Cialis Generika

Ein Medikament zur Behandlung von Erektionsstörungen (erektiler Dysfunktion) ist Cialis, welches seit Ende 2002 in Deutschland auf dem Markt erhältlich ist. Der enthaltene Wirkstoff Tadalafil gehört wie zur Gruppe der sogenannten PDE-5-Hemmer . Hergestellt und vertrieben wird Cialis von dem US-amerikanischen Pharmakonzern Lilly Pharma. Seit November 2017 sind nach Ablaufen des Patents außerdem eine Reige an Tadalafil Generika auf dem Markt erhältlich, deren Wirkungsweise dem Originalmedikament entspricht.

Was sind Cialis Generika?

Als Generikum bezeichnet man eine bioäquivalente Nachahmung eines Markenmedikaments, die diesem in Wirkung und Verträglichkeit grundsätzlich gleicht. Im Falle von Cialis stellen verschiedene pharmazeutische Hersteller also gleichwertige Medikamente zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion unter anderem Markennamen her.

Da sich alle Generika dabei der Wirkungsweise des gleichen aktiven Wiekstoffs bedienen, basiert jedes Cialis Generikum auf den Eigenschaften des PDE-5-Hemmers Tadalafil, der sich auf die Blutzufuhr in die Schwellkörper des Penis auswirkt und so die Entstehung beziehungsweise Aufrechterhaltung einer Erektion unterstützt.

Chemische Zusammensetzung von Tadalafil
Tadalafil Strukturformel

Seit Ablaufen des Patents für das Potenzmittel Cialis Ende des Jahres 2017 wurden eine Reihe von Tadalafil-Generika auf dem deutschen Markt zugelassen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Tadalafil Aristo
  • TadaHEXAL
  • Tadalafil Ratiopharm
  • Tadalafil Stada
  • Tadalafil Hennig

Die verfügbaren Medikamente verschiedener Pharmakonzerne sind offiziell anerkannte Medikamente zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion und dementsprechend auf Rezept in jeder gut sortierten Apotheke erhältlich.

Der Cialis Patentverlust

Ende 2017 lief das vom Hersteller Lilly Pharma eingereichte Patent zum Wirkstoff Tadalafil im Potenzmittel Cialis aus. Nach dem Ablauf des Patentschutzes eines Originalmedikaments dürfen pharmazeutische Unternehmen Nachahmerpräparate herstellen, sogenannte Generika. Ziel ist es, hierdurch Monopolmärkte zu verhindern und mehr Wettbewerb (und damit günstigere Preise) im Arzneimittelbereich zu ermöglichen.

Ein Generikum muss grundsätzlich eine wirkstoffgleiche Kopie des patentierten Originalmedikaments sein. Das heißt, das Generikum wird nur zugelassen, wenn es sowohl in seiner Wirksamkeit, als auch in der Medikamentensicherheit dem Arzneimittel des Erstanbieters entspricht. Dabei erlaubt der Gesetzgeber eine maximale Abweichung von ungefähr 20%. Bei größeren Abweichungen ist die therapeutische Gleichwertigkeit (Bioäquivalenz) nicht mehr gewährleistet.

Erfüllen Generika alle rechtlichen Voraussetzungen, dürfen sie hergestellt und vertrieben werden. Die Zulassung für den deutschen Markt erteilt das Deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder die EU-Behörde European Medicines Agency (EMA).

Grundsätzlich gilt ein Patentschutz für Originalmedikamente in der Europäischen Union 20 Jahre. Auf Wunsch können Pharmafirmen diese Dauer mit Hilfe von Schutzzertifikaten um bis zu 5 Jahre verlängern.

Wieso ist das Generikum so viel preiswerter als Cialis von Lilly Pharma?

Da die Herstellung von Generika - anders als das Originalmedikament - in der Regel keine Forschungs- und nur geringe Entwicklungskosten enthält, sind Generika üblicherweise deutlich preiswerter als das Original. Laut einer Studie der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2004 betragen die Preise für Generika teilweise nur ein Drittel des Preises des Originals.

Können Cialis Generika gefährlich für die Gesundheit sein?

Da Cialis Generika auf der Wirkung des bewährten Wirkstoffes Tadalafil aufbauen, sind sie in der Regel ebenso ungefährlich wie Original Cialis von Lilly Pharma. Wie bei jedem anderen Medikament auch, können jedoch auch bei der Einnahme von Tadalafil Neben- und Wechselwirkungen auftreten, die vor der Einnahme beachtet werden sollten.

