Blutdrucktabelle

Deutschland ist europaweit das Land mit der höchsten Anzahl an Patienten mit Bluthochdruck. Fachsprachlich wird dieser als arterielle Hypertonie bezeichnet. Angaben zur Häufigkeit von Bluthochdruck weichen je nach Quelle voneinander ab, europaweit wird die Prävalenz aber auf etwa 44 Prozent der Menschen über 35 geschätzt. Es handelt sich damit bereits um eine Volkskrankheit. Umso wichtiger sind regelmäßige Routineuntersuchungen sowie die entsprechende Aufklärung.

Ab wann sind Blutdruckwerte bedenklich?

Die Blutdruckwerte schwanken auch bei gesunden Menschen je nach Situation und Befindlichkeit. Eine Rolle hierbei spielt aber auch das Alter. Mit zunehmenden Alter nimmt die Anpassungsfähigkeit der Gefäße an den Blutdruck ab, zudem wirken sich die Folgen früherer schlechten Lebensangewohnheiten verstärkt auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus. Bei jeglichen Blutdrucktabellen mit Angaben zu Bluthochdruck handelt es sich demnach zunächst einmal um Richtwerte.

Im Idealfall liegt der Blutdruck unter 120/80 mmHg. Dabei steht der erste Wert für den sogenannten systolischen Blutdruck, der entsteht, wenn die Herzmuskeln sich zusammenziehen und das Blut in die Aorta (Hauptschlagader) gepresst wird. Der zweite Wert entspricht dem diastolischen Blutdruck. Dieser bezeichnet den Zeitpunkt, in dem die Herzmuskeln sich entspannen und neues Blut in die Herzkammern einfließt.

Allerdings gilt bei einer leichtern Hypertonie von 130 bis etwa 140 systolischen Werts nicht zwingen Grund zur Sorge gegeben. Bestehen beim Patienten keine weiteren Gesundheitsrisiken, ist keine aggressive Therapie nötig.

Risiko Leitlinien Des Escardio Nach Blutdurckklassen

Ist der Blutdruck zu niedrig, spricht man von Hypotonie. Ein zu niedriger Blutdruck kann für die Betroffenen sehr belastend sein, da er generell mit Müdigkeit und einem Mangel an Energie einhergeht. Menschen, die unter Hypotonie leiden, sind deswegen schon im normalen Alltag häufig schnell erschöpft, was sich beispielsweise im Berufsleben sehr hinderlich auswirken kann.Allerdings bringt ein niedriger Blutdruck im Gegensatz zur Hypertonie in der Regel keine weiteren gesundheitlichen Risiken mit sich.

Zur Einschätzung der Blutdruckwerte kann die folgende Blutdrucktabelle hilfreich sein, die sich an den Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) orientiert.

EinteilungSystolischer Wert (mmHg)Diastolischer Wert (mmHg)
optimal< 120< 80
Normalbereich120-129 < 80-84
hochnormaler Blutdruck130-13985-89
milder Bluthochdruck (Stufe 1)140-15990-99
mittlerer Bluthochdruck (Stufe 2)160-179100-109
schwerer Bluthochdruck (Stufe 3)> 180> 110
isolierter systolischer Bluthochdruck> 140< 90

Was tun bei Bluthochdruck?

Bluthochdruck ist ein Risikofaktor für eine Reihe schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Betroffene von arterieller Hypertonie sind unter anderem stark gefährdet für:

  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • koronare Herzkrankheit
  • Herzinsuffizienz

Wenn der Blutdruck also dauerhaft außerhalb des Normbereichs liegt, wird es Zeit, zu handeln. Bluthochdruck hängt, ebenso wie Typ 2 Diabetes und ein zu hoher Cholesterinspiegel stark mit dem Lebensstil zusammen. Die folgenden Maßnahmen können den Blutdruck positiv beeinflussen:

  • Raucherentwöhnung
  • gesunde Ernährung
  • Alkoholkonsum reduzieren
  • regelmäßig Sport treiben
  • Stress vermeiden und Entspannen lernen

Allerdings ist es wichtig, zu klären, dass dem Bluthochdruck nicht eine weitere Primärerkrankung zugrunde liegt. In einigen Fällen kann der hohe Blutdruck durch Erkrankungen der Nieren oder hormonelle Störungen bedingt sein. Man spricht dann von einer sekundären Hypertonie. Im Gegensatz dazu gibt es bei der primären oder essentiellen Hypertonie keine einzeln nachweisbare körperliche Ursache – sie ist mehrfaktoriell durch den Lebensstil bedingt.

Wie wird Bluthochdruck therapiert?

Während leichte Formen der Hypertonie sich teils noch durch eine Umstellung des Lebensstils berichtigen lassen, kommen bei schwerem Bluthochdruck in der Regel Medikamente zum Einsatz, um Folgeerkrankungen weitestgehend zu vermeiden. Bei diesen Medikamenten handelt es sich um sogenannte Blutdrucksenker. Die verschiedenen Gruppen von Medikamenten sind:

Die meisten Patienten mit Hypertonie nehmen lebenslang Medikamente ein. Dadurch können sie ein beschwerdefreies Leben führen und weiteren Erkrankungen vorbeugen. Das Einstellen der Medikamente kann teils eine Weile dauern, da jeder Körper individuell anders auf die jeweiligen Medikamente reagiert. Zudem ist bei den meisten Betroffenen die Einnahme mehrerer Wirkstoffe erforderlich, um den Bluthochdruck mit dem gewünschten Erfolg bekämpfen zu können.

Zusätzlich zu Medikamenten werden auch bestimmte Lebensmitteln und Tees zur Senkung des Blutdrucks empfohlen. Zu den Nahrungsmitteln, denen eine blutdrucksenkende Wirkung nachgesagt wird, zählen beispielsweise Kartoffeln und grüner Tee. Generell wird Betroffenen geraten verstärkt auf eine gesunde Ernährung und Lebensweise zu achten, da damit die Erkrankung besser kontrolliert werden kann und andere Folgeerkrankungen möglicherweise vermieden werden können.

Quellen:

  1. Arterielle Hypertonie UKSH Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. URL: uksh.de
Zuletzt aktualisiert: 16.02.2016
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