Chlamydien Test

Die Chlamydien Diagnostik kann unkompliziert und schnell durchgeführt werden und ermöglicht im Falle einer Chlamydien Infektion eine effektive und rasche Behandlung. Denn eine unbehandelte Geschlechtskrankheit wie Chlamydien kann bei Nichtbehandlung zu schwerwiegenden gesundheitlichen Dauerschäden führen.

Chlamydien Diagnostik: Wie kann man Chlamydien feststellen?

Eine Art der Chlamydien Diagnose ist die Untersuchung des Urins mittels Nukleinsäure-Amplifikationstechniken, diese kann sowohl bei der Frau als auch beim Mann durchgeführt werden. Bringt diese Form der Chlamydien Untersuchung ein unzureichendes Ergebnis und können keine Chlamydien in den Laborwerten festgestellt werden, wird meist ein Abstrich zur Absicherung empfohlen.

Beim Mann wird ein urethraler Abstrich aus der Harnröhre entnommen und auf Chlamydien im Labor untersucht. Für eine Chlamydien Diagnose bei der Frau wird ein urethraler Abstrich von der Harnröhre oder ein zervikaler Abstrich vom Gebärmutterhals entnommen, auf diesem Weg lassen sich Chlamydien feststellen.

Eine weitere Möglichkeit der Chlamydien Diagnostik ist es, einen Bluttest durchzuführen. Wenn hierbei Chlamydien Antikörper im Blut gefunden werden, deutet dies auf eine Chlamydien Infektion hin.

Für eine rechtzeitige Erkennung und Behandlung ist es essentiell, dass umgehend ein Arzt bei einer Chlamydien Infektion aufgesucht wird.

Wir wird ein Chlamydien Test durchgeführt?

Ein Test auf Chlamydien kann auf folgende Arten erfolgen:

  • Chlamydien Urintest mittels Nukleinsäure-Amplifikationstechniken
  • Chlamydien Schnelltest aus der Apotheke
  • Chlamydien Bluttest beim Arzt
  • Chlamydien Abstrich der Harnröhre bzw. dem Gebärmutterhals

Ein Nachweis auf Chlamydien kann mithilfe von Nukleinsäure-Amplifikationstechniken durchgeführt werden, hierbei werden Chlamydien in einer Urinprobe nachgewiesen. Bei einem nicht aussagekräftigen Chlamydien Nachweis im Urin kann noch ein Bluttest zur Absicherung angeordnet werden.

Eine Möglichkeit, sich selbst zu Hause auf Chlamydien zu testen ist mittels eines Chlamydien Cyclotests aus der Apotheke. Bei diesem führt man selbständig einen Abstrich der Harnröhre bzw. des Gebärmutterhalses durch und kann ein Chlamydien Screening auf einer beigelegten Testkassette durchführen. Diese Art des Chlamydien Nachweises ist schnell erledigt, aber nicht so zuverlässig wie eine Untersuchung beim Arzt.

Der eindeutigste Chlamydien Nachweis liegt im Blut, hierbei wird nach spezifischen Chlamydien Antikörpern im Blut gesucht und dabei ist feststellbar, ob es sich um eine akute oder alte Infektion handelt.

Es ist auch möglich, auf Chlamydien zu testen, indem ein Abstrich der Harnröhre bzw. des Gebärmutterhalses entnommen wird. Eine sogenannte PCR-Untersuchung kommt hierbei zum Einsatz. Das bedeutet, dass der entnommene Abstrich in einem labormedizinischem Verfahren zum Nachweis einer Chlamydien Infektion genutzt wird. Die Ergebnisse sind meist innerhalb eines Tages verfügbar und somit ist die PCR-Untersuchung eine der zuverlässigsten Tests mit geringer Dauer.

Chlamydien-Test beim Arzt

Personen, die den Verdacht oder die Sorge haben, sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit wie Chlamydien angesteckt zu haben, sollten einen Gynäkologen (Frauen) oder Urologen (Männer) aufsuchen. Diese können entsprechende Tests durchführen, die Aufschluss über eine bestehende Chlamydien-Infektion geben.

Eine zuverlässige Möglichkeit ist die Untersuchung des Urins auf Chlamydien, genauer gesagt auf kleinste Mengen der Chlamydien-Erbsubstanz. Hierzu eignet sich der erste Urinstrahl am besten und nicht, wie bei vielen anderen Untersuchungen, der Mittelstrahl. Ein positives Testergebnis deutet darauf hin, dass im Körper vor Kurzem eine Infektion stattfand.

Noch sicherer als der Urintest ist die Untersuchung eines Zellabstrichs, der aus der Harnröhre oder dem Rektum oder bei Frauen aus dem Gebärmutterhals entnommen wird. Unter dem Mikroskop können die Erreger mithilfe eines Immunfluoreszenztests in dem Abstrich sichtbar gemacht werden.

