Der euroClinix Gesundheitsblog Alles für Ihre Gesundheit

Diabetes erhöht Gefahr von Demenz erheblich

Posted in: Gesundheits News 30 Mai, 2016

Diabetes ist eine unheilbare Volkskrankheit und macht den Körper anfällig für viele Folgeerkrankungen, wie Herz- und Durchblutungsprobleme. Forscher an der Johns-Hopkins-Unvisersität in den USA haben nun in einer Langzeitstudie nachgewiesen, dass auch die Gefahr an Demenz zu erkranken bei Diabetikern merklich höher ist. Diese Befunde sind an die Symptome der Demenz angelehnt, da es für diese keine eindeutigen Tests gibt. So zeigen an Diabetes erkrankte Menschen im Alter Anzeichen von Wortfindungsstörungen und schlechter Gedächtnisleistung. Zusätzlich lässt Diabetes das Gehirn um etwa 5 Jahre altern, d.h. ein 70-jähriger hat nur noch die durchschnittliche Gehirnleistung eines 75-jährigen.

Zwar erweist die Studie, dass es zwischen Demenz und Diabetes einen Zusammenhang gibt, jedoch hat dieser weniger Einfluss auf das Altern als andere Faktoren. Statistisch leben Menschen die auf gesunde Ernährung achten, nicht rauchen und sich regelmäßig bewegen, trotz Diabetes länger und leiden weniger an Demenz. Oft haben Betroffene die Auswirkungen also teilweise selbst in der Hand. Auch müsse laut den Forschern noch mehr in die Diabetes-Prävention investiert werden, da viele Krankheiten mit Diabetes zusammenhängen und diesen so ebenfalls vorgebeugt werden kann.

Neue Studienergebnisse bestätigen Verdacht

Eine Studie aus Singapur untersuchte kürzlich ebenfalls den Zusammenhang zwischen Demenz und Diabetes sowie dem metabolischen Syndrom im Allgemeinen, wobei sich die Forscher speziell auf die Auswirkungen der Zuckerkrankheit konzentrierten. Sie verglichen hierfür die Rate des kognitiven Abbaus von über 2.600 Teilnehmern nach vorliegender Diabetes, Hypertonie und Bauchfettanteil - typische Erkrankungen des metabolischen Syndroms.

Zu Beginn sowie im Verlauf des Untersuchungszeitraums von zehn Jahren wurde der MCI (Mild Cognitive Impairment) erhoben, der die Stärke des Gedächtnisabbaus wiedergibt. Nach etwa vier Jahren zeigte sich bereits, dass für Patienten mit metabolischem Syndrom die MCI-Inzidenz um 46 Prozent höher lag als bei gesunden Patienten. Bei weiterer Analyse der einzelnen metabolischen Faktoren, konnte ein besonders erhöhtes Risiko für Diabetiker festgestellt werden. Nach Aussage der Forscher liegt die MCI-Inzidenz bei Diabetikern etwa dreimal höher als bei Nicht-Diabetikern. Für Bauchfett konnte ein Risikoanstieg von 50 Prozent verzeichnet werden, wohingegen sich bei der Hypertonie kein signifikantes Ergebnis zeigte.

Mehr zum Thema Diabetes

Kommentar abschicken.
  • Ihr Name:*
  • E-Mail Adresse:
  • Ihr Kommentar:*
Weiterlesen
Entdecken Sie euroClinix Blog Kategorien
Entdecken Sie mehr

Gesundheit kennt kein Alter. Doch können wir uns der Tatsache nicht... Weiterlesen

Man weis bereits seit Längerem, dass bei Diabetes die Gefahr von... Weiterlesen

Die Überlebensrate bei Krebs-Diagnose steigt von Jahr zu Jahr. Die... Weiterlesen