Blutdrucktabelle

In der Schweiz leidet schätzungsweise jeder 4. an Bluthochdruck (fachsprachlich auch arterielle Hypertonie), einem der größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Regelmäßige Routineuntersuchungen sowie die entsprechende Aufklärung sind elementar, um den Folgen der Volkskrankheit vorzubeugen. Dabei können die verschiedenen Blutdruckwerte und deren Bedeutung für Patienten eher verwirrend sein. Wir klären auf, worauf Sie bei der Überwachung Ihres Blutdrucks achten sollten und erklären, was die Blutdrucktabelle über Ihre Gesundheit aussagt.

Blutdruckrechner

Haben Sie in letzter Zeit Ihren Blutdruck überprüft? Ein hoher oder niedriger Blutdruck kann verschiedene Begleiterscheinungen mit sich bringen. Werden diese Symptome nicht behandelt, kann dies schwerwiegende Folgen haben.

Ist der Blutdruck erhöht, kann es beispielsweise zu Schlafstörungen, Nervosität, Ruhelosigkeit, Kopfschmerzen und Schwindel kommen. Ein niedriger Blutdruck macht sich meist durch ein Schlappheitsgefühl, Müdigkeit, kalte Hände und Füße, Appetitlosigkeit und Augenflimmern bemerkbar.

Verspüren Sie eines oder mehrere dieser Symptome, sollten Sie Ihren Blutdruck überprüfen. Mithilfe unseres Blutdruckrechners finden Sie dabei ganz einfach heraus, ob Ihre Werte bedenklich sind. Geben Sie dazu einfach den systolischen und diastolischen Wert an und wir berechnen, ob Ihr Blutdruck im Normbereich liegt.

Blutdruckwerte und Ihre Bedeutung

Die folgende Tabelle zeigt verschiedene Blutdruckwerte und deren medizinische Einstufung im Vergleich zum Optimalwert von 120 zu 80 (bei Erwachsenen). Ärzte sprechen von Bluthochdruck (Hypertension), wenn regelmäßig hohe Werte von mehr als 140 systolisch und 90 diastolisch gemessen werden. Unter 105 systolisch und 60 diastolisch gilt der Blutdruck als niedrig.

  Systolisch (mm Hg) Diastolisch (mm Hg)
Niedrig <105 <60
Optimal 105 - 120 60 - 80
Normal 120 - 129 80 - 84
Hoch normal 130 – 139 85 – 89
Hypertonie Grad 1 140 – 159 90 – 99
Hypertonie Grad 2 160 – 179 100 – 109
Hypertonie Grad 3 Ab 180 Ab 110

Sollte ein erhöhter oder niedriger Blutdruck festgestellt werden, sollten Sie Ihre Werte unbedingt durch regelmäßige Messungen kontrollieren. Damit Sie den Überblick über die verschiedenen Messwerte nicht verlieren, empfehlen wir, diese in einer Blutdrucktabelle festzuhalten.

Über den Button "Leere Blutdrucktabelle herunterladen" haben wir eine blanko Tabelle zum Eintragen Ihrer Messwerte bereitgestellt, die Sie sich ganz einfach als PDF herunterladen und ausdrucken können. So behalten Sie einen Überblick über Ihre Blutdruckwerte und können diese anhand einer praktischen Übersicht gegebenenfalls direkt mit Ihrem Arzt besprechen.

Ab wann sind Blutdruckwerte bedenklich?

Die Blutdruckwerte schwanken auch bei gesunden Menschen je nach Situation und Befindlichkeit. Eine Rolle hierbei spielt aber auch das Alter. Mit zunehmenden Alter nimmt die Anpassungsfähigkeit der Gefäße an den Blutdruck ab, zudem wirken sich die Folgen früherer schlechter Lebensangewohnheiten verstärkt auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus. Bei jeglichen Blutdrucktabellen mit Angaben zu Bluthochdruck handelt es sich demnach zunächst einmal um Richtwerte.

Normale Blutdruckwerte

Im Idealfall liegt der Blutdruck unter 120/80 mmHg. Dabei steht der erste Wert für den sogenannten systolischen Blutdruck, der entsteht, wenn die Herzmuskeln sich zusammenziehen und das Blut in die Aorta (Hauptschlagader) gepresst wird. Der zweite Wert entspricht dem diastolischen Blutdruck. Dieser bezeichnet den Zeitpunkt, in dem die Herzmuskeln sich entspannen und neues Blut in die Herzkammern einfließt.

Zwischen 120 und 130 systolisch und bis zu 84 diastolisch gilt der Blutdruck weiterhin als im Normalbereich. Ab Werten von 130 bis etwa 140 systolischen Werts spricht man von leicht erhöhtem Blutdruck, was jedoch nicht zwingend Grund zur Sorge sein muss. Bestehen beim Patienten keine weiteren Gesundheitsrisiken, ist keine aggressive Therapie nötig.

Bluthochdruck (Hypertonie)

Von einer Hypertonie des ersten Grades spricht man ab Blutdruckwerten von 140/90 mmHg. Diese Werte sind bei vereinzeltem Auftreten noch nicht bedenklich, erhöhen aber bereits das Risiko der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sollten daher durch einen Arzt beobachtet werden. Das Führen einer Blutdrucktabelle kann dabei helfen die täglichen Messwerte zu dokumentieren.