Zu den häufigeren Nebenwirkungen von Cialis und Tadalafil gehören Kopfschmerzen, Hitzewallungen, eine verstopfte Nase und leichte Sehstörungen. Die Einnahme ist ausgeschlossen, wenn der Patient an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, Nieren- oder Leberstörung leidet. Gleiches gilt, werden gleichzeitig Medikamente auf Nitro-Basis oder Alpha-Sympatholytika eingenommen. Über weitere Gegenanzeigen und Wechselwirkungen informiert der Arzt oder die Packungsbeilage.

Außerdem ist zu beachten, dass eine Tablette außer dem aktiven Hauptwirkstoff Tadalafil noch andere Inhaltsstoffe enthält, die sich von Hersteller zu Hersteller leicht unterscheiden können. Auch wenn dies die Wirkung des Medikaments nicht beeinflussen sollte, kann es also zwischen den Präparaten verschiedener Hersteller zu Unterschieden in der Verträglichkeit des Medikaments kommen.

So kann es also sein, dass ein bestimmter Patient Cialis besser verträgt, als ein Generikum von einem anderen Hersteller. Gleichermaßen kommt es vor, dass Patienten mit dem Tadalafil Generikum besser zurecht kommen, als mit Cialis von Lilly Pharma. Allgemein gelten alle Präparate als gut verträglich und Unterschiede sollten - wenn überhaupt - nur minimalst spürbar sein.

Ist es sicher Cialis Generika online zu kaufen?

Da jegliche Potenzmittel in Deutschland der Rezeptpflicht unterliegen, ist der Online-Kauf nur dann sicher, wenn die Bestellung mit einer ärztlichen Konsultation einhergeht. Bei euroClinix geschieht dies beispielsweise über einen medizinischen Fragebogen, der von einem qualifizierten Arzt ausgewertet wird.

Kann ein Rezept erstellt werden, auch wenn dies nur auf elektronischem Weg geschieht, kann das Medikament bedenkenlos von einer registrierten Versandapotheke an den Kunden geschickt werden. Da hier ein direkter Kontakt mit Arzt und Apotheker besteht, gilt eine Online-Bestellung mit Konsultation als sicher.

Sollten Anbieter ein Potenzmittel ohne ärztliche Konsultation oder Rezeptausstellung anbieten, sollte vom Online-Medikamentenkauf abgesehen werden. Diese illegalen Anbieter werden durch keinerlei medizinische Behörde reguliert und können die mit einer Einnahme der verkauften Arzneimittel verbundenen Gefahren nicht beurteilen. Zudem läuft der Patient hier Gefahr ein gefälschtes Medikament zu erhalten.

In folgenden Schritten können Sie überprüfen, ob eine Online-Apotheke vertrauenswürdig ist:

  • Impressum

    Impressum

    In Deutschland gilt die Impressumspflicht. Das Impressum muss den Namen und die Anschrift des Dienstanbieters, die Adresse, Rechtsform, Registernummer, Kontaktdaten, berufsspezifische Angaben sowie Angaben zu den entsprechenden Aufsichtsbehörden beinhalten. Unseriöse Online-Apotheken verzichten häufig auf ein Impressum oder stellen lediglich ein Formular zur Kontaktaufnahme zur Verfügung.

  • Apothekeninformation

    Apothekeninformation

    Auf den Webseiten von seriösen Online-Apotheken werden die Daten der Versandapotheke sowie des verantwortlichen Apothekers offen gelegt. Die Registriernummern des Apothekers sowie der Apotheke sollten angegeben sein. Zur Überprüfung dieser stellen vertrauenswürdige Gesundheitsanbieter zudem Links der jeweiligen Regulierungsbehörde zur Verfügung.

  • Gütesiegel

    Gütesiegel

    Seit Oktober 2015 müssen Versandapotheken das von der EU-Kommission entwickelte EU-Siegel verwenden. Anhand des Versandhandelslogos können Patienten erkennen, dass es sich bei dem Anbieter um eine in der EU registrierte Apotheke handelt. Zusätzliche Sicherheit bietet die Verlinkung des EU-Siegels mit dem Eintrag des Anbieters bei der zuständigen Regulierungsbehörde.

  • Rezeptausstellung

    Rezeptausstellung

    Bietet eine Apotheke verschreibungspflichtige Potenzmittel online an, muss trotzdem ein Rezept von einem Arzt ausgestellt werden. Seriöse Anbieter bieten Patienten die Möglichkeit einer Online-Konsultation mit einem Arzt an. Dieser entscheidet, ob dem Patienten das Arzneimittel verordnet werden kann. Gewisse Medikamente, wie z.B. Schmerzmittel, bieten seriöse Online-Apotheken nicht an.

Wie unterscheide ich Generikum von Fälschung?