Allerdings sind die Erreger auf Abstrichen von den Schleimhäuten bei einer chronischen Infektion oft nicht mehr nachweisbar. Hier empfiehlt sich eine zusätzliche Blutuntersuchung. Besteht die Infektion schon länger als 6 bis 8 Wochen, lassen sich im Blutserum entsprechende Antikörper nachweisen. Der Nachweis einer akuten Infektion ist mit dieser Methode jedoch nicht möglich.

Selbsttests aus der Apotheke

Alternativ zu den Tests beim Arzt gibt es im Handel sogenannte Selbst- oder Schnelltests, die laut Hersteller ebenfalls zum Nachweis einer Chlamydien-Infektion geeignet sind. Hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit sollen sie weniger genau sein als die Testverfahren, die der Arzt einsetzt. Einen ersten Anhaltspunkt können sie jedoch geben, und falls der Test positiv ausfällt, sollten die Betroffenen unbedingt einen Arzt aufsuchen, um den Verdacht bestätigen oder widerlegen zu lassen.

Auch bei den frei erhältlichen Chlamydien-Schnelltests gibt es Unterschiede in der Untersuchungsmethode. Während einige den Urin analysieren, untersuchen andere einen Abstrich aus der Harnröhre und dem Gebärmutterhals, der mithilfe eines Teststäbchens genommen wird. In manchen Fällen muss die Probe an ein Labor geschickt werden, das die Ergebnisse dem Betroffenen nach abgeschlossener Analyse online zur Verfügung stellt.

Bei der Anwendung der Tests gibt es einige Einschränkungen, die zu beachten sind. Während der Schwangerschaft, der Monatsblutung oder einer Harnwegserkrankung ist eine Anwendung meistens nicht möglich.

Wer bezahlt den Chlamydien-Test?

Aktuell übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für den Chlamydien-Test (Urintest) nur für Frauen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr und das auch nur einmal pro Jahr. Wer stattdessen einen Chlamydien-Test mittels Abstrich wünscht, muss diesen selbst bezahlen. Ausnahme: Wenn der Arzt selbst den Verdacht hat, dass bei seiner Patientin (oder seinem Patienten) eine Chlamydien-Infektion vorliegt, gehört die Durchführung des entsprechenden Tests zu der normalen medizinischen Diagnostik und wird von den Krankenkassen bezahlt.

Dies gilt zum Beispiel in besonderem Maße für schwangere Frauen, da eine Chlamydien-Infektion zum einen das Risiko einer Frühgeburt erhöht und zum anderen auf das neugeborene Kind übertragen werden kann. Deshalb ist der Chlamydien-Test schon seit längerer Zeit fester Bestandteil der normalen Vorsorgeuntersuchungen der werdenden Mutter.

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) kritisiert vor allem die aktuelle Altersgrenze und fordert stattdessen die flächendeckende Kostenübernahme für alle Frauen bis 34 Jahren. Auch die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung (ÄGGF) e. V. empfiehlt allen Frauen im gebärfähigen Alter die regelmäßige (etwa einmal jährliche) Durchführung des Tests, vor allem bei häufigem oder nach einmaligem Partnerwechsel.

Für Männer gibt es bislang überhaupt keine Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen. Sie müssen den Test in der Regel selbst bezahlen. Anders sieht es in einigen anderen europäischen Ländern aus: In Großbritannien und auch in den Niederlanden können Frauen und Männer bis zum Alter von 25 Jahren jährlich einen Chlamydien-Test durchführen lassen.

Die Kosten für den Chlamydien-Test sind je nach Praxis sehr unterschiedlich. Deshalb lohnt es sich, vorab die Preise für den Test in verschiedenen Arztpraxen zu vergleichen.

Positives Testergebnis: Was nun?

Wenn der Chlamydien-Test positiv ausfällt, ist unverzüglich mit der Behandlung zu beginnen. Dies gilt sowohl für den Patienten/die Patientin als auch für die jeweiligen Sexualpartner. Diese können sich ebenfalls infiziert haben und die Erreger in sich tragen. Deshalb können sie ihre Partner nach deren erfolgreicher Therapie einfach erneut anstecken - ein Ping-Pong-Effekt der Infektion. Solange die Behandlung andauert, sollten Kondome beim Sex verwendet werden.

Übrigens macht ein positiver Chlamydien-Test keine Aussage darüber, wie lange die Infektion schon besteht. Da in vielen Fällen keine Symptome auftreten, ist es möglich, dass die Infektion schon vor mehreren Jahren stattgefunden hat. Die Tatsache, dass sie jetzt diagnostiziert wurde, heißt nicht, dass der Partner untreu gewesen sein muss.


Quellen:

  1. Chlamydien: Unerkannte Gefahr. Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  2. Chlamydien-Infektionen. Berufsverband der Frauenärzte e.V. URL: frauenaerzte-im-netz.de
  3. Patienteninformation. Screening auf Chlamydia trachomatis-Infektion. Gemeinsamer Bundesausschuss. URL: g-ba.de

Aktualisiert am: 12.06.2017

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