Impotenz: Symptome & Diagnose

Die erektile Dysfunktion (auch: Impotenz, Erektionsstörung) kann Männer jeder Altersgruppe betreffen und verschiedene Ursachen haben, die entweder körperlichen oder psychischen Ursprungs sind. Die frühe Identifizierung der Symptome und eine schnelle Diagnose können die Behandlung eingrenzen und so erleichtern.

Treten die ersten Anzeichen einer Potenzstörung auf, sollte daher schnellstmöglich ein Arzt konsultiert werden, um einer Verschlechterung der Symptome entgegenzuwirken. Hat die Impotenz körperliche Ursachen, können diese mit einer Auswahl aus verschiedenen Medikamenten meist gut behandelt werden.

Wie äußert sich eine erektile Dysfunktion?

Mit zunehmendem Alter erhöht sich das Risiko des Auftretens einer Impotenz, jedoch können auch junge Männer betroffen sein. Eine Erektionsstörung kann entweder auf Körperliche Probleme, wie z.B. Probleme mit der Durchblutung des Penis, oder psychische Ursachen, wie beispielsweise zu viel Stress, zurückgehen.

Prozentualer Anteil des Vorkommens von Impotenz nach Alter

In der Gruppe der jüngeren Männer liegt dabei zumeist eine psychisch bedingte Störung vor, die häufig von Versagensängsten geprägt ist. Da eine psychisch bedingt Impotenz anders behandelt wird, als eine körperlich bedingte, gilt es durch Erkennen der entsprechenden Symptome herauszufinden, zu welcher Gruppe der Betroffene gehört.

Die erektile Dysfunktion kann sich in verschiedenen Symptomen äußern, die den Mann daran hindern eine für den Sexualakt ausreichende Erektion aufzubauen. Die Stärke dieser Symptome kann von Fall zu Fall variieren und mit unterschiedlicher Häufigkeit auftreten. Man unterscheidet meist zwischen 3 Arten der Impotenz:

Typen erektile Dysfunktion

Wird eine Erektionsstörung diagnostiziert, hält diese zumeist länger als 6 Monate an und betrifft in etwa 66% der Situationen. Daher kann es durchaus sein, dass im Einzelfall eine ausreichende Erektion erreicht wird, die aber meist nicht lange anhält.

Weitere Impotenz-Symptome äußern sich in Problemen mit dem Samenerguss oder dem Orgasmus. Meistens weisen diese Symptome auf eine andere Kondition hin, können aber eine Rolle in der Entstehung einer erektilen Dysfunktion spielen.

Es ist wichtig, dass Männer einen Arzt konsultieren, damit dieser ihnen bei der Diagnose helfen kann. Selbstdiagnosen können dazu führen, dass Sie das falsche Medikament auswählen. Das Gespräch beim Arzt kann Patienten helfen zu erkennen, wo genau die Ursache Ihres Problems liegt. Impotenz kann in seltenen Fällen auch Hinweis auf eine tieferliegende Krankheit sein und sollte frühzeitig behandelt werden.

Ist eine nachlassende Potenz automatisch ein Anzeichen für erektile Dysfunktion?

Eine nachlassende Potenz muss nicht unbedingt ein Alarmsignal sein. In manchen Situationen, beispielsweise bei vermehrtem Alkoholkonsum, der Einnahme eines neuen Medikaments oder in extremen Stresssituationen, fällt es vielen Männern schwer eine Erektion aufzubauen. Betroffene sollten sich Zeit nehmen herauszufinden, wie es zu der nachlassenden Potenz gekommen ist und offen mit dem/der PartnerIn darüber sprechen.

Vorübergehende Impotenz tritt besonders häufig in Lebenssituationen auf, in denen Männer größeren Stress erleben. Umzüge, ein neuer Job, das erste Kind oder Spannungen in der Beziehung können sich auf die Psyche auswirken und negativen Einfluss auf die Potenz des Mannes haben.

Es wird geschätzt, dass etwa jeder dritte Mann im Laufe seines Lebens Erfahrungen mit Erektionsstörungen macht, oftmals handelt es sich hierbei nur um temporäre Impotenz. Wird eine temporäre Impotenz vermutet, sollte vorerst auf einen gesunden Lebensstil mit ausreichend Ruhepausen geachtet werden.

Impotenz vorbeugen

Physische & Psychische Symptome der Impotenz

Eine Erektionsstörung muss nicht nur den Geschlechtsakt mit dem Partner betreffen, sondern kann auch im Rahmen der Selbstbefriedigung auftreten. In diesem Fall ist es wahrscheinlich, dass die Potenzstörung körperliche Ursachen hat. Gleiches gilt, wenn beim Mann nächtliche beziehungsweise morgendliche Erektionen ausbleiben.

Zu den möglichen körperlichen Ursachen für eine erektile Dysfunktion gehören:

  • Durchblutungsstörungen (erhöhtes Risiko durch Diabetes Mellitus, hohen Blutdruck, Rauchen & Übergewicht) & Gefäßerkrankungen
  • Testosteronmangel (vor allem in höherem Alter)
  • Nebenwirkungen eingenommener Medikamente (z.B. Betablocker, Antidepressiva)
  • Nervenschäden (z.B. durch Nervenkrankheiten, Unfälle oder Operationen)

Auch wenn sich nicht pauschal sagen lässt, wann die auftretenden Symptome physischer und wann psychischer Ursache sind, gilt eine langsam fortschreitende Entwicklung vor allem im Alter als Indikator für eine körperlich bedingte erektile Dysfunktion.

