Symptome der Grippe

Influenza ("echte" Grippe) ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren ausgelöst wird und deshalb oft als Virusgrippe bezeichnet wird. Sie zeigt ähnliche Symptome wie ein grippaler Infekt, ist jedoch durch eine rasche Verschlechterung und eine längere Erkrankungsdauer gekennzeichnet, während der weitere Komplikationen auftreten können.

Welche Symptome hat eine Grippe?

Von der Ansteckung mit dem Influenzavirus bis zum Auftreten der ersten Symptome (Inkubationszeit) vergehen meist nur wenige Tage. Typisch für die Virusgrippe ist ihr plötzlicher Krankheitsbeginn. Nicht selten entwickelt sich aus einer vollständigen Beschwerdefreiheit innerhalb von zwei bis drei Stunden ein stark ausgeprägtes Krankheitsgefühl, das mit hohem Fieber (bis zu 41 °C), Kopf- und Gliederschmerzen, Schweißausbrüchen und Schüttelfrost einhergeht.

Neben den anfänglichen Beschwerden können im weiteren Verlauf der Influenzainfektion die folgenden Symptome auftreten:

  • Appetitlosigkeit
  • Heiserkeit, trockener Husten
  • Halsschmerzen, Schluckbeschwerden
  • tränende und schmerzende Augen
  • Durchfall, Erbrechen
  • Abgeschlagenheit

Das für die Virusgrippe charakteristische Fieber ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf die Influenzaviren und hält in der Regel drei bis vier Tage an. Bei einem normalen Krankheitsverlauf erreicht es am zweiten Tag seinen Höhepunkt. Kommt es am dritten Tag zu einem erneuten Anstieg des Fiebers, ist die Ursache häufig eine zusätzliche bakterielle Infektion. Bakterien nutzen das geschwächte Immunsystem, um unter anderem die Lunge zu besiedeln, was zu einer Lungenentzündung führen kann.

Bei einem unkomplizierten Verlauf der Virusgrippe sind die meisten Symptome nach 7 bis 14 Tagen abgeklungen. Der oft als lästig empfundene Reizhusten sowie ein verminderter Appetit und eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit können jedoch noch einige Wochen lang fortbestehen.

Wie unterscheiden sich die Symptome von Influenza von jenen eines grippalen Infekts?

Die Symptome von einer Virusgrippe (Influenza) sind deutlich stärker als die Symptome eines grippalen Infekts, der im Vergleich zur Influenza schneller abheilt und seltener zu Komplikationen führt. Während die Krankheitsanzeichen bei der Influenza plötzlich auftreten und schnell zu einer Verschlechterung führen, entwickeln sie sich bei einem grippalen Infekt deutlich langsamer und meist über mehrere Tage.

Häufig beginnt die Erkältung mit einer Entzündung der Rachenschleimhaut (Pharyngitis), die sich durch ein Kratzen im Hals, leichte Halsschmerzen, Heiserkeit und leichtem Husten bemerkbar macht. Oft handelt es sich um einen Husten mit schleimigem Auswurf. Im Gegensatz dazu ist der Husten bei der Influenza eher trocken, ohne Schleim und sehr schmerzhaft. Influenza-Betroffene leiden unter einem starken Hustenreiz, der mit starken Halsschmerzen und Schluckbeschwerden einhergeht.

Symptome Grippaler Infekt Grippe (Influenza)
Einsetzen der Symptome Sukzessiv Plötzlich
Fieber Selten Gewöhnlich (zwischen 38 & 40°)
Gliederschmerzen Selten Häufig
Kopfschmerzen Selten Häufig
Müdigkeit Manchmal Sehr häufig, kann bis zu 2 Wochen andauern
Erschöpfung Selten Häufig & stark
Husten Mild bis mäßig trockener Husten Häufig, schwerer Husten bis hin zur Lungenentzündung
Verstopfte Nase Häufig Manchmal
Halsschmerzen Häufig Manchmal
Komplikationen Ohreninfektion, Sinus Infektion Lungenentzündung, Ohreninfektion

Im weiteren Verlauf kann es bei einem grippalen Infekt zu leichten Gliederschmerzen, eher dumpfen Kopfschmerzen, tränenden Augen und einer laufenden Nase kommen. Patienten fühlen sich müde und abgeschlagen. Dagegen geht die Influenza häufig mit starken Gelenk- und Muskelschmerzen sowie bohrenden Kopfschmerzen einher, Patienten erleben ein ausgeprägtes Schwächegefühl bis hin zu Kreislaufbeschwerden. Schnupfen-Symptome wie eine laufende oder verstopfte Nase und häufiges Niesen sind bei der Influenza seltener zu beobachten.

