Behandlung von Asthma bronchiale

Asthma bronchiale (Griechisch für "schweres Atemholen" oder "Beklemmung der Bronchien") ist eine chronische und anfallsartig auftretende Entzündung der Atemwege. Trotz vielzähligen Forschungen ist eine komplette Heilung dieser Lungenerkrangung nicht möglich. Dennoch ist es möglich Asthma durch die Einnahme von Medikamenten und einer gezielten Behandlung erfolgreich zu behandeln. Zu den angewandten Arzneimittelgruppen gehören Kortikosteroide, langwirksame Beta-2-Sympathomimetika, Methylxanthine, Anticholinergika und Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten.

Was hilft gegen Asthma?

Was gegen Asthma hilft, ist natürlich von Patient zu Patient sehr unterschiedlich. Die meisten Patienten machen sehr gute Erfahrung mit der regelmäßigen Anwendung eines Asthma Sprays. Hier unterscheidet man zwischen Präparaten, die regelmäßig präventiv angewendet werden und solchen, die bei akuten Anfällen zum Einsatz kommen. Fachärzte für Asthma sind ideale Ansprechpartner, wenn es darum geht die ideale Kombination aus unterschiedlichen Medikamenten zu bestimmten. Auch homöopathische Behandlungen können eine gute, zusätzliche Hilfe bei Asthma darstellen. Wer sich für Alternativmedizin interessiert, sollte am besten einen Heilpraktiker finden, der viel Erfahrung im Bereich Asthma mitbringt. Auch Krankenkassen und Beratungsstellen können zusätzliche Asthma Tipps bieten, die dem Patienten den Alltag erleichtern können.

Welche Asthma Bronchiale Behandlungen gibt es?

Die Behandlung von Asthma Bronchiale kann je nach den Bedürfnissen des Patienten sehr unterschiedlich ausfallen. Die meisten Ärzte raten zu einer Kombinationsbehandlung aus einem Asthma Spray, das regelmäßig gegen die Entzündung der Atemwege angewandt wird und einem Asthma Spray, das bei akuten Anfällen für eine schnelle Linderung der Symptome sorgt. Patienten haben heute die Wahl zwischen unterschiedlichen Medikamenten, die in verschiedenen Inhalatoren (beispielsweise Evohaler oder Accuhaler) angeboten werden. Wer möchte, kann die Behandlung von Asthma Bronchiale zusätzlich durch natürliche Hausmittel gegen Asthma ergänzen.

Dauermedikation für die Langzeitbehandlung (Controller)

In der Langzeitbehandlung von Asthma kommen Wirkstoffe zum Einsatz, die üblicherweise als Spray eingesetzt werden und entzündungshemmend in den Bronchien wirken. Außerdem sorgen sie - bei regelmäßiger Anwendung - dafür, dass die gereizte Bronchialschleimhaut abschwillt.

Darüber hinaus verringern sie allergische Reaktionen und die Produktion von Schleim in den Atemwegen. In der Folge werden die Bronchien weniger empfindlich und die Muskulatur verkrampft nicht mehr so schnell. Indem ihre Ursachen bekämpft werden, treten die anhaltenden und akuten Symptome seltener auf.

Wirkstoffe in der Langzeitbehandlung von Asthmapatienten sind:

  • Kortikosteroide
  • langwirksame Beta-2-Sympathomimetika
  • Methylxanthine
  • Anticholinergika
  • Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten

Kortikosteroide hemmen Entzündungen der Bronchien

Kortikosteroide sind die Wirkstoffe, die am häufigsten als Controller in der Asthmatherapie zum Einsatz kommen. Je nach Schweregrad der Erkrankung variiert die Dosis. Bei einer schweren Ausprägung empfiehlt der Arzt häufig die (zusätzliche) zeitlich begrenzte Einnahme von Kortikosteroiden in Tablettenform.

So verabreicht treten jedoch häufiger Nebenwirkungen auf, da der Wirkstoff in den gesamten Körper gelangt und nicht nur - wie bei der Inhalation - am Ort des Geschehens seine Wirkung entfaltet. Beispiele für inhalative Kortikosteroide:

  • Beclometason (z.B. Bronchocort, Cyclocaps, Junik, Rhinivict)
  • Budesonid (z.B. Budecort, Budiair, Entocort, Pulmicort)
  • Ciclesonid (z.B. Alvesco)
  • Fluticason (z.B. atemur, Flutide)
  • Mometason (z.B. Asmanex, Ecural, Mometasonfuroat)

Langwirksame Beta-2-Sympathomimetika

Ebenfalls zur Dauermedikation - und häufig in Kombination mit Kortikosteroiden - eingesetzt werden langwirksame Beta-2-Sympathomimetika. Sie erweitern die Bronchien und werden üblicherweise 1 bis 2 Mal täglich in Form von Inhalationssprays eingesetzt. Ihre Wirkung setzt zeitverzögert ein, hält dafür aber ungefähr 12 oder sogar 24 Stunden lang an. Beispiele für langwirksame Beta-2-Sympathomimetika (und Medikamente):

  • Formoterol (z.B. Foradil, Formatris, FormoLich, Formotop)
  • Salmeterol (z.B. Serevent)
  • Indacaterol (z.B. Onbrez)

Methylxanthine unterstützen die Atemmuskulatur

Eine ähnliche, aber geringfügig schwächere Wirkung weisen Methylxanthine auf. Diese Wirkstoffe unterstützen außerdem die Atemmuskulatur und sollen eine entzündungshemmende Wirkung haben. Angesichts der schwächeren Wirkung werden sie allerdings meistens nur als zweite Option gegeben.

