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Behandlung von Asthma bronchiale

Asthma bronchiale (Griechisch für "schweres Atemholen" oder "Beklemmung der Bronchien") ist eine chronische und anfallsartig auftretende Entzündung der Atemwege.

Langfristig kann Bronchialasthma zu einer Überempfindlichkeit der Atemwege führen, was in akuten Anfällen von Atemnot resultieren kann. In Deutschland sind etwa 5 % der Erwachsenen sowie 7 bis 10 % der Kinder von der Atemwegserkrankung betroffen. Pro Jahr sterben hierzulande etwa 5.000 Menschen an Asthma oder den Folgen der Krankheit.

Ursachen und Symptome von Asthma

Asthma kann verschiedene Ursachen haben. Extrinsisches Asthma (allergisches Asthma) wird häufig vererbt und beginnt oft schon im Kindesalter. Typisches Merkmal ist eine Überreaktion des Immunsystems auf äußere Reize wie beispielsweise Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare.

Bei Kontakt mit diesen Allergenen kann es zu einem Asthmaanfall kommen. Intrinsisches Asthma (nicht-allergisches Asthma) beginnt oft erst im Alter von 30 bis 40 Jahren. Es wird nicht durch Allergene ausgelöst, sondern kann verschiedene Ursachen haben:

  • Infektionen
  • Reaktion auf bestimmte Medikamente (z.B. Schmerzmittel oder Entzündungshemmer) oder chemische / giftige Stoffe
  • starke körperliche Belastung
  • psychische Belastung
  • Kälte

Symptome von Asthma

Neben den beiden Reinformen extrinsisches und intrinsisches Asthma gibt es noch viele Mischformen des Asthmas, die sich je nach Patient durch andere Merkmale und Schweregrade auszeichnen können. Die Symptome der verschiedenen Asthmaformen sind jedoch immer gleich:

  • pfeifende oder brummende Geräusche beim Ausatmen
  • Beklemmungsgefühle in der Brust
  • Schmerzen beim Einatmen
  • plötzlich auftretende Atemnot (Asthmaanfall)

In den meisten Fällen lassen sich die Symptome durch die richtige Medikation lindern. Hierbei ist zwischen der medikamentösen Therapie als Langzeitbehandlung ("Controller") und der Bedarfsmedikation zur akuten Behandlung von Asthmaanfällen ("Reliever") zu unterscheiden.

Dauermedikation für die Langzeitbehandlung (Controller)

In der Langzeitbehandlung von Asthma kommen Wirkstoffe zum Einsatz, die üblicherweise als Spray eingesetzt werden und entzündungshemmend in den Bronchien wirken. Außerdem sorgen sie - bei regelmäßiger Anwendung - dafür, dass die gereizte Bronchialschleimhaut abschwillt.

Darüber hinaus verringern sie allergische Reaktionen und die Produktion von Schleim in den Atemwegen. In der Folge werden die Bronchien weniger empfindlich und die Muskulatur verkrampft nicht mehr so schnell. Indem ihre Ursachen bekämpft werden, treten die anhaltenden und akuten Symptome seltener auf.

Wirkstoffe in der Langzeitbehandlung von Asthmapatienten sind:

  • Kortikosteroide
  • langwirksame Beta-2-Sympathomimetika
  • Methylxanthine
  • Anticholinergika
  • Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten

Kortikosteroide hemmen Entzündungen der Bronchien

Kortikosteroide sind die Wirkstoffe, die am häufigsten als Controller in der Asthmatherapie zum Einsatz kommen. Je nach Schweregrad der Erkrankung variiert die Dosis. Bei einer schweren Ausprägung empfiehlt der Arzt häufig die (zusätzliche) zeitlich begrenzte Einnahme von Kortikosteroiden in Tablettenform.

So verabreicht treten jedoch häufiger Nebenwirkungen auf, da der Wirkstoff in den gesamten Körper gelangt und nicht nur - wie bei der Inhalation - am Ort des Geschehens seine Wirkung entfaltet. Beispiele für inhalative Kortikosteroide:

  • Beclometason (z.B. Bronchocort, Cyclocaps, Junik, Rhinivict)
  • Budesonid (z.B. Budecort, Budiair, Entocort, Pulmicort)
  • Ciclesonid (z.B. Alvesco)
  • Fluticason (z.B. atemur, Flutide)
  • Mometason (z.B. Asmanex, Ecural, Mometasonfuroat)