Eine Hypertonie des zweiten Grades wird an Werten von 160/100 mmHg diagnostiziert. Hier ist die Gesundheitsbelastung bereits so groß, dass dringend Maßnahmen zur Einstellung des Blutdrucks getroffen werden sollten, insbesondere wenn andere Risikofaktoren wie beispielsweise ein Diabetes oder kardiovaskuläre Vorerkrankungen vorliegen. Ein Arzt kann dabei die entsprechende Behandlungsmethode vorschlagen. Diese reicht von der medikamentösen Therapie mit sogenannten Blutdrucksenkern bis hin zur Änderung des Lebensstils.

Ab Blutdruckwerten über 180 systolisch und 110 diastolisch liegt eine schwere Hypertonie dritten Grades vor und es sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung wie beispielsweise einem Herzinfarkt oder Schlaganfall ist für Patienten mit schwerer Hypertonie stark erhöht und es sollten unverzüglich Maßnahmen zur Blutdrucksenkung getroffen werden.

Risiko-Leitlinien des ESCardio nach Blutdruckklassen

Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Ab Werten unter 105/60 mmHg ist der Blutdruck zu niedrig und man spricht von Hypotonie. Davon sind vermehrt ältere Menschen betroffen. Ein zu niedriger Blutdruck kann für die Betroffenen sehr belastend sein, da er generell mit Müdigkeit und einem Mangel an Energie einhergeht. Menschen, die unter Hypotonie leiden, sind deswegen schon im normalen Alltag häufig schnell erschöpft, was sich beispielsweise im Berufsleben sehr hinderlich auswirken kann.

Wie kann ich meinen Blutdruck normalisieren?

Sind die gemessenen Blutdruckwerte außerhalb des Normbereichs, kann dies vor allem bei Bluthochdruck gesundheitliche Komplikationen mit sich bringen. Eine Hypertonie ist ein Risikofaktor für eine Reihe schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Betroffene sind unter anderem stark gefährdet für:

  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • koronare Herzkrankheit
  • Herzinsuffizienz

Wenn der Blutdruck also dauerhaft außerhalb des Normbereichs liegt, wird es Zeit zu handeln. Bluthochdruck hängt, ebenso wie Typ 2 Diabetes und ein zu hoher Cholesterinspiegel stark mit dem Lebensstil zusammen. Daher sollten Menschen mit Bluthochdruck - egal welchen Grades - bestimmte Dinge bezüglich ihres Lebensstils beachten.

So sollte bei Rauchern beispielsweise unbedingt die Raucherentwöhnung angestrebt werden. Auch Stress und Bewegungsmangel wirken sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System aus und können so zu hohen Blutdruckwerten beitragen. Vor allem übergewichtige Patienten sollten einen Gewichtsverlust anstreben, um gesundheitlichen Komplikationen vorzubeugen.

Beziehung Zwischen Gewicht und systolischem Blutdruck

Außerdem kann durch eine Ernährungsumstellung auf gesunde, vielseitige Nahrung und den Verzicht auf Alkohol und übermäßigen Salzkonsum eine Verbesserung der Blutdruckwerte erzielt werden. Zu den Nahrungsmitteln, denen eine blutdrucksenkende Wirkung nachgesagt wird, zählen beispielsweise Kartoffeln und grüner Tee. Generell wird Betroffenen geraten verstärkt auf eine gesunde Ernährung und Lebensweise zu achten, da damit die Erkrankung besser kontrolliert werden kann und andere Folgeerkrankungen möglicherweise vermieden werden können.

Allerdings ist es wichtig, zu klären, dass dem Bluthochdruck nicht eine weitere Primärerkrankung zugrunde liegt. In einigen Fällen kann der hohe Blutdruck durch Erkrankungen der Nieren oder hormonelle Störungen bedingt sein. Man spricht dann von einer sekundären Hypertonie. Im Gegensatz dazu gibt es bei der primären oder essentiellen Hypertonie keine einzeln nachweisbare körperliche Ursache – sie ist mehrfaktoriell durch den Lebensstil bedingt.

Behandlung einer Hypotonie

Im Vergleich zum Bluthochdruck ist eine Hypotonie bezüglich der gesundheitlichen Folgen der Erkrankung weniger bedenklich. Daher wird ein niedriger Blutdruck nur selten medikamentös therapiert. Zur Selbstbehandlung einer Hypotonie werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Viel trinken (bei akuten Kreislaufproblemen kann ein koffeinhaltiges Getränk helfen)
  • Ausreichend bewegen
  • Kreislaufprobleme durch langsames Aufstehen und Vermeiden langen Stehens vorbeugen
  • Wechselduschen
  • Salzzufuhr überprüfen

Medikamentöse Therapie

Während leichte Formen der Hypertonie sich teils noch durch eine Umstellung des Lebensstils berichtigen lassen, kommen bei schwerem Bluthochdruck in der Regel Medikamente zum Einsatz, um Folgeerkrankungen weitestgehend zu vermeiden. Bei diesen Medikamenten handelt es sich um sogenannte Blutdrucksenker. Die verschiedenen Gruppen von Medikamenten sind:

Die meisten Patienten mit Hypertonie nehmen lebenslang Medikamente ein. Dadurch können sie ein beschwerdefreies Leben führen und weiteren Erkrankungen vorbeugen. Das Einstellen der Medikamente kann teils eine Weile dauern, da jeder Körper individuell anders auf die jeweiligen Medikamente reagiert. Zudem ist bei den meisten Betroffenen die Einnahme mehrerer Wirkstoffe erforderlich, um den Bluthochdruck mit dem gewünschten Erfolg bekämpfen zu können.

Quellen:

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