Hinweise auf psychologisch bedingte Symptome

Treten die Symptome der Impotenz nur vorübergehend und meist plötzlich auf, weist dies darauf hin, dass die Potenzstörung psychologische Ursachen hat. Dazu gehören Ängste, Konflikte und Depressionen. Diese Art der Impotenz betrifft vermehrt jüngere Männer.

Impotenz bei jungen Männern
Impotenz Ursachen

Es ist möglich, dass Männer besonders bei vermehrtem Stress Probleme haben, eine Erektion aufzubauen. Dies kann privaten oder beruflichen Stress betreffen. In diesem Fall verschwinden die Symptome meist von allein, sobald der Betroffene wieder in seinen Alltag zurückgefunden hat.

Zwar sollte man die ersten Anzeichen für eine Impotenz ernst nehmen und gegebenenfalls behandeln lassen, wer sich jedoch in enormen Stresssituationen befindet, deren nahes Ende bereits in Sicht ist, kann gegebenenfalls abwarten, ob sich eine Verbesserung der Lebenslage auch positiv auf die Potenz auswirkt.

Wie wird eine erektile Dysfunktion diagnostiziert?

Treten über einen längeren Zeitraum hinweg Erektionsstörungen auf, sollte durch einen Arzt eine genaue Diagnose gestellt werden. Erster Ansprechpartner bei Erektionsproblemen ist meist der Hausarzt. Dieser überweist Patienten bei einem sich bestätigendem Verdacht auf erektile Dysfunktion zu einem Urologen.

Anamnesegespräch und erste Untersuchungen

Hausarzt oder Urologe erfragen zunächst in einem Anamnesegespräch die vorliegenden Symptome der Erektionsstörungen, die Krankengeschichte, die Einnahme von Medikamenten sowie mögliche soziale und psychische Faktoren. Vielfach werden zur Einschätzung der Erektionsprobleme auch standardisierte Fragebögen genutzt.

Nach dem Anamnesegespräch erfolgt meist eine gründliche körperliche Untersuchung, eine Sonografie (Ultraschalluntersuchung) sowie eine Blutuntersuchung. Bei der Sonografie lassen sich zum Beispiel Verletzungen am Penis oder Schwellkörper sowie Tumore am Hoden erkennen. Eine Blutuntersuchung mit Hormonspiegelbestimmung kann einen Testosteronmangel oder zu hohe Prolaktinspiegel offenbaren.

Spezialuntersuchungen

Stellt der Arzt nach diesen ersten Untersuchungen keine organischen Ursachen für die erektile Dysfunktion fest, schlägt er meist eine Therapie mit PDE-5-Hemmern wie Viagra, Cialis oder Spedra vor. Sollten sich die die Erektionsprobleme auch nach der Einnahme von PDE-5-Hemmern nicht besssern, können Spezialuntersuchungen die genaue Diagnose erleichtern.

Schwellkörper-Injektionstest (SKIT):

Beim sogenannten SKIT werden gefäßerweiternde Prostaglandine in den Schwellkörper gespritzt. Tritt danach eine Erektion ein, sind Schäden am Schwellkörper oder den Blutgefäßen im Penis auszuschließen.

Kavernosographie:

Während der Kavernosographie löst eine Injektion von Medikamenten zunächst eine Erektion aus. Anschließend verabreicht der Urologe ein Kontrastmittel in die Schwellkörper. Durch in schneller Folge gemachte Röntgenaufnahmen beobachtet er anschließend den Blutfluss aus den Schwellkörpern. Dadurch lassen sich Rückschlüsse auf die Blutversorgung zum Penis und möglicherweise vorliegende venöse Lecks schließen.

NPTR-Messung:

Bei der nächtlichen penilen Tumeszenz- und Rigiditätsmessung (NPTR) werden die normalerweise während der Nacht mehrfach auftretenden Erektionen aufgezeichnet. Treten diese Erektionen auf, sind organische Ursachen für eine Impotenz weitestgehend auszuschließen.

Neurologische Untersuchungen:

Da auch Schäden am Nervensystem eine Impotenz verursachen können, überweist der Urologe bei Bedarf auch weiter an einen Neurologen. Dieser stellt zum Beispiel durch eine Elektroneurographie oder die Elektromyographie Beeinträchtigungen am Nervensystem des Penis oder Rückenmarks fest.

Psychologische Untersuchung

Sind organische Ursachen für die auftretenden Potenzprobleme auszuschließen oder ist eine Beteiligung von psychischen Ursachen zu vermuten, ist eine psychologische Beratung bzw. Untersuchung beim Psychologen oder Psychiater sinnvoll. Diese versuchen durch Gespräche und Fragebögen zum Beispiel Probleme in der Beziehung oder traumatische sexuelle Erfahrungen als Auslöser der Impotenz zu identifizieren.

Quellen:

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