Langwirksame Beta-2-Sympathomimetika

Ebenfalls zur Dauermedikation - und häufig in Kombination mit Kortikosteroiden - eingesetzt werden langwirksame Beta-2-Sympathomimetika. Sie erweitern die Bronchien und werden üblicherweise 1 bis 2 Mal täglich in Form von Inhalationssprays eingesetzt. Ihre Wirkung setzt zeitverzögert ein, hält dafür aber ungefähr 12 oder sogar 24 Stunden lang an. Beispiele für langwirksame Beta-2-Sympathomimetika (und Medikamente):

  • Formoterol (z.B. Foradil, Formatris, FormoLich, Formotop)
  • Salmeterol (z.B. Serevent)
  • Indacaterol (z.B. Onbrez)

Methylxanthine unterstützen die Atemmuskulatur

Eine ähnliche, aber geringfügig schwächere Wirkung weisen Methylxanthine auf. Diese Wirkstoffe unterstützen außerdem die Atemmuskulatur und sollen eine entzündungshemmende Wirkung haben. Angesichts der schwächeren Wirkung werden sie allerdings meistens nur als zweite Option gegeben.

Ein Beispiel aus der Gruppe der Mathylxanthine ist Theophyllin, das unter anderem unter dem Namen Aerobin, Afonilum oder Bronchoretard im Handel erhältlich ist. Bei der Anwendung von Theophyllin können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Herz-Kreislauf-Störungen (starker Herzschlag, niedriger Blutdruck, hoher Puls, Herzrhythmusstörungen)
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • innere Unruhe, Erregung
  • Schlafstörungen

Anticholinergika als Zusatzmedikamente

Zusätzlich zu den Kortikosteroiden lassen sich Anticholinergika einsetzen, die den Botenstoff Acetylcholin hemmen, welcher für die Weiterleitung von Nervenimpulsen zuständig ist. In der Folge erweitern sich die Bronchien und die Blutgefäße verengen sich. Zu dieser Wirkstoffgruppe gehören unter anderem die Wirkstoffe (Handelsnamen):

  • Ipratropiumbromid (z.B. Atrovent, Ipraxa, IpraBronch)
  • Tiotropiumbromid / Tiotropium (z.B. Spiriva)

Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten als Asthma-Tabletten

Bei manchen, jedoch nicht allen Patienten helfen sogenannte Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten. Sie sind in Tablettenform erhältlich und unterdrücken die Entzündungsreaktion in den Bronchien. Zu den Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten gehört zum Beispiel der Wirkstoff Montelukast, der in Deutschland unter dem Handelsnamen Singulair zugelassen ist.

Für eine umfassende Dauerbehandlung bieten sich Kombinationspräparate an, die entzündungshemmende und Bronchien-erweiternde Wirkstoffe enthalten. Bei erfolgreicher Dauerbehandlung sinkt in der Regel die Notwendigkeit einer Bedarfsbehandlung. Dennoch sollten Asthma-Patienten immer Notfallmedikamente für einen akuten Asthmaanfall bei sich tragen.

Produktbeispiele für Controller

Flixotide

Angaben zum Medikament
Markenname: Flixotide
Hersteller: Allen & Hanburys
Aktiver Wirkstoff: Fluticason
Wirkstoffgruppe: Glukokortikoide
Darreichungsform: Accuhaler, Evohaler
Dosierung: 50mcg, 100mcg, 200mcg, 250mcg

Flixotide

Flixotide (auch bekannt als Fluticason) verbessert die Atmung und mindert Asthmasymptome sowie Atemnot innerhalb weniger Tage. Der Wirkstoff Fluticasonpropionat zählt zu den Glukokortikoiden und wirkt entzündungshemmend. Es entfaltet seine Wirkung in der Lunge, verhindert eine weitere Verschlechterung der Grunderkrankung und reduziert Asthmabeschwerden. Ärzte verschreiben es Patienten bei sämtlichen Schweregraden von Asthma bronchiale .

Neben der Behandlung von Asthma führt der Wirkstoff auch bei der chronisch obstruktiven Atemwegserkrankung COPD zu einer Verbesserung des Gesundheitszustands. Nimmt der Patient Flixotide über sechs Monate hinweg ein, verbessert sich die Lungenfunktion normalerweise anhaltend.

Anwendung & Dosierung

Flixotide ist täglich anzuwenden und eignet sich nicht zur Behandlung eines plötzlich auftretenden Asthmaanfalls. Bei Asthma liegt die Dosierung für Jugendliche über 16 Jahren und Erwachsenen bei 100 - 1.000 Mikrogramm Fluticasonpropionat 2-mal täglich. Es ist ratsam, die empfohlene Dosiermenge nicht zu überschreiten, weitere Informationen befinden sich in der Packungsbeilage.

Für die optimale Wirkung ist das Aerosol täglich zu verwenden. In Einzelfällen sind unter Umständen pro Einzelanwendung bis zu vier Inhalationen sinnvoll, meistens werden ein bis zwei Inhalationen verordnet. Pro Einzelanwendung sind von den betroffenen Personen nicht mehr als vier Inhalationen anzuwenden.

