Impotenz bei jungen Männern

Erektile Dysfunktion (Impotenz, Erektionsstörung) betrifft nicht nur ältere Männer. Immer häufiger zählen auch jüngere Männer zu den Betroffenen. Während mit zunehmenden Alter vor allem physische Faktoren Erektionsstörungen begünstigen bzw. auslösen, sind in jungen Jahren psychische Auslöser vorherrschend.

Wie häufig ist Impotenz bei jungen Männern?

Obwohl Impotenz häufiger mit zunehmenden Alter auftritt, sind junge Männer von Potenzproblemen nicht ausgenommen. Laut einer Studie von Dr. Paolo Capogrosso von der Universität Vita Salute San Raffaele in Mailand ist 1 von 4 Patienten, die sich aufgrund von erektiler Dysfunktion in ärztliche Behandlung begeben unter 40 Jahre alt.

Die Rate der unter 40-Jährigen, die unter schwerwiegenden Potenzproblemen litten war hierbei 48,8%.

Ursachen von erektiler Dysfunktion

Anders als bei älteren Betroffenen, wird Impotenz bei jüngeren Männern zumeist von psychischen Faktoren ausgelöst, wobei physische Ursachen auch hierbei trotzdem nicht ausgeschlossen werden dürfen.

physische Ursachen

Bei körperliche Ursachen von Potenzstörungen kann unterschieden werden zwischen:

  • Durchblutungsstörungen,
  • Schädigungen des Nervensystems,
  • Hormonstörungen und
  • Schädigung des Schwellkörpers.

Ungefähr 54% der organisch bedingten Erektionsstörungen können auf Erkrankungen der Blutgefäße zurückgeführt werden. Häufig treten diese aufgrund von anderen Krankheiten wie z.B. Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Arterienverkalkung, Bluthochdruck (Hypertonie), Schilddrüsenunter- oder überfunktion oder Leber- und Nierenleiden auf.

Die Einnahme von diversen Medikamenten kann ebenfalls Erektionsstörungen auslösen. Vor allem Betablocker, Antidepressiva, Arzneien zur Behandlung von Herzerkrankungen und Ritalin wirken sich auf die Potenz auf.

psychische Ursachen

Psychische Faktoren gelten als die häufigsten Ursachen für Impotenz bei jungen Männern. Stress, Leistungsdruck, Beziehungsprobleme, Übermüdung, schlechte Erfahrungen oder Depressionen können zu Potenzproblemen führen.

Leistungsdruck am Arbeitsplatz aber vor allem Leistungsdruck im Bezug auf Geschlechtsverkehr löst vermehrten Stress aus und kann das Zustandekommen einer Erektion verhindern. Erregung und Entspannung stehen in enger Verbindung. Nur in einem entspannten Zustand kann es zu Erregung und in weiterer Folge zu einer Erektion kommen.

Impotenz Ursachen

Ist der Betroffene im Alltag zunehmend gestresst, wirkt sich das auf den Schlaf auf. Dieser ist dann nicht tief genug und weniger erholsam. Wer unter ständiger Müdigkeit leidet, dem fällt es schwer eine für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu bilden.

Bei Stresssituationen ist es relativ häufig, dass es zu Problemen kommt eine Erektion zu erreichen. Wird die Ursache für den Stress beseitigt und schafft es der Betroffene sich zu Entspannen, steht einem befriedigendem Sexualleben nichts mehr im Wege.

Bei schwerwiegenderen psychischen Problemen, beispielsweise Depressionen, kommt es zu einem Ausbleiben des sexuellen Verlangens. Erektile Dysfunktion gehört zudem zu den Nebenwirkungen von Antidepressiva.

Ungesunder Lebensstil als Auslöser von Impotenz

Nicht immer sind Krankheiten der Auslöser von Potenzproblemen. Aufgrund ungesunder Lebensweisen leiden immer mehr Männer an Folgeerkrankungen und unangenehmen Begleiterscheinungen.

Probleme eine ausreichend harte und andauernde Erektion für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausbilden zu können, sind möglicherweise auf falsche Lebensweisen zurückzuführen.