Ein Beispiel aus der Gruppe der Mathylxanthine ist Theophyllin, das unter anderem unter dem Namen Aerobin, Afonilum oder Bronchoretard im Handel erhältlich ist. Bei der Anwendung von Theophyllin können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Herz-Kreislauf-Störungen (starker Herzschlag, niedriger Blutdruck, hoher Puls, Herzrhythmusstörungen)
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • innere Unruhe, Erregung
  • Schlafstörungen

Anticholinergika als Zusatzmedikamente

Zusätzlich zu den Kortikosteroiden lassen sich Anticholinergika einsetzen, die den Botenstoff Acetylcholin hemmen, welcher für die Weiterleitung von Nervenimpulsen zuständig ist. In der Folge erweitern sich die Bronchien und die Blutgefäße verengen sich. Zu dieser Wirkstoffgruppe gehören unter anderem die Wirkstoffe (Handelsnamen):

  • Ipratropiumbromid (z.B. Atrovent, Ipraxa, IpraBronch)
  • Tiotropiumbromid / Tiotropium (z.B. Spiriva)

Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten als Asthma-Tabletten

Bei manchen, jedoch nicht allen Patienten helfen sogenannte Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten. Sie sind in Tablettenform erhältlich und unterdrücken die Entzündungsreaktion in den Bronchien. Zu den Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten gehört zum Beispiel der Wirkstoff Montelukast, der in Deutschland unter dem Handelsnamen Singulair zugelassen ist.

Für eine umfassende Dauerbehandlung bieten sich Kombinationspräparate an, die entzündungshemmende und Bronchien-erweiternde Wirkstoffe enthalten. Bei erfolgreicher Dauerbehandlung sinkt in der Regel die Notwendigkeit einer Bedarfsbehandlung. Dennoch sollten Asthma-Patienten immer Notfallmedikamente für einen akuten Asthmaanfall bei sich tragen.

Produktbeispiele für Controller

Flixotide

Angaben zum Medikament
Markenname: Flixotide
Hersteller: Allen & Hanburys
Aktiver Wirkstoff: Fluticason
Wirkstoffgruppe: Glukokortikoide
Darreichungsform: Accuhaler, Evohaler
Dosierung: 50mcg, 100mcg, 200mcg, 250mcg

Flixotide

Flixotide (auch bekannt als Fluticason) verbessert die Atmung und mindert Asthmasymptome sowie Atemnot innerhalb weniger Tage. Der Wirkstoff Fluticasonpropionat zählt zu den Glukokortikoiden und wirkt entzündungshemmend. Es entfaltet seine Wirkung in der Lunge, verhindert eine weitere Verschlechterung der Grunderkrankung und reduziert Asthmabeschwerden. Ärzte verschreiben es Patienten bei sämtlichen Schweregraden von Asthma bronchiale .

Neben der Behandlung von Asthma führt der Wirkstoff auch bei der chronisch obstruktiven Atemwegserkrankung COPD zu einer Verbesserung des Gesundheitszustands. Nimmt der Patient Flixotide über sechs Monate hinweg ein, verbessert sich die Lungenfunktion normalerweise anhaltend.

Anwendung & Dosierung

Flixotide ist täglich anzuwenden und eignet sich nicht zur Behandlung eines plötzlich auftretenden Asthmaanfalls. Bei Asthma liegt die Dosierung für Jugendliche über 16 Jahren und Erwachsenen bei 100 - 1.000 Mikrogramm Fluticasonpropionat 2-mal täglich. Es ist ratsam, die empfohlene Dosiermenge nicht zu überschreiten, weitere Informationen befinden sich in der Packungsbeilage.

Für die optimale Wirkung ist das Aerosol täglich zu verwenden. In Einzelfällen sind unter Umständen pro Einzelanwendung bis zu vier Inhalationen sinnvoll, meistens werden ein bis zwei Inhalationen verordnet. Pro Einzelanwendung sind von den betroffenen Personen nicht mehr als vier Inhalationen anzuwenden.

In den meisten Fällen tritt eine Verbesserung beiner Therapie mit Flixotide innerhalb von drei bis sechs Monaten auf. Die Behandlung endet in der Regel mit einer schrittweisen Verringerung der verordneten Dosis.

