Reductil

Reductil Sibutramin (oft auch Reduktil geschrieben)ist ein Medikament gegen Übergeweicht und wirkt als Appetitzügler im Gehirn. In Europa konnte man von 1999 bis 2011 Reductil kaufen. Der Appetitzügler mit dem Wirkstoff Sibutramin wurde 2011 in Europa und später auch in der USA wegen zu hohen Risiken und zu minimaler Erfolgsquote vom Markt genommen. Seither kann man auf legalem Wege kein Reductil kaufen oder verschrieben bekommen. Auch andere Medikamente mit dem Wirkstoff Sibutramin werden nicht mehr verkauft. Noch zugelassene Medikamente gegen Fettleibigkeit wirken alle direkt gegen die Aufnahme von Fetten und sind somit weit weniger gefährlich und wirkungsvoller. Dazu gehört zum Beispiel Xenical.

Kann man Reductil noch kaufen?

Im Januar 2010 wurde sowohl das Medikament Reductil als auch der darin enthaltene Wirkstoff Sibutramin in der EU und der Schweiz vom Markt genommen. Es ist nun nicht mehr möglich, Reductil legal in Apotheken oder online zu kaufen. Im Internet können immer noch Anbieter gefunden werden, die Reductil verkaufen. Hierbei handelt es sich jedoch um unseriöse, illegale Angebote.

Warum wurde Reductil vom Markt genommen?

Die Einnahme von Reductil ging in vielen Fällen mit einem Anstieg des Blutdrucks und des Herzschlags einher. Vor allem zu Beginn der Behandlung, d. h. in den ersten 4 bis 12 Wochen, wurde nicht selten ein krankhafter Anstieg von Blutdruck und Puls beobachtet, der einen Abbruch der Behandlung erforderlich machte.

Neuere Studien wiesen darauf hin, dass die Behandlung mit Sibutramin mit einem höheren Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle einherging. Gleichzeitig fiel die positive Wirkung, die angestrebte Gewichtsreduktion, verhältnismäßig gering aus. Das Verhältnis zwischen Risiko und Nutzen war so schlecht, dass sich die Europäische Arzneimittelagentur gegen den Wirkstoff ausgesprochen hat. Aus diesem Grund wurde die Zulassung für Medikamente, die den Wirkstoff Sibutramin enthalten, widerrufen. Sie dürfen seit Januar 2010 nicht mehr in Apotheken verkauft werden.

Welche Risiken und Nebenwirkungen hatte Reductil?

Das Medikament Reductil mit dem Wirkstoff Sibutramin hat bei manchen Anwendern unerwünschte Nebenwirkungen hervorgerufen. Sehr häufig kam es zu Mundtrockenheit, Schlaflosigkeit und Verstopfung. Häufig traten Herz-Kreislauf-Veränderungen wie Herzklopfen oder Herzrasen auf und es kam zu einer Erhöhung des Blutdrucks und einer Erweiterung der Blutgefäße. Zudem klagen Personen unter Einnahme von Reductil über Kopfschmerzen, Übelkeit, Angstgefühle und übermäßiges Schwitzen.

Manche Anwender fühlten sich benommen oder berichteten von nervlichen Missempfindungen oder Geschmacksstörungen. Selten kam es zu Entzugssymptomen, die sich unter anderem in Kopfschmerzen oder einem gesteigerten Appetit äußerten.

Darüber hinaus konnte die Einnahme von Reductil mit weiteren Nebenwirkungen einhergehen wie zum Beispiel Überempfindlichkeits- oder allergischen Reaktionen, Hautausschlag, Nesselsucht oder Haarausfall. Es kam zu Erbrechen, Durchfall oder Magen-Darm-Blutungen. Möglich waren Sehstörungen (verschwommenes Sehen) oder vorübergehende Einschränkungen des Kurzzeitgedächtnisses. Darüber hinaus traten Gefühle der inneren Unruhe, Herzrasen, Vorhofflimmern oder Krampfanfälle auf. Einige Anwender litten unter Depressionen, Ejakulations- und/oder Orgasmusstörungen, Impotenz, Zyklusstörungen (teilweise mit Zwischenblutungen) oder Entzündungen der Nieren. Wie häufig diese Nebenwirkungen auftraten, ist jedoch nicht bekannt.

Gibt es ein Ersatzprodukt zu Reductil?

Schwer übergewichtige Menschen können anstatt von Reductil das Arzneimittel Xenical anwenden. Anders als Reductil wirkt Xenical nicht im Gehirn, sondern greift in den Fettstoffwechsel im Magen und Darm ein. Die Wirkung von Xenical basiert auf dem Wirkstoff Orlistat, einem Lipasehemmer. Wie der Name bereits verrät, blockiert Orlistat die fettspaltenden Verdauungsenzyme (Lipasen), indem er sich an eine bestimmte Aminosäure heftet und das Enzym unwirksam macht.

In Folge können Nahrungsfette nicht mehr gespalten werden. Der Körper kann diese ungespalten nicht weiter aufnehmen und sie werden unverdaut über den Stuhl ausgeschieden. Patienten, die Xenical einnehmen, müssen sich an einen fettarmen Ernährungsplan halten, um unangenehme Nebenwirkungen wie Blähungen und Durchfall zu vermeiden. Xenical unterstützt somit nicht nur beim Gewichtsverlust sondern auch bei der längerfristigen Ernährungsumstellung.

Xenical wird nur zur Behandlung von adipösen Patienten mit einem BMI von mindestens 30 empfohlen. Die Medikamenteneinnahme sollte mit einer gesunden, fettarmen Ernährung sowie ausreichend Bewegung einhergehen.

