Impotenz Prävention

Erektile Dysfunktion oder Impotenz ist eine der häufigsten sexuellen Funktionsstörungen und beeinträchtigt die physische und psychologische Gesundheit des Mannes oft schwerwiegend. Dabei ist vielen Betroffenen nicht bewusst, dass Potenzprobleme oftmals effektiv vorbeugend behandelt werden können. Diverse Anpassungen des Lebensstils können das Risiko für Erektionsstörungen signifikant verringern.

Wie kann Impotenz vorgebeugt werden?

Eine gezielte Vorbeugung gegen erektile Dysfunktion wird mit fortschreitendem Alter schwieriger, da die Risiken für organisch bedingte Ursachen für Impotenz in hohem Alter allgemein ansteigen und nur bedingt kalkulierbar sind. In diesen Fällen können jedoch Potenzmittel wie Viagra oder Cialis Abhilfe schaffen und in Einzelfällen auch zur dauerhaften Heilung der erektilen Dysfunktion beitragen.

Jüngere Männer hingegen können frühzeitig durch einen gesunden Lebensstil das Risiko für Impotenz signifikant verringern und in Kombination mit regelmäßigen Arztbesuchen die Entwicklung von Potenzstörungen verhindern. Auch im mittleren Alter kann erektiler Dysfunktion mit wenigen Anpassungen des täglichen Lebens erfolgreich vorgebeut werden.

Das Risiko für Impotenz basiert großteils auf dem Zustand der Blutgefäße und der allgemeinen gesundheitlichen Verfassung. Daher ist ein gesunder Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung, ausreichend Bewegung, einem aktiven Sexualleben und frei von Nikton- und Alkoholmissbrauch die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Vorbeugung von Erektionsstörungen.

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1. Bewusste und ausgewogene Ernährung

Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung sollte vor allem auf die Reduzierung tierischer Fette und ungesättigter Fettsäuren geachtet werden. Margarine und Backfette, welche zum Beispiel in Schokolade, Keksen und Kuchen enthalten sind, sollten nicht übermäßig verzehrt werden, da sie nicht nur verstärkt zu Fettleibigkeit (Adipositas) führen können, einer häufigen Ursache von Impotenz, sondern auch die Produktion von Testosteron behindern.

Stark weiterverarbeitete Lebensmittel wie Tiefkühlgerichte und Fast Food sollten ebenfalls nur in geringen Mengen konsumiert werden. Der hohe Mineralstoffverlust dieser Nahrungsmittel kann Mangelerscheinungen hervorrufen, der Durchblutung schaden und einen gestörten Stoffwechsel verursachen. Regelmäßiger Verzehr von frischem Obst und Gemüse hingegen sorgt für eine ausreichende Versorgung mit den notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen.

Vor allem Vitamin E spielt dabei eine wichtige Rolle für die Erhaltung der Potenz. Pflanzliche Öle, Eigelb und dunkelgrünes Gemüse enthalten viel Vitamin E und sollten daher so oft wie möglich auf dem Speiseplan stehen. Auch fettreicher Fisch mit einem hohen Anteil Omega-3-Fettsäuren dient der Prävention.

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2. Sportliche Aktivität

Eine gute körperliche Verfassung sowie regelmäßige Bewegung helfen nachweislich bei der Vorbeugung von erektiler Dysfunktion. In der sogenannten Harvard Health Professionals Follow-Up Study wurden seit 1986 über 50.000 Männer in medizinischen Berufen regelmäßig zu ihrer Gesundheit befragt. Unter anderem wurde mit den Daten auch die Relation von erektiler Dysfunktion und Sport untersucht. Dabei wurde ein eindeutig positiver Einfluss von körperlicher Betätigung auf die Vorbeugung von Impotenz festgestellt.

Sportliche aktive Männer, die mindestens dreimal pro Woche für jeweils 30 Minuten trainieren, beispielsweise mit Laufen oder Schwimmen, wiesen insgesamt eine 20% geringere Wahrscheinlichkeit für Potenzstörungen auf. Der Ersatz von rigorosem Training mit insgesamt drei Stunden Arbeiten pro Woche an der frischen Luft, zum Beispiel im Garten, hatte den gleichen statistischen Effekt.

