Blutzuckerwerte

Eine Erkrankung an Diabetes Mellitus besteht im Wesentlichen in einer Regulationsstörung hinsichtlich des Blutzuckerspiegels. Bedingt ist diese durch einen allgemeinen Mangel an Insulin im Körper oder aber durch eine Insulinresistenz. Je nach Ursache wird von Typ 1 Diabetes und Typ 2 Diabetes gesprochen.

Es gibt verschiedene Zuckerwerte, die im Zusammenhang mit einer Diabetes-Erkrankung regelmäßig überpüft werden. Bei einem zu hohen Zuckerwert spricht man von Hyperglykämie, ein zu niedriger Zuckerwert wird als Hypoglykämie bezeichnet.

Wann sind die Zuckerwerte normal?

Bei der Bestimmung des Blutzuckerspiegels kann zwischen dem Nüchternblutzuckerwert, dem postprandialen Blutzuckerwert und dem HbA1c-Wert unterschieden werden.

Nüchternblutzuckerwert

Der Nüchternblutzuckerwert kann morgens vor dem Frühstück anhand einer Blutentnahme an der Fingerkuppe selbst bestimmt werden. Über Nacht wird im Körper Glukose aus der Leber freigesetzt, damit das Gehirn und die weiteren Zellen auch dann mit Energie versorgt werden, wenn über längere Zeit keine Nahrung aufgenommen wird.

Bei Menschen mit Diabetes ist dieser Wert häufig erhöht, da über Nacht eine zu hohe Menge an Glukose freigesetzt wird. Ein Wert von unter 100 mg/dl wird als normal angesehen.

Postprandialer Blutzuckerwert

Beim postprandialen Blutzuckerwert handelt es sich um den Zuckergehalt, der zwei Stunden nach einer Mahlzeit im Blut besteht. Auch dieser Wert kann anhand einer Blutentnahme an der Fingerkuppe selbst bestimmt werden.

Bei gesunden Menschen ist der Blutzuckerwert innerhalb diesen Zeitraums wieder auf unter 140 mg/dl gesunken. Bei Menschen mit Diabetes hingegen kann die Glukose aufgrund des Insulinmangels oder der Insulinresistenz nicht so schnell aus dem Blut entfernt werden und auch der postprandiale Blutzuckerwert ist dehalb tendenziell erhöht.

HbA1c-Wert

Der HbA1c-Wert ist ein Langzeitwert, der Aufschluss darüber verleiht, wie gut oder schlecht der Blutzucker über die letzten drei Monate eingestellt war. Er wird deshalb auch als Blutzuckergedächtnis bezeichnet. Bei HbA1c handelt es sich um das sogenannte Glykohämoglobin, also rote Blutkörperchen, an die sich Glukose gebunden hat. Je mehr Glukose im Blut vorhanden ist, desto höher also der Prozentsatz an HbA1c. Da die roten Blutkörperchen über eine Lebensdauer von etwa 12 Wochen verfügen, kann der langfristige Blutzuckerwert so nachgewiesen werden.

Der Deutschen Diabetes Gesellschaft zufolge gibt es für Typ 1 Diabetes und Typ 2 Diabetes verschiedene Richtwerte. Bei diesen handelt es sich allerdings keineswegs um verbindliche Zielwerte, denn die individuellen Richtwerte können nur in Absprache mit dem Arzt für jeden Einzelfall bestimmt werden.

  • Typ 1 Diabetes: Bei Betroffenen dieser Form von Diabetes liegt der Richtwert für HbA1c bei 58 mmol/mol oder 7,5 Prozent.
  • Typ 2 Diabetes: Die Empfehlungen für diesen Typ Diabetes liegen bei etwa 48 bis 58 mmol/mol, also zwischen 6,5 und 7,5 Prozent.

Bei gesunden Menschen hingegen liegt der HbA1c-Wert in der Regel bei 30 mmol/mol oder 5 Prozent.

Im Gegensatz zum Nüchternblutzuckerwert und den postprandialen Zuckerwerten kann der HbA1c-Wert nur durch einen Arzt bestimmt werden. Für Diabetiker empfiehlt es sich, den Wert alle 3 Monate bestimmen zu lassen.