In den meisten Fällen tritt eine Verbesserung beiner Therapie mit Flixotide innerhalb von drei bis sechs Monaten auf. Die Behandlung endet in der Regel mit einer schrittweisen Verringerung der verordneten Dosis.

Notfallmedikamente für akute Asthmaanfälle (Reliever)

Bei einem akuten Asthmaanfall gilt es Ruhe zu bewahren, und die für diesen Fall verschriebenen Notfallmedikamente einzunehmen. Hierbei handelt es sich um sogenannte kurzwirksame Beta-2-Sympathomimetika, die (als Spray inhaliert) in kürzester Zeit die Atemwege erweitern und so die akute Atemnot lindern.

Zudem verringern sich Begleitsymptome wie laute Atemgeräusche, Husten oder beklemmende Gefühle im Brustbereich. Außerdem unterstützen sie den Abtransport des zähen Bronchialschleims. Die Wirkung von Beta-2-Sympathomimetika hält etwa 4 bis 6 Stunden an. Trotz ihrer vielen positiven Effekte lindern Beta-2-Sympathomimetika "nur" die akuten Beschwerden, aber sie bekämpfen nicht die Ursache der Symptome.

Wirkstoffe (und Handelsnamen) aus der Gruppe der kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika sind:

  • Fenoterol (z.B. Berotec N)
  • Salbutamol (z.B. Ventolin, Loftan, Salbulair, SalbuBronch, Sultanol)
  • Terbutalin (z.B. Aerodur, Bricanyl)
  • Reproterol

Typische Nebenwirkungen von kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika sind:

  • Zittern
  • Unruhe
  • Herzrasen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Blutdruckstörungen
  • Sodbrennen
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Schlaflosigkeit
  • Verhaltensstörungen

Wie kann man Asthma alternativ behandeln?

Asthma alternativ zu behandeln ist natürlich gerade für Menschen, die sich für Naturheilkunde interessieren, sehr interessant. Spezielle Tees, Kräutermischungen oder naturheilkundliche Verfahren wie Fastenkuren oder Akupunktur können die Symptome von Asthma auf sanfte Weise lindern und eine schulmedizinische Behandlung sinnvoll ergänzen.

Welche Naturheilmittel gibt es gegen Asthma

Wer seine schulmedizinische Behandlung ergänzen möchte, kann auf eine ganze Reihe von Naturheilmitteln gegen Asthma zurückgreifen. Täglich einen Löffel Bienenhonig einzunehmen kann beispielsweise sehr beruhigend auf die Lungen wirken. Kräutermischungen und natürliche Nahrungsergänzungsmittel können das Immunsystem stärken so dass Viren und Erkältungen die Lungen nicht zusätzlich belasten. In der Apotheke und im Reformhaus findet man zusätzlich Tee, der speziell für die Beruhigung der Atemwege zusammengestellt wird. Wer sich für Naturheilkunde gegen Asthma interessiert, kann sich außerdem von einem Heilpraktiker beraten lassen.

Homöopathie bei Asthma

Viele Patienten machen mit der zusätzlichen Behandlung von Asthma Bronchiale durch Homöopathie sehr gute Erfahrungen. Bedacht werden sollte dabei allerdings, dass es eine Weile dauert, bis sich durch die sanfte, natürliche Behandlung erste Ergebnisse erzielen lassen. Für die akute Behandlung von Asthma Attacken ist die Homöopathie daher nicht geeignet.

Diese Hausmittel helfen bei Asthma

Die Behandlung von Asthma Bronchiale lässt sich durch Hausmittel wie Rinderbrühe oder Meerrettich und Bienenhonig sehr gut ergänzen. Gerade Patienten, die unter allergischem Asthma leiden, können von einer Verbesserung des Raumklimas profitieren. Feuchte, kalte Luft belastet die Lungen zusätzlich und sollte daher durch Hausmittel wie Entfeuchter und sinnvolle Heizpraktiken vermieden werden. Viele Patienten schätzen Bienenhonig, täglich mit etwas Meerrettich eingenommen, als Hausmittel gegen Asthma.


Quellen:

  1. Auf einen Blick: Asthma bronchiale. Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. URL: akdae.de
  2. Asthma. Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  3. Wirkprinzipien von Asthma Medikamenten. GlaxoSmithKline GmbH. URL: luft-zum-leben.de
  4. Medikamente zur Therapie des Asthma bronchiale im Kindesalter. Akademie Luftikurs. URL: akademie-luftikurs.de

Aktualisiert am: 23.08.2016
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