Im Gegensatz zur Influenza sind die Symptome des grippalen Infekts oft nach einer Woche vollständig verschwunden. Eine Behandlung durch den Hausarzt ist in der Regel nur bei sehr schweren Infekten und Risikopatienten (Säuglinge, Schwangere, ältere Menschen, chronisch Kranke) notwendig. Sie erfolgt in der Regel symptombezogen und hat zum Ziel, die bestehenden Beschwerden zu lindern und die Genesung des Patienten positiv zu beeinflussen.

Was tun, wenn erste Grippe-Symptome auftreten?

Bei einer normal verlaufenden Virusgrippe reicht es in der Regel aus, die einzelnen Symptome zu lindern und Bettruhe einzuhalten. Gegen Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen sowie hohes Fieber helfen Schmerzmittel mit fiebersenkender Wirkung. Bei festsitzendem Husten und einer verstopften Nase können Hustenlöser und Nasentropfen die Beschwerden lindern.

Neben Medikamenten können bewährte Hausmittel wie Hühnersuppe zum Abschwellen der Schleimhäute und Wadenwickel zum Fiebersenken eingesetzt werden. Verschlechtert sich der körperliche Zustand trotz dieser Maßnahmen, gehört der Betroffene einer Risikogruppe an oder besteht das Risiko eines schweren Verlaufs, ist eine Untersuchung durch den Hausarzt unumgänglich.

Der Arzt hat die Möglichkeit, den Patienten in einem frühzeitigen Stadium der Virusgrippe (innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome) sogenannte Virostatika zu verschreiben. Zu diesen zählen unter anderem die Neuraminidasehemmer. Sie wirken gegen die für Menschen relevanten Influenzaviren des Typs A und B und verhindern deren weitere Ausbreitung im Körper. Aktuell stehen zur Therapie der Virusgrippe die Virostatika Zanamivir und Oseltamivir zur Verfügung.

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Wie wird Influenza diagnostiziert?

Ob ein Patient an einer Virusgrippe oder einer eher harmlosen Erkältung bzw. einem grippalen Infekt leidet, kann der behandelnde Arzt anhand der Symptome und einer eingehenden körperlichen Untersuchung herausfinden.

In vielen Fällen geben bereits Fragen nach dem Krankheitsbeginn (plötzlich oder über mehrere Tage) und begleitenden Symptomen (Beteiligung des Magen-Darm-Trakts, hohes Fieber) Aufschluss über den Krankheitserreger. Besteht der Verdacht auf eine durch Influenzaviren verursachte Virusgrippe, wägt der Arzt ab, ob eine weitere Diagnostik nötig ist.Bei Patienten, die trotz der Symptome in gutem körperlichem Zustand sind und keiner Risikogruppe angehören (ältere Menschen, chronisch Kranke und Kleinkinder), ist dies oftmals nicht erforderlich. Besteht allerdings das Risiko, dass die Influenzainfektion einen schweren und damit möglicherweise lebensbedrohlichen Verlauf nehmen könnte, veranlasst der Arzt einen Virus-Nachweis.

Durch einen Abstrich aus der Nase oder dem Rachen wird dem Erkrankten Speichel entnommen und mit einem Influenza-Schnelltest auf Antikörper untersucht. Verfärbt sich der Schnelltest, gilt eine Infektion mit dem Influenzavirus als sehr sicher. Da die Sensitivität des Tests jedoch nur 80 bis 85 Prozent beträgt, ist eine weitere Absicherung der Diagnose durch ein Labor erforderlich.


Quellen:

  1. Laborwerte: Blutzucker (Glukose). Wort & Bild Verlag. URL: diabetes-ratgeber.net
  2. Grippe: Symptome der Grippe Berufsverband Deutscher Internisten. URL: internisten-im-netz.de
  3. Ist es eine Grippe oder Erkältung? Wort & Bild Veralg. URL: apotheken-umschau.de
  4. Grippe oder grippaler Infekt - Symptome Alliance Healthcare Deutschland AG. URL: gesundheit.de

Aktualisiert am: 07.03.2017

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