Welche Werte weisen auf eine Zuckerkrankheit hin?

Wer über seine Diabeteserkrankung Bescheid weiß, kann regelmäßig die Zuckerwerte überprüfen. Doch wie stellt man die Krankheit überhaupt fest? Die folgenden Symptome können Anzeichen von Diabetes sein:

  • starkes Durstgefühl
  • häufiger Harndrang
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • trockene Haut
  • Gewichtsverlust
  • schlechte Wundheilung
  • Infektionsanfälligkeit

Gerade eine Typ 2 Diabetes Erkrankung verläuft jedoch häufig zunächst symptomfrei. Der Blutzuckerspiegel sinkt langsam und über Jahre hinweg und der schleichende Prozess wird leider oft erst dann erkannt, wenn bereits Folgeerkrankungen vorliegen. Ein gesunder Lebensstil zur Vorbeugung von Diabetes ist deshalb besonders wichtig.

Wie werden die Zuckerwerte gemessen?

Für Betroffene von Diabetes ist es notwendig, regelmäßig den Blutzucker zu messen. Dies kann anhand von Blutzuckermessgeräten relativ unkompliziert geschehen. Mit einer Stechhilfe wird Blut aus der Fingerkuppe entnommen und anschließend auf einen Teststreifen gegeben. Dieser wird in das Messgerät eingeführt und der Blutzuckerwert wird angezeigt.

Die Bestimmung des HbA1c-Wertes hingegen kann nur über einen Arztbesuch erfolgen. Für Diabetiker empfiehlt sich eine solche Untersuchung alle 3 Monate. Auch zur Überprüfung der Werte und zur Prävention bei gesunden Menschen ist eine Blutentnahme beim Arzt notwendig.

Der HbA1c-Wert hingegen wird über die Blutentnahme beim Arzt bestimmt.

Blutzuckerspiegel senken

Bei der Senkung des Blutzuckerspiegels spielt die Ernährung eine große Rolle. Eine ungesunde, fett- und zuckerreiche Ernährung sowie Übergewicht sind maßgeblich an der Entstehung von Typ 2 Diabetes beteiligt. Wer daher die nachstehenden Tipps befolgt, der kann auf natürliche Weise seinen Blutzucker deutlich senken:

  • Gewichtsreduktion: Gesundes Abnehmen ist ein erster wichtiger Schritt, um die Blutzuckerwerte und die Insulinresistenz der Zellen zu verbessern.
  • Gesunde Ernährung: Eine dauerhafte Ernährungsumstellung ist wesentlich für eine gesunde Blutzuckerregulation. Wenig zuckerhaltige Obstsorten statt Süßigkeiten, viel Gemüse und Vollkornprodukte, Fisch statt Fleisch sowie das Ersetzen von zuckerreichen Softdrinks durch Wasser können eine Verbesserung der Blutzuckerwerte bewirken.
  • Regelmäßige Bewegung: Niemand wir aufgefordert, zum Extremsportler zu werden, aber schon wer ab und zu mal das Auto stehen lässt und zu Fuß geht, tut seiner Gesundheit einen großen Gefallen. Noch besser ist regelmäßiger Ausdauersport. Schon 3 - 4 Mal wöchentlich 30 Minuten flottes Gehen mit Armeinsatz kann sich positiv auswirken.
  • Vermeiden von Stress: Genügend schlafen und sich Pausen gönnen. Denn wer gestresst ist, schüttet vermehrt das Hormon Cortisol aus, was zu vermehrtem Appetit führt und den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Auch regelmäßiges Entspannungstraining sowie Sport können helfen, übermäßigen Stress abzubauen.

Was tun bei Unterzuckerung?

Bei Betroffenen einer Diabeteserkrankung kann sich das Problem stellen, dass der Blutzuckerspiegel durch die Gabe von Medikamenten zu stark absinkt. Im folgenden Video wird gezeigt, wie bei starker Unterzuckerung erste Hilfe geleistet werden kann.

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