Zu viel und zu fettreiche Nahrung, übermäßiger Alkoholkonsum sowie Rauchen kann erektile Dysfunktion auslösen.

ungesunde Ernährung

Schwer Übergewichtige Männer haben ein erhöhtes Risiko an einer Erektionstörung zu leiden. Adipositas (Fettleibigkeit) kann zur Verkalkung von Blutgefäßen, auch im Penis, führen und somit die Bildung einer Erektion verhindern.

Fettgewebe wandelt durch ein Enzym Testosteron in das weibliche Sexualhormon Östrogen um. Schwer übergewichtige Männer haben somit häufig einen niedrigeren Testosteronspiegel. Der Testosteronspiegel sinkt und beeinflusst die Blutversorgung in den Penis.

Ausgewogene, gesunde Ernährung sowie ausreichend Bewegung führen nicht nur zu einem gesteigertem Wohlbefinden und Körperbewusstsein sondern wirken sich auch auf die Potenz positiv aus.

übermäßiger Alkoholkonsum

Übermäßiger Alkoholkonsum kann auf langfristige Sicht Nerven im Gehirn und Rückenmark schädigen, die die Signale zum Aufbau einer Gliedversteifung senden. Zudem können die glatten Muskelzellen im Penisschwellkörper angegriffen und das hormonelle System durcheinander gebracht werden.

Schon ab einem Blutalkoholspiegel von 0,4 bis 0,5 Promille können Erektionsstörungen auftreten. Bei über 1 Promille kommt es zu einer starken Beeinflussung der Erektionsfähigkeit.

Rauchen

Studien haben ergeben, dass Raucher ein 50% höheres Risiko haben an Impotenz zu leiden. Je mehr und je länger ein Mann raucht, desto Wahrscheinlicher ist das Auftreten von erektiler Dysfunktion.

Rauchen begünstigen Krankheiten wie Bluthochdruck und Arterienverkalkung, die Durchblutungsstörungen der Geschlechtsorgane auslösen können. Zudem beeinflusst Nikotin die Funktion der Blutgefäße im Penis und hemmt die Bildung von Testosteron.

Treten Potenzprobleme bei einem regelmäßig rauchenden, jungen Mann auf, sollte eine Raucherentwöhnung angestrebt werden um weitere gesundheitliche Schäden zu verhindern und die Chance auf ein befriedigendes Sexualleben zu erhöhen.

Behandlung von erektiler Dysfunktion

Potenzprobleme sind sehr gut behandelbar und je nach Ursache auch heilbar. Sowohl medikamentöse als auch psychologische Therapiemethoden erweisen sich hierbei als erfolgreich.

Veränderungen des Lebensstils wie eine Ernährungsumstellung, Rauchstopp, Alkoholverzicht und mehr Sport wirken sich sowohl auf das allgemeine Wohlbefinden als auch die Potenz positiv aus.

psychologische Behandlung

Wird vermutet, dass die Erektionsstörung aufgrund von psychischen Problemen besteht, ist es ratsam psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Gespräche mit einem Sexualtherapeuten können dem Betroffenen wieder zu einem erfülltem Sexualleben verhelfen. Als besonders wirkungsvoll erweist sich eine gemeinsame Therapie mit der Partnerin.

Therapieformen wie gezieltes Anti-Stress-Coaching oder autogenes Training können Betroffenen beim Stressabbau helfen und Blockaden lösen. Stressreduzierende Maßnahmen und Veränderungen der möglicherweise ungesunden Lebensweise können einen erheblichen Einfluss auf die Potenz haben.

medikamentöse Behandlung

Sind physische Auslöser für die Potenzprobleme verantwortlich, kann nach Abstimmung mit dem Arzt eine medikamentöse Therapie eine vorübergehende Lösung darstellen. Hierzu eignen sich vor allem Potenzmittel aus der Reihe der Phosphodiesterase-5-Hemmer (PDE-5-Hemmer).

PDE-5-Hemmer

Zu den wirkungsvollsten Präparaten zählen hierbei Viagra (Sildenafil), Cialis (Tadalafil), Levitra (Vardenafil), und Spedra (Avanafil). Welches Potenzmittel für die individuelle Behandlung am geeignetsten ist, wird gemeinsam mit dem Arzt entschieden.

Zuletzt aktualisiert: 11.02.2016

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