Studien zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Xenical

Die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Xenical wurde in sieben Hauptstudien untersucht, in denen mehr als 3.000 übergewichtige (bzw. adipöse) Patienten teilnahmen. Die Studiendauer betrug jeweils 1 bis 2 Jahre, in denen die Teilnehmer eine von drei verschiedenen Dosierungen des Medikaments oder ein Placebo (Scheinbehandlung) erhielten. Es handelte sich um sogenannte Doppelblind-Studien, das heißt, dass weder die Patienten noch die Ärzte wussten, ob sie den Wirkstoff (und wenn ja, in welcher Dosis) oder das Placebo erhielten.

Darüber hinaus gab es eine längere Studie über einen Zeitraum von 4 Jahren, an der ebenfalls mehr als 3.000 adipöse Patienten teilnahmen. Sie erhielten entweder ein Placebo oder das Medikament in Verbindung mit einer gesunden, kalorienreduzierten Ernährung und körperlicher Betätigung.

In all diesen Studien zeigte sich ein größerer Gewichtsverlust bei den Patienten, die (eine hohe Dosis) Xenical eingenommen haben als bei der Placebo-Gruppe. Im Einzelnen: Patienten, die dreimal täglich 120 Milligramm Xenical einnahmen, hatten nach einem Jahr durchschnittlich 6,1 Kilogramm abgenommen. 20 % der Patienten in dieser Gruppe haben mindestens 10 % ihres Ausgangsgewichts verloren, nach vier Jahren waren es 21 %. Der Gewichtsverlust in der Placebo-Gruppe betrug dagegen im Durchschnitt nur 2,6 Kilogramm. Hier konnten nur 8 % der Patienten ihr Ausgangsgewicht um 10 % oder mehr reduzieren (nach vier Jahren: 10 % der Patienten).

Aktuelle Studien zeigen, dass der in Xenical enthaltene Wirkstoff Orlistat neben der höheren Gewichtsreduktion noch weitere positive Effekte im Vergleich zu Placebo hat: So führt der Wirkstoff zu einer signifikanten Verringerung des BMI, des Taillenumfangs sowie der Cholesterinwerte (insbesondere des "schlechten" LDL-Cholesterins).

Mögliche Nebenwirkungen von Xenical

Das Schlankheitsmittel Xenical mit dem Wirkstoff Orlistat kann - wie alle Medikamente - unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Diese können, müssen aber nicht bei jedem Anwender auftreten. Sie werden meistens zu Beginn der Behandlung und nach fetthaltigen Mahlzeiten beobachtet. Unter Beachtung der Ernährungsempfehlungen werden sie üblicherweise im Lauf der Behandlung schwächer und verschwinden dann ganz.

Sehr häufig, das heißt, bei mehr als 10 % der Anwender, treten Kopfschmerzen und/oder Bauchschmerzen auf. Es kommt zu einem verstärkten Stuhldrang oder häufigerem Stuhlgang sowie Blähungen mit Stuhlabgang. Die Konsistenz des Stuhls kann sich verändern: Er wird flüssig, fettig oder ölig oder es geht öliges Sekret ab.

Häufig (bei bis zu 10 % der Anwender) kommt es zu Rektumschmerzen, Blähungen, Stuhlinkontinenz oder weichem Stuhl. Es treten Zahn- oder Zahnfleischbeschwerden und bei Frauen Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus auf. Viele Anwender berichten, dass sie sich müde und abgeschlagen fühlen.

Darüber hinaus können (in unbestimmter Häufigkeit) allergische Reaktionen, Hautblasen, rektale Blutungen oder Gallensteinleiden auftreten. Die Leberwerte können erhöht sein und auf eine Leberentzündung (Hepatitis) hindeuten. Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann ebenfalls durch die Einnahme von Xenical begünstigt werden.

Kann ich Xenical online kaufen?

Bei euroClinix können Sie Xenical bequem ohne Rezept von ihrem Hausarzt online bestellen. Unser Service, bestehend aus eine ärztlichen Online-Konsultation, Rezeptausstellung und Medikamenten-Expressversand, erspart Ihnen einen zeitaufwändigen Besuch beim Arzt und Apotheker. Bestellen Sie noch vor 17:30 Uhr, erhalten Sie Ihr Medikament bereits am nächsten Werktag.

Da Xenical ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel ist, darf es ausschließlich mit einem gültigem Rezept gekauft werden. Möchten Sie bei euroClinix Xenical online bestellen, müssen Sie zuerst an unserer Online-Sprechstunde teilnehmen. Diese besteht aus einem kurzen medizinischen Fragebogen, bei dem Sie Angaben zu Ihrem Gesundheitszustand und Ihrer medizinischen Vorgeschichte machen. Einer unserer Ärzte überprüft den Fragebogen im Anschluss und stellt ein gültiges Rezept aus, sofern keine Einwände gegen die Einnahme von Xenical bestehen. Das Rezept wird direkt an unsere Versandapotheke weitergeleitet, die das Medikament verpackt und per UPS Expressversand verschickt.

Sollte unser Arzt Fragen zu Ihren medizinischen Angaben haben, werden Sie von unserem Patientenservice kontaktiert. Um Ihre Gesundheit nicht zu gefährden, stellen unsere Ärzte keine Rezepte aus, wenn Bedenken bezüglich der Xenical-Einnahme bestehen. Bei Fragen zu unserem Service steht Ihnen unser Patientenservice gerne montags bis freitags von 09:00 bis 18:30 Uhr telefonisch, per E-Mail oder Live Chat zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass es sich bei unserem Patientenservice nicht um ausgebildete Ärzte und Apotheker handelt und deswegen keine spezifische medizinische Fragen beantwortet werden können.

Quellen:

Aktualisiert am: 07.08.2017

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