Bei einem Generikum handelt es sich wie beschrieben um den gleichen Wirkstoff von einem anderen Hersteller. Jeder Hersteller wird, genau wie Lilly Pharma auch, gemäß des Arzneimittelgesetztes von verschiedenen Kontrollbehörden Deutschlands engmaschig kontrolliert. Eine offizielle Zulassung eines jeden neu entwickelten Generikums besteht erst nach Freigabe durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Die verschiedenen Generika werden alle unter unterschiedlichem Namen vertrieben, der zumeist auf den enthaltenen aktiven Wirkstoff hinweist: Tadalafil. Auch die Gestaltung der Verpackung und enthaltenen Tabletten wird von jedem Hersteller gemäß der eigenen Vorgaben angepasst. Somit zielt schon aus Markenschutzgründen kein Generika-Hersteller auf eine offensichtliche Kopie des Cialis Produktdesigns ab.

Anders verhält sich dies bei Medikamentenfälschungen, wobei Kriminelle meist versuchen das Design des originalen Markenmedikaments 1:1 zu kopieren, um den größtmöglichen Profit zu erzielen. Diese Fälschungen werden dann zu besonders günstigen Preisen frei im Internet angeboten.

Cialis Fälschungen, die oftmals aus Fernost stammen, unterliegen keinerlei Kontrollen. Deshalb ist unklar, welcher Wirkstoff in welcher Dosierung in den online angebotenen Präparaten enthalten ist. So kann es sein, dass diese Mittel überhaupt keine medizinisch wirksamen Substanzen oder - im Gegenteil - mehrfache Überdosierungen eines bestimmen Wirkstoffs enthalten.

Dies kann die Wirkung verstärken oder zu gefährlichen Nebenwirkungen wie lebensbedrohlichen Herz-Kreislauf-Problemen führen. Ebenfalls ist es möglich, dass ungeprüfte oder mit Schadstoffen verunreinigte Wirkstoffe enthalten sind. Zudem können sich in den Tabletten Wirkstoffmischungen finden, die in ihrer Kombination unerwünschte Wirkungen hervorrufen können. Somit sollten derartige Anbieter unbedingt gemieden werden.

Woran erkenne ich Original Cialis?

Angesichts der zunehmenden Anzahl von Arzneimittelfälschungen, von denen vor allem Potenzmittel wie Cialis betroffen sind, hat der Hersteller von Cialis Sicherheitspackungen entwickelt. Diese Sicherheitsmaßnahmen sollen dazu beitragen, echte Cialis-Tabletten von Fälschungen aus dem Internet zu unterscheiden.

Dazu gehört ein graues, ovales Hologramm auf der Faltschachtel, das bewegte Bilder von Mörser und Pastillen zeigt. Zusätzlich sind an beiden Laschen der Verpackung zwei durchsichtige Siegel als Originalverschluss angebracht, die das Cialis-Logo und zwei Schloss-Symbole zeigen. Außerdem haben die neuen Verpackungen auf der hinteren Seite eine schwarze Lasche. Auf ihr sind - in weißer Schrift - das Verfallsdatum und die Chargennummer des Präparats aufgedruckt.

Ein weiteres Sicherheitsmerkmal sind die beiden schräg auf die Blisterpackungen aufgedruckten Ovale mit einem schwarzen Logo des Unternehmens, die bei Bewegung mehrfach ihre Farbe ändern. Die Original Cialis Tabletten haben weltweit die gleiche Form und Farbe. Die hellgelben, mandelförmigen Tabletten tragen auf der Vorderseite - je nach Wirkstoffkonzentration - den Aufdruck "C 5" (für 5 mg), "C 10" (für 10 mg) oder "C 20" (für 20 mg).

Folgende Merkmale können Hinweise auf Arzneimittelfälschungen sein:

  • Cialis wird ohne Rezept angeboten
  • keine Originalverpackung inklusive Gebrauchsinformation, Zulassungs- und Chargennummer
  • fehlendes oder sich bei Bewegung nicht veränderndes Hologramm
  • fehlende(s) oder beschädigte(s) Siegel
  • fehlendes oder in gleichbleibender Farbe aufgedrucktes Logo auf dem Blister
  • abweichende Tablettenanzahl bzw. Form oder Farbe
  • keine oder eine andere Prägung als C5, C10 oder C20 auf den Tabletten

Quellen:

  1. Cialis Fälschungen Erkennen. Lilly Deutschland GmbH. URL: lilly-pharma.de
  2. Patente für Arzneimittel. Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. URL: vfa.de
  3. Patent. Deutsches Patent- und Markenamt. URL: dpma.de

Aktualisiert am: 09.05.2018

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