Notfallmedikamente für akute Asthmaanfälle (Reliever)

Bei einem akuten Asthmaanfall gilt es Ruhe zu bewahren, und die für diesen Fall verschriebenen Notfallmedikamente einzunehmen. Hierbei handelt es sich um sogenannte kurzwirksame Beta-2-Sympathomimetika, die (als Spray inhaliert) in kürzester Zeit die Atemwege erweitern und so die akute Atemnot lindern.

Zudem verringern sich Begleitsymptome wie laute Atemgeräusche, Husten oder beklemmende Gefühle im Brustbereich. Außerdem unterstützen sie den Abtransport des zähen Bronchialschleims. Die Wirkung von Beta-2-Sympathomimetika hält etwa 4 bis 6 Stunden an. Trotz ihrer vielen positiven Effekte lindern Beta-2-Sympathomimetika "nur" die akuten Beschwerden, aber sie bekämpfen nicht die Ursache der Symptome.

Wirkstoffe (und Handelsnamen) aus der Gruppe der kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika sind:

  • Fenoterol (z.B. Berotec N)
  • Salbutamol (z.B. Ventolin, Loftan, Salbulair, SalbuBronch, Sultanol)
  • Terbutalin (z.B. Aerodur, Bricanyl)
  • Reproterol

Wie kann man Asthma alternativ behandeln?

Asthma alternativ zu behandeln ist natürlich gerade für Menschen, die sich für Naturheilkunde interessieren, sehr interessant. Spezielle Tees, Kräutermischungen oder naturheilkundliche Verfahren wie Fastenkuren oder Akupunktur können die Symptome von Asthma auf sanfte Weise lindern und eine schulmedizinische Behandlung sinnvoll ergänzen.

Welche Naturheilmittel gibt es gegen Asthma

Wer seine schulmedizinische Behandlung ergänzen möchte, kann auf eine ganze Reihe von Naturheilmitteln gegen Asthma zurückgreifen. Täglich einen Löffel Bienenhonig einzunehmen kann beispielsweise sehr beruhigend auf die Lungen wirken. Kräutermischungen und natürliche Nahrungsergänzungsmittel können das Immunsystem stärken so dass Viren und Erkältungen die Lungen nicht zusätzlich belasten. In der Apotheke und im Reformhaus findet man zusätzlich Tee, der speziell für die Beruhigung der Atemwege zusammengestellt wird. Wer sich für Naturheilkunde gegen Asthma interessiert, kann sich außerdem von einem Heilpraktiker beraten lassen.

Homöopathie bei Asthma

Viele Patienten machen mit der zusätzlichen Behandlung von Asthma Bronchiale durch Homöopathie sehr gute Erfahrungen. Bedacht werden sollte dabei allerdings, dass es eine Weile dauert, bis sich durch die sanfte, natürliche Behandlung erste Ergebnisse erzielen lassen. Für die akute Behandlung von Asthma Attacken ist die Homöopathie daher nicht geeignet.

Diese Hausmittel helfen bei Asthma

Die Behandlung von Asthma Bronchiale lässt sich durch Hausmittel wie Rinderbrühe oder Meerrettich und Bienenhonig sehr gut ergänzen. Gerade Patienten, die unter allergischem Asthma leiden, können von einer Verbesserung des Raumklimas profitieren. Feuchte, kalte Luft belastet die Lungen zusätzlich und sollte daher durch Hausmittel wie Entfeuchter und sinnvolle Heizpraktiken vermieden werden. Viele Patienten schätzen Bienenhonig, täglich mit etwas Meerrettich eingenommen, als Hausmittel gegen Asthma.

Kann man Asthma vorbeugen?

Da die Ursache von Asthma nicht immer geklärt werden kann, gibt leider keine zuverlässigen Methoden, um gegen Asthma vorzubeugen. Wer unter Allergien leidet, sollte diese Reizstoffe unbedingt vermeiden so dass sich kleinere allergische Reaktionen nicht zu einer Asthmaerkrankung verschlimmern können.

Kann man Asthma heilen?

Grundsätzlich ist Asthma bei Erwachsenen nicht heilbar, es kommt allerdings auf die Form, Ursache und Schwere der Erkrankung an. Moderne Medikamente können zwar keine Heilung von Asthma versprechen, sie können die Symptome im Alltag allerdings häufig sehr gut unterdrücken. Besonders wichtig für die Behandlung von Asthma ist die Wahl der richtigen Medikamente sowie die korrekte Einstellung und die richtige Anwendung. Handelt es sich um allergisches Asthma, dann ist es in manchen Fällen möglich die Allergie zu heilen so dass


Quellen:

  1. Auf einen Blick: Asthma bronchiale. Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. URL: akdae.de
  2. Asthma. Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  3. Wirkprinzipien von Asthma Medikamenten. GlaxoSmithKline GmbH. URL: luft-zum-leben.de
  4. Medikamente zur Therapie des Asthma bronchiale im Kindesalter. Akademie Luftikurs. URL: akademie-luftikurs.de

Aktualisiert am: 23.08.2016
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