Körperliche Ertüchtigung über diese Mindestdauer hinaus verringerte das Risiko für Impotenz noch weiter. Allerdings ist zu beachten, dass übermäßige Ausführung von Sportarten wie Fahrradfahren oder Reiten zu vermeiden sind, da der starke Druck auf das Perineum zur Entstehung von Potenzstörungen beitragen kann. Unabhängig davon, wieviel sich die Befragten in der Woche bewegten, hatten übergewichtige Männer grundsätzlich ein höheres Risiko an Impotenz zu erkranken als Männer mit einem idealen Body-Mass-Index.

Übungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur

Sogenannte Beckenbodenübungen sind vor allem bei Frauen beliebt, um die Muskulatur im Beckenbereich zu stärken. Dabei kann sich eine gut trainierte Beckenbodenmuskulatur ebenso positiv auf die Gesundheit des Mannes auswirken:

  • Brücke

    Brücke

    Legen Sie sich flach auf den Boden, sodass Ihre Schultern gerade auf dem Untergrund aufliegen. Winkeln Sie dabei Ihre Beine um 90 Grad an, sodass auch Ihr unterer Rücken und Beckenbereich den Boden berühren. Atmen Sie dabei gleichmäßig und langsam ein und aus. Drücken Sie nun Ihren Beckenbereich mit dem Einatmen nach oben und bringen diesen so in eine Linie mit Knien und Oberkörper. Die Schultern sollten dabei den Bodenkontakt nicht verlieren. Halten Sie diese Position für jeweils 60 Sekunden.

  • Kniebeuge

    Kniebeuge

    Kniebeugen sollten 2-3 mal wöchentlich durchgeführt werden. Dabei sollten Ihre Füße im aufrechten Stand etwa auf höhe der Hüfte mit komfortablem Abstand zueinander stehen. Beugen Sie aus dem Stand heraus Ihre Knie und schieben Sie Ihr Gesäß nach hinten, sodass ein rechter Winkel in den Knien entsteht. Gehen Sie über die Muskelkraft der Oberschenkel wieder in die Ausgangsposition zurück und wiederholen Sie den Vorgang etwa 10 mal.

  • Ball-Presse

    Ball-Presse

    Legen Sie sich mit angewinkelten Knien flach auf den Rücken und nehmen Sie einen weichen Ball (alternativ geht auch ein Kissen oder ähnliches) zwischen die Knie. Drücken Sie nun in regelmäßigen Abständen die Knie gegen den Ball, um Spannung in den Muskeln des Beckenbodens zu erzeugen. Lockern Sie die Muskeln im Anschluss wieder und wiederholen Sie die Übung 6 bis 8 mal.

  • Knie-Heben

    Knie-Heben

    Platzieren Sie sich auf allen Vieren mit den Händen in einer Linie zu den Schultern und den Knien in einer Linie zur Hüfte. Heben Sie über die Beckenbodenmuskulatur Ihre Knie an und verlagern Sie Ihr Gewicht auf die Füße. Gehen Sie anschließend wieder in Ihre Ausgangsposition zurück und wiederholen Sie den Vorgang in einer gleichmäßigen, wippenden Bewegung bis zu 10 mal.

  • Beckenboden-Entspannung

    Beckenboden-Entspannung

    Nach dem Beckenbodentraining sollten Sie die Muskulatur über Atemübungen entspannen. Dazu legen Sie sich flach auf den Rücken und spannen beim Einatmen bestimmte Muskelgruppen an. Beim Ausatmen lassen Sie die Muskeln wieder locker. Spannen Sie Muskeln einzeln in den folgenden Körperteilen an: Hände, Schultern, Beine und Füße. Dabei sollten die rechte und linke Körperseite jeweils einzeln bearbeitet werden. Konzentrieren Sie sich während der Atemübungen auf die Muskelbewegungen im Beckenboden.

Verschiedene Studien haben erwiesen, dass eine gestärkte Beckenbodenmuskulatur durchaus auch einen positiven Einfluss auf die Potenz des Mannes haben kann. Durch die entsprechenden Übungen lässt sich der Blutfluss ins Glied unterstützen, was zu einer erhöhten Erektionsfähigkeit führen kann. Bei bestehenden Problemen, sind Übungen allein zwar wenig erfolgversprechend, werden aber durchaus zur Prävention oder als Begleitmaßnahme zur Therapie der erektilen Dysfunktion empfohlen.

