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Spätfolgen von Diabetes mellitus

Weltweit sind 5,1 Prozent der Erwachsenen von Diabetes mellitus betroffen. Ein Drittel der Diabetiker lebt in westlichen Industriestaaten. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) schätzt, dass im Jahr 2025 circa 6,3 Prozent der Weltbevölkerung an dieser Krankheit leiden.

Aktuell leben insgesamt circa 6,3 Millionen Erkrankte in Deutschland. Bei 5 Millionen dieser liegt eine Diagnose vor. Die meisten Betroffenen weisen Diabetes mellitus Typ-2 auf. Nur 5 Prozent aller erkrankt an Typ-1 Diabetes. Vorrangig handelt es sich hierbei um Kinder beziehungsweise Jugendliche.

Wird Diabetes mellitus medikamentös nicht korrekt eingestellt, besteht die Gefahr von schwerwiegenden Folgeerkrankungen. In Deutschland werden aktuell circa 5 bis 10 Prozent des nationalen Gesundheitsbudgets in die Behandlung von Diabetes mellitus investiert. Spätfolgen von Diabetes mellitus schädigen verschiedene Organe und Körperregionen signifikant.

Warum kann Diabetes mellitus Folgeerkrankungen verursachen?

Wenn Diabetes mellitus Typ-1 nicht behandelt wird, folgt nach wenigen Wochen des Auftretens der Krankheit Unwohlsein, Gewichtsverlust, gehäuftes Wasserlassen oder ein stark veränderter Säure-Basen-Haushalt im Körper. Im Extremfall führt dies zum diabetischen Koma beziehungsweise Tod.

Im Gegensatz dazu treten Folgeschäden vor allem bei Typ-2 Diabetikern auf. Aufgrund einer fehlenden, eindeutigen Symptomatik erfolgt die Diagnose dieser Erkrankung oft sehr spät. Dies bedeutet, dass zu diesem Zeitpunkt bereits deutliche Folgeschäden an vereinzelten Organen erkennbar sind.

Die Ursache für derartige Erkrankungen liegt darin, dass unbehandelter Diabetes die kleinen und großen Blutgefäße aufgrund eines stets erhöhten Blutzucker stark schädigen kann.

Es kommt zur Mikro- beziehungsweise Makroangiopathie. Kennzeichnend hierfür sind geschädigte Blutgefäßwände, welche durch ungünstige Fließeigenschaften des Blutes eine ausreichende Durchblutung des Organismus verhindern. Auch einzelne Nervenbereiche werden negativ beeinflusst.

Folgeerkrankungen sind umso wahrscheinlicher beziehungsweise akuter, desto später Diabetes mellitus erkannt beziehungsweise optimal eingestellt wird.

Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen potenziellen Folgeerkrankungen und der Ausprägung als auch der Dauer der Blutzuckererhöhung. Ebenso beeinflussen mögliche Begleiterkrankungen die Ausbildung von ungünstigen Folgewirkungen aufgrund eines Diabetes.

Spätfolgen von Diabetes mellitus

Erkrankungen von Herz und Gefäßen

Typ-2 Diabetiker beider Geschlechter weisen oft folgende Begleiterscheinungen auf:

  • zu hoher Blutzucker
  • erhöhte Blutfettwerte (Cholesterinspiegel)
  • metabolisches Syndrom (Fettleibigkeit im Bereich des Bauchs)

Diese Voraussetzungen gelten als bedeutende Risikofaktoren für die Ausbildung von Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Unabhängig davon ist dieses Resultat auch bei Typ-1 Diabetikern zu beobachten.

Bei ausbleibender Behandlung dieser Werte können sich im Verlaufe der Zeit folgende Krankheitsbilder mit teilweise tödlichen Folgen bei Diabetikern entwickeln:

  • periphere arterielle Verschlusskrankheit
  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt

Diabetische Nephropathie (Nierenerkrankung)

Morbus Kimmelstiel-Wilson (noduläre Glomeruloksklerose) sind knotige Verkalkungen der Nierengefäße. Diese entstehen durch diabetische Begleiterscheinungen wie:

Infolge dessen verschlechtert sich die Funktionstüchtigkeit der Nieren. Nachweisbar ist diese Einschränkung durch bestimmte Proteinwerte im Urin.

Geringe Eiweißmengen im Urin werden als Mikroalbuminurie bezeichnet. Makroalbuminurie bezeichnet große Mengen an Eiweiß im Urin von Diabetikern. Studien weisen einen direkten Zusammenhang zwischen dem ausgeschiedenen Eiweiß (Albumin) und einem erhöhten Risiko für einen tödlichen Verlauf von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach.

Diabetisches Fußsyndrom (Erkrankung des Fußes)

Ein kontinuierlich überhöhter Blutzuckerspiegel schädigt Nerven und Gefäße. In Abhängigkeit von der Stärke der Ausprägung ist die Wahrnehmung im Bereich des Fußes in Bezug auf folgende externen Reize eingeschränkt:

  • Vibration
  • Temperatur
  • Berührung
  • Schmerz

Beispielsweise tritt bei betroffenen Diabetikern das Malum perforans als Folgeerkrankung auf. Es handelt sich hierbei um eine chronische Wunde, die sich oft an Ferse oder Fußballen befindet. Ursache für die Entstehung ist vorrangig die stark verminderte Schmerzempfindung.

Über die nicht heilende Wunde gelangt eine Vielzahl von Krankheitserregern in den Körper und verursacht vereinzelt schwerwiegende Entzündungen. Zudem weisen Diabetiker mit diabetischem Fußsyndrom eine erhöhte Anfälligkeit für Knochenbrüche als auch eine hohe Anzahl an Fehlstellungen und Verformungen von Fußknochen (Charcot-Fuß) auf.

