zusätzlich bei besonderen Gelegenheiten wie zum Beispiel bei / nach Sport oder auf langen Autofahrten erforderlich.

Das Wissen um den aktuellen Blutzuckerspiegel ist die Voraussetzung für die richtige Dosierung des Insulins. Die Dosierung ist sehr wichtig, denn wenn das gespritzte Insulin nicht ausreicht, um den Blutzucker dauerhaft zu senken, drohen Folgeerkrankungen. Ist der Blutzuckerwert dagegen zu niedrig, kann es zu einem gefährlichen Zustand der Unterzuckerung kommen, der ebenfalls verhindert werden muss.

Um diese Balance zu finden und aufrechtzuerhalten, muss der Patient wissen, wofür der Körper Insulin benötigt und wie die Ernährung mit dem Blutzuckerspiegel zusammenhängt. Der Kohlenhydratgehalt einer Speise hat einen direkten Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, der wiederum durch das Spritzen von Insulin gesenkt werden muss. Diese Zusammenhänge werden in Diabetes-Schulungen vermittelt.

Eine Alternative zum Pen ist die Insulinpumpe, die über eine Kanüle Insulin in den Körper abgibt. Die Insulingabe erfolgt kontinuierlich und kann bei Bedarf zusätzlich von dem Träger der Pumpe ausgelöst werden (zum Beispiel nach einer Mahlzeit). Richtig eingestellt müssen Patienten mit Typ 1-Diabetes weder auf bestimmte Lebensmittel verzichten noch sind sie auf spezielle Lebensmittel für Diabetiker angewiesen.

Ziel jeder Diabetes-Therapie ist es, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern, akute gesundheitliche Probleme zu verhindern und Folgeerkrankungen und Spätschäden vorzubeugen.

Behandlung von Diabetes Typ-2 mit rezeptpflichtigen Medikamenten auf euroClinix

Diabetes mellitus Typ-2 (Zuckerkrankheit) kann mit dem Antidiabetikum Metformin effektiv behandelt werden. Da dieses Medikament verschreibungspflichtig ist, kann es in der EU nicht ohne ein vom Arzt ausgestelltes Rezept erworben werden.

Die Online-Klinik euroClinix bietet hier eine unkomplizierte und sichere Alternative. euroClinix ermöglicht Ihnen den Kauf von Metformin durch eine professionelle Online-Konsultation. Hierzu füllen Sie ein medizinisches Patientenformular mit den nötigen gesundheitlichen Informationen aus, welches umgehend an unsere Ärzte weitergeleitet wird. Diese überprüfen Ihre Angaben unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen medizinischen Vorgeschichte, wodurch die individuelle Eignung vom Arzneimittel gegen Diabetes mellitus Typ-2 (Zuckerkrankheit) festgestellt werden kann. Der Versand des Medikaments erfolgt unverzüglich durch die Versandapotheke.

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Das Arzneimittel befindet sich in einer neutralen Packung und garantiert somit höchste Diskretion. Die Sicherung Ihrer Privatsphäre wird ebenfalls bei der Bezahlung berücksichtigt, die mit verschiedenen Zahlungsmethoden erfolgen kann. So bietet euroClinix Banküberweisungen, Sofortüberweisungen, Bankeinzug, Nachnahme (zzgl. einer Nachnahmegebühr von 19,99 EUR,-), Rechnung oder Ratenzahlung an.

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Es ist davon abzuraten, das Antidiabetikum Metformin rezeptfrei im Internet zu kaufen. Die Überprüfung der angegeben Symptome sowie die Verschreibung des entsprechenden Arzneimittels durch einen qualifizierten Arzt, vermeiden die Risiken einer Fehldiagnose. Im schlimmsten Fall kann sich die Erkrankung sogar verstärken. Bei euroClinix können Sie sich auf den unkomplizierten, diskreten und sicheren Service jederzeit verlassen.

Quellen:

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