3. Vermeidung von Nikotin, Alkohol und Stress

Rauchen und Impotenz

Das Rauchen von Zigaretten und Zigarren, aber auch Shisha-Rauchen kann zur Entwicklung von Potenzproblemen beitragen. Raucher haben nachweislich ein höheres Risiko, Erektionsstörungen zu entwicklen, als Nichtraucher. Dies gilt besonders bei jungen Rauchern. Durch Rauchen werden die Blutgefäße beschädigt und verengt, was den Blutfluss zum Penis verringert und die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen kann.

Im Rahmen einer umfassenden Gesundheitsstudie wurden fast 5000 Männer mit einem Durchschnittsalter von 47 Alter unter anderem um spezifische Angaben zur ihren Rauchgewohnheiten und Sexualbeziehungen gebeten. Demnach hatten Männer, die mehr als 20 Zigaretten am Tag rauchten, im Vergleich zu Nichtrauchern ein 60% höheres Risiko, an erektiler Dysfunktion zu erkranken. Allgemein sind Raucher, auch ehemalige Raucher, mit einer 30% höheren Wahrscheinlichkeit von Impotenz betroffen.

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Alkohol und Impotenz

Dauerhafter Alkoholmissbrauch verursacht zahlreiche schwere Krankheiten. Neben der Leber werden auch Nerven stark geschädigt, was wiederum die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen kann. Werden die Nervenzentren des Hirns und Rückenmarks zu stark geschädigt, können vom Körper keine Impulse zur Erektionsentstehung weitergegeben werden. Zudem kann die Testosteronproduktion beeinträchtigt werden, was wiederum die Entwicklung von Impotenz begünstigt.

Während bei gelegentlichem und gemäßigtem Alkoholgenuss keine negativen Effekte auf die Erektionsfähigkeit nachweisbar sind, kann ein zeitweise sehr hoher Alkoholspiegel durchaus zu Impotenz führen. Ein Blutalkohol von 0,4 bis 0,5 Promille vermag die Potenz bereits zu beeinträchtigen und ab 1 Promille komplett auszusetzen. Der Körper ist vorübergehend nicht mehr in der Lage, Stimulationen zu verarbeiten, wodurch die Erektion ausbleibt.

Stress und Impotenz

Starker und chronischer Stress hat zahlreiche negativen Auswirkung auf die Psyche und den Körper. Unter anderem verursacht die vermehrte Ausschüttung von Adrenalin die Verengung der Blutgefäße, wodurch die Entstehung einer Erektion erschwert werden kann. Stress komplett zu vermeiden, ist für die meisten Menschen allerdings nicht realistisch. Eine bewusste Bewältigung der täglichen psychischen Belastung und allgemeine seelische Gesundheit verbessert jedoch nicht nur das tägliche Leben, sondern kann auch Erektionsstörungen vorbeugen.

4. Regelmäßiger Geschlechtsverkehr

Wissenschaftlern zufolge kann regelmäßiger Geschlechtsverkehr effektiv Impotenz vorbeugen und die Entstehung von Potenzstörungen auch im hohen Alter und bei bestehenden Vorerkrankungen verzögern. In einer finnischen Studie wurden knapp 1000 Probanden im Alter von 55 bis 75 Jahren über einen Zeitraum von fünf Jahren regelmäßig zur ihrer Sexualgesundheit befragt. Während zahlreiche Teilnehmer bei Beginn der Studie diverse chronische Erkrankungen aufwiesen, vor allem Bluthochdruck (32%), Herzkrankheiten (12%), Depression (7%) und Diabetes (4%), wurden Kandidaten mit bereits bestehender erektiler Dysfunktion von der Studie ausgeschlossen.

Nach Beendigung der Studie kam das Untersuchungsteam zu dem Schluss, dass regelmäßiger Sex eindeutig mit dem Risiko für erektile Dysfunktion korreliert. Männer, die weniger als einmal in der Woche Geschlechtsverkehr hatten, waren zum Ende der Studie zweimal so häufig von Potenzstörungen betroffen wie Männer, die mindestens einmal in der Woche sexuellen Kontakt hatten. Auch regelmäßige Masturbation kann hilfreich sein, um die Erektionsfähigkeit dauerhaft zu unterstützen.

Quellen:

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