Diabetische Retinopathie (Augenerkrankung)

Die Sekundäreffekte von Diabetes mellitus verursachen:

  • Blutungen
  • Fettablagerungen
  • Wassereinlagerungen
  • Gefäßbildung mit sehr schnell blutenden Eigenschaften
  • Mikroaneurysma (Gefäßaussackungen)

Ein Fortschreiten dieser versursacht Gefäß-, Netzhaut.- oder Glaskörperschäden. Der gefährliche Charakter dieser Art von Schädigung durch Diabetes mellitus besteht darin, dass Betroffene diese erst dann wahrnehmen, wenn das Sehvermögen deutlich eingeschränkt ist. Zu diesem Zeitpunkt sind die Schädigungen so weit fortgeschritten, dass sie oft zur Erblindung führen.

Tatsächlich leiden 25 Prozent der Typ-2 Diabetiker an diabetischer Retinopathie. Doppelt so viele Typ-1 Diabetiker sind davon betroffen. In den meisten Fällen werden Folgeschäden erst nach 15 Jahren bemerkbar. Diabetische Retinopathie zählt zur häufigsten Ursache von Erblindung während des erwerbfähigen Alters.

Diabetische Neuropathie (Nervenschädigungen durch Diabetes mellitus)

Die periphere sensomotorische Polyneuropathie tritt bei 80 Prozent alle Diabetiker auf. Die Nervenbahnen folgender Körperbereiche werden beeinflusst:

  • Beine
  • Arme

Vorrangig handelt es sich hierbei um eine Schädigung jener Nerven, welche Befehle an entsprechende Muskelgruppen beziehungsweise bestimmte Empfindungen an das Gehirn weiterleiten. Meist weisen Diabetiker diese Folgeerkrankung an den Beinen auf. Kennzeichnend hierfür ist ein symmetrisches Befallsmuster, das von den Füßen an aufsteigt.

Typische Symptome einer diabetischen Neuropathie:

  • Missempfindungen
  • Kribbelgefühl
  • burning feet ("brennende Füße")
  • vermindertes Schmerzempfinden (siehe diabetisches Fußsyndrom)

In wenigen Fällen komme es zur autonomen diabetischen Neuropathie, welche durch ein geschädigtes vegetatives Nervensystem entsteht. Hierbei sind drei untergeordnete Systeme beteiligt und entsprechend betroffen:

  • Sympathikus
  • Parasympathikus
  • enterisches Nervensystem (das Magen-Darm-Traktes)

Folgende Symptome treten bei Diabetikern mit autonomer diabetischer Neuropathie auf:

  • Durfälle
  • Inkontinenz
  • Verstopfung
  • Gastroparese (verzögerte Magenentleerung)
  • Blasenentleerungsstörungen
  • erektile Dysfunktion

Besonders akut wird die Situation, wenn betroffene Diabetiker einen Herzinfarkt aufgrund des verminderten Schmerzempfindens nicht wahrnehmen.

Zusätzliche Folgeerkrankungen von Diabetes mellitus

Bleibt Diabetes Typ-2 unerkannt oder wird schlecht eingestellt, können weitere Folgeerkrankungen entstehen. Hierzu gehören. vorrangig:

  • gesteigert Anfälligkeit für Infektionskrankheiten
  • diabetische Fettleber
  • geschwollene Speicheldrüse (vorrangig der Ohrspeicheldrüse)
  • Necrobiosis lipoidica (Hautentzündung des Beins auf der Streckseite
  • Limited Joint Mobility (Fingergelenke mit eingeschränkter Beweglichkeit)

Wie können Folgeerkrankungen von Diabetes mellitus verhindern werden?

Die Ausbildung von Folgeerkrankungen der Blutzuckererkrankung kann vorrangig durch präventive Maßnahmen verhindert werden. Hierzu zählt einerseits die frühzeitige Erkennung von Diabetes mellitus, welche durch Kinder- und Allgemeinärzte erfolgen muss, indem erste Anzeichen ernst genommen werden.

Aktuelle Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass Folgeerkrankungen verhindert als auch an ihrem Fortschreiten gehindert werden können, wenn folgenden Behandlungen und Maßnahmen realisiert werden:

  • optimale Einstellung des Blutzuckers
  • gute Einstellung des Blutdrucks
  • normalisierte Blutfettwerte (Cholesterinsenkung)
  • ausgewogener, gesunder Lebensstil
  • Verzicht auf Nikotin
  • eingeschränkter, minimaler Alkoholkonsum

Darüber hinaus ist es empfehlenswert, dass Betroffene spezielle Schulungen im Rahmen eines Disease Management Programms erhalten. Nicht zuletzt zielt eine professionelle Behandlung von Diabetes mellitus darauf ab, nicht nur Folgeerkrankungen zu vermeiden. Auch die Erhaltung der Lebensqualität spielt eine wichtige Rolle.


Quellen:

  1. Diabetes Spätschäden.. Deutsche Diabetes-Stiftung. URL: impotenz-selbsthilfe.de
  2. Diabetes: Folgeerkrankungen Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH). URL: diabetesinformationsdienst-muenchen.de
  3. Diabetes Typ-2: Folgeerkrankungen.. Wort & Bild Verlag. URL: diabetes-ratgeber.net
  4. Fakten zu Diabetes mellitus.. Deutsche Diabetes-Forschungsgesellschaft e.V. Düsseldorf. URL: diabetes-heute.uni-duesseldorf.de

Veröffentlicht